Beutenkäfer in Italien ?

  • Moin zusammen,
    In der Broschüre/PDF vom Friedrich Löffler Institut (FLI) "Schäfer-Diagnose-Streifen" wird die Wirksamkeit von im Handel in den USA erhältlichen schwarzen Hohlkammerstreifen(10x47,8 cm) und solchen aus transparentem Kunststoff(7,5x50 cm) (jeweils 4mm Höhe, die Transparenten hatten eine Breite von ca 6mm,die Schwarzen 4mm im Querschnitt) untersucht und festgestellt, das mit beiden Streifen zu 96% der Befall mit Beutenkäfer nachgewiesen werden kann.
    In einer weiteren Untersuchung wurde festgestellt, das sich,unabhängig von der Art des verwendeten Hohlkammerstreifens, jeweils ca 30% der jeweiligen Käferpopulation der untersuchten Beuten in den Hohlkammerstreifen aufhalten.
    Bei der Verwendung von transparenten Streifen kann schnell ohne Ausklopfen der Befall erkannt werden.
    Diesen Effekt machen sich die Imker im südlichen Afrika zunutze, um mit Pappkartonstreifen mit ensprechenden Querschnitt, die Käfer den schnellen Feuertod zu übergeben, wie mir von unseren Vereinsvorsitzenden berichtet wurde.
    Die schon vor einiger Zeit erwähnten Plastikwahlplakate mit ihrem 4x4mm Querschnitt eignen sich hervorragend, wie mir Dr. Marc Schäfer vom FLI am Telefon bestätigte.

    Gruß Michael

  • Die schon vor einiger Zeit erwähnten Plastikwahlplakate mit ihrem 4x4mm Querschnitt eignen sich hervorragend,


    Man soll ja nicht Nachtreten, aber die Jungs von der FDP sind ja dann fein raus, die haben jetzt die Zeit um zu Imkern und 'ne Menge nun unnütze Plakate.


    Hat ja auch Charm, Wahlplakate für eine Parasitenfalle zu recyceln.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

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  • ......, jeweils ca 30% der jeweiligen Käferpopulation der untersuchten Beuten in den Hohlkammerstreifen aufhalten.
    Bei der Verwendung von transparenten Streifen kann schnell ohne Ausklopfen der Befall erkannt werden.


    Nur 30%? Da sind also noch ca. 70% irgendwo anders in der Beute :-(
    Ergo: Zur Diagnose sehr gut geeignet, zur Bekämpfung nicht zu empfehlen, weil zu wenig wirksam :-(

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Moin,
    Man kann die Streifen schnell rausziehen und entsorgen bzw die Käfer ausklopfen und töten.
    Die Diagnosestreifen waren auch nie Bekämpfung gedacht, aber wenn von den übriggebliebenden 70% wieder 30% in neu ausgelegte Streifen gehen usw. läßt sich der Befall ohne Chemie durchaus niedrig halten bzb reduzieren(s.a. die Anwendung in Südafrika mit zuverbrennenden Pappkarton)
    Ich denke, das sich immer eine Art Verteilungsgleichgewicht der Käfer einstellt (es ist ja auch den ganzen Filme zu sehen, wie schnell das Viech sich bewegt), denn die im Beuteinneren angewandten Ölfallen nutzen ja auch das thigmotaktische Verhalten (das Verkriechen in Ritzen und Spalten).


    Gruß Michael

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von Mopsdrohne () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • http://www.izsvenezie.it/index.php?option=com_content&view=article&id=1729:aethina-tumida-situazione-epidemiologica&catid=59&Itemid=373
    > Tabella 1


    ... und es geht weiter: 49 Stände mit Befall (Stand: 24.10.2014) dabei nur in vier Fällen Larven gefunden und einmal Puppen? Wo kommen denn dann die ganzen Adulten her? Vielleicht haben die den Ausgangspunkt noch gar nicht gefunden? Wie lange vermehrt der sich im Jahresverlauf?

  • Moin,
    Man kann die Streifen schnell rausziehen und entsorgen bzw die Käfer ausklopfen und töten.
    Gruß Michael


    Wie wärs damt?


    Wellpappstreifen in den Smoker, egal ob Käfer drin oder draußen.


    Sozusagen den Käfer veraschen.


    Leichengeruch der Käfer geht mich Rauchstoss in den Bienenkasten, vertreibt andere Käfer.


    Sozusagen homöopathisch, Gleiches mit Gleichem bekämpfen.


    Nein, ich hab noch keinen Tropfen gefrühstückt!


    Griass Simmerl

  • Wie soll man damit auch effektiv bekämpfen die Käfer könn ja rein und raus wie sie wollen, is halt n Diagnosestreifen und keine Falle.


    ...das ist ja korrekt.
    Bloß was bringt so ein "Diagnosestreifen", der den Käfer nicht umbringt oder einsperrt? Für mich ist es damit ein unnützes Spielzeug. Was nützt es zu wissen, dass der Käfer in den Völkern da ist, aber man ihn ungestört wieder "laufen und fliegen" läßt?
    Nach meinem Dafürhalten sollte man Diagnose mit Bekämpfung kombinieren.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • ...das ist ja korrekt.
    Bloß was bringt so ein "Diagnosestreifen", der den Käfer nicht umbringt oder einsperrt? Für mich ist es damit ein unnützes Spielzeug. Was nützt es zu wissen, dass der Käfer in den Völkern da ist, aber man ihn ungestört wieder "laufen und fliegen" läßt?
    Nach meinem Dafürhalten sollte man Diagnose mit Bekämpfung kombinieren.


    So ist es. Zu diesem Zeitpunkt werden sämtliche Völker des Standes vernichtet.

  • Könnte mir vorstellen, dass ein Diagnosestreifen nützlich ist, wenn der Käfer sich in der Region ausbreitet, man aber noch nicht weiß, ob der eigene Stand befallen ist.
    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Da ist so ne Falle auch gleich nützlich:


    Leer => keine Käfer da


    Besetzt => Käfer sind da und sofort gefangen.


    Ist doch sinnvoller :u_idea_bulb02:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Moin zusammen,


    Ist jemanden aufgefallen, das seit ein paar Tagen bei den veröffentlichten Funden in den Tabellen eine zusätzliche Spalte eingefügt wurde? Ich nehme mal an das "note" übersetzt sowas wie Bemerkung heißt.
    Der am 13.10 gemeldete 30te Nachweis des Käfer, wurde um die Bemerkung "sciame naturale " (Schwarmvolk/wildesVolk?) ergänzt.


    GrußMichael

  • Hallo !


    Bei 14 wurde auch der bisher einzigste Puppenfund, erst mit den letzten Veröffentlichungen nachgetragen.


    Na, die Puppe wird ja wohl auch nicht im Stock gewesen sein, wenn man sich die "normale" Entwicklung so anschaut.


    Wird halt optisch aufgehübscht und der fortlaufenden Entwicklung angepasst.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.