Beutenkäfer in Italien ?

  • Dann sind wir ja schon quasi umzingelt. Wie schon gesagt, kommen wird er. Wann, Wie und Wo ist die Frage, aber jeder sollte vorbereitet sein.
    Ich sehe schon Unmengen Angebote für Böden der veschiedensten Bauarten auf den Imkermärkten ^^ Boden/Flugloch werden das A und O sein, Scheunentore gehören dann der Vergangenheit an und Gitterböden zum Varroenzählen sind dann auch dicht.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Mulmschicht? Damit sich der Käfer verstecken kann?


    Eines muss ich schon ankreiden: der Öst. und der D. Imkerbund und die Institute bekommen Subventionen aus Steuergeldern. Wie viele von denen waren denn bisher in der Roten Zone? Wie viele waren denn bisher in den USA und haben sich dort vor Ort angeschaut wie dort die Erfahrungen mit dem kl. Beutenkäfer sind? Sich dort angeschaut welche Böden funktionieren, welche nicht und warum? ... Ich hatte schon Fallen und Böden von Beetle Jail zu Hause ... Wie viele der dortigen Funktionäre kennen davon überhaupt Bilder?!? ....
    ich sage es mal böse: wenn der Käfer wirklich in Russland angekommen sein sollte, dann besteht ja Hoffnung auf praktikable realistische Lösungen. Waren ja auch die die uns gezeigt haben wie es praktikabel mit der Milbe abläuft. OX verdampfen und Co. Danke liebe Russen.

  • Gitterböden zum Varroenzählen sind dann auch dicht.


    Wieso das? Der Käfer ist 3 ... 4,5mm breit und dürfte deshalb nicht durch die Maschen handelsüblicher Gitterböden passen (2,1 bis 2,3mm). Zum Flugloch - selbst wenn nur eine Bienenbreite schmal - paßt er freilich allemal hinein. Meinst Du, der lichtscheue Geselle könnte seine Eier außen am Gitterboden ablegen und die Larven kriechen dann in den Bienenstock hinein?
    https://www.ages.at/fileadmin/…Merkmale_Lebenszyklus.pdf

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  • Im Deutschsprachigen Raum hat das Standardvarroagitter 2,7x2,7mm, ergibt in der Diagonale eine Länge von 3,8mm. Da kommt der kl. Beutenkäfer durch. Die Gitter der Amis gegen den Beutenkäfer sind 1,65x1,65mm oder waren es sogar nur 1,45x1,45mm ... müsste ich aus meinen Unterlagen rauskramen.

  • Wer setzt solche Standards? Bienenweber - bezogen auf Umsatz und die 5-stellige Kundenanzahl sicher einer der führenden Imkerbedarfshändler Deutschlands - hat an seinen Beutenböden Edelstahlgitter in der Maschenweite 2,3mm bzw. Plastik 2,1mm. Holtermann dagegen bietet Edelstahlgitter 2,7mm, verzinkt 2,8mm und Plastik 3mm für seine Böden.
    Wie dem auch sei, selbst das Ami-gitter mit 1,65mm Maschenweite wäre nicht dicht. Meine Frage war ja, warum die Böden dicht sein müssen.


    p.s.: Durch 1,65mm-Maschen fallen freilich viel weniger Milbenleichen zum diagnostischen Zählen.

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  • Muss ja nicht dicht sein. Es muss nur klein genug sein damit adulte Käfer nicht durchkommen und groß genug damit Varroa durchfliegen und die fliegen bei sehr kleinen noch durch. Gibt bei den Amis aber noch eine andere Variante und zwar groß genug damit der Käfer durch kann. Die präparieren dann die Windel mit einem aufgerauten Fließ in dem sich der Käfer verfängt und nicht mehr rauskann ... bei anderen ist da drunter eine Ölwanne und der Käfer ersäuft ...

  • ...unseren Funktionären nicht so weit traue dass sie Lösungen liefern werden ...


    Das trifft doch nicht zu. Lösungen haben sie bzw. die Institute doch immer geliefert, bis heute. Wir sind nicht immer einverstanden, vieles dauert zu lange, aber dafür haben wir ausgeklügelte Vorschriften, die Lebensmittel-, Verbraucher- und nicht zuletzt Anwendersicherheit gewährleisten sollen und das auch - anders als in vielfacher Praxis anderer Länder (nicht zuletzt Rußlands) - bis zu einem gewissen, im Vergleich zu Anderen erhöhten Grade - auch tun.

  • Hallo Noldi,
    du hast ohne große Kenntnisse schon den Universalschuldigen erkannt. Frau Mustafa hat in Hohenheim in Hohenheim schon über dieses Thema promoviert, in den befallenen Ländern gearbeitet. Hier ihre Dissertation:
    http://opus.uni-hohenheim.de/v…sertation_S_G_Mustafa.pdf


    Auch deine Bemerkung über Förderung der Institute ist daneben. Es ist eine Forderung der Imker, dass Institute nicht von Fremdmitteln abhängig sein sollen. Es ist wohl ein deutsches Problem sofort den Schuldigen zu benennen.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • ...präparieren dann die Windel mit einem aufgerauten Fließ in dem sich der Käfer verfängt und nicht mehr rauskann ... bei anderen ist da drunter eine Ölwanne und der Käfer ersäuft ...


    Bei unseren Beuten ist die Windel unter dem Gitter, also außerhalb der Beute. Kannst Du die Flies-Falle verlinken? Unser BSV hat letztens 3mm-Stegplatten als Diagnosefallen verteilt, in den Boden (also auf das Bodengitter) aufzulegen nach der Durchlenzung.