Waldstandort verbessern

  • Hallo zusammen,


    ich habe aber seit drei Monaten ein altes Bienenhaus an einem Waldrand bekommen. Das ganze grenzt an einige Felder (hauptsächlich Mais) uneinigen hundert Meter Entfernung ist eine kleine Siedlung. Die Fläche ist etwa 300qm groß.
    Zur zeit ist Rundrum leider viel Unkraut (Bärenklau usw.).


    Nun würde ich das ganze gerne ein wenig Bienenfreundlicher gestallten. Vorschweben würde mir hauptsächlich Pollenlieferanten die sie dann na Ende der Sommertracht sammeln können.


    1. was bringe ich das jetzige Grün weg? Einfach nur mähen oder umpflügen?
    2. welche Pflanzen würden sich dazu eignen?


    Danke schon mal.


    Grüßle


    PS: wie kann man hier am leichtesten Bilder hochladen?!?

  • HalloBrucki,
    der Bärenklau ist kein Unkraut und wird in der Regel von den Bienen geliebt.
    Ich würde Dir dringend empfehlen diese 300 qm nachdem die letzten Blüten durch sind
    die Wiese zu mähen, das Schnittgut zu entfernen (wichtig) und das nächste Jahr zu beobachten was so alles blüht.
    Es könnte Dich überraschen.
    Wiesenumbruch würde ich lassen.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Brucki,


    Also einfach nur mähen wird sicher nix. Ich würd erstmal die Motorsense auspacken und dann hast du die Wahl...
    Entweder Traktor mit Pflug :cool:, Bodenfräse oder per Hand hacken :eek:
    Oder einfach so lassen.


    Zu der Pflanzenauswahl soll sich bitte ein kundiger äußern. Denke aber die gewöhnliche Bienenweidemischung wird im Waldboden nicht so prächtig. Kommt auf den Boden an. Mal schauen was die anderen sagen.


    Viel Erfolg und Grüße,


    Flo

  • Hallo Brucki,


    Ich kann Eisvogels Vorschlag - Wiese Mähen und Schnittgut entfernen - absolut unterstützen. Letzteres zielt darauf ab, die Wiese abzumagern und damit für Wiesenblumen interessanter zu machen. Umbrechen und Bienenweide einsähen, halte ich im Wald nicht für geeignet. Aber wenn du darfst, würde ich versuchen den Waldrand mit (spät) blühenden Sträuchern aufzuwerten. Das bringt je nach Wahl im Frühjahr, oder im späteren Verlauf des Jahres den Bienen mehr, als die paar Blumen.


    Gruß
    Ludger

  • Hallo Brucki,


    Was brauchen deine Bienen dort denn am Meisten? Ich halte Pollenversorgung allgemein für wichtiger, als Nektar. Eine Tracht auf 300m² anbauen zu wollen dürfte müßig sein. Aber du kannst natürlich auch darüber nachdenken, die Sträucher selbst beernten zu wollen. Wildrosen z.B. brächten exzellenten relativ späten Pollen und du könntest noch Hagebutten ernten. Faulbaum brächte Nektar. Himbeere, Brombeere brächten Nektar und dir Obst zum Naschen. Fensenbirge ist eher früh im Jahr, wird gut beflogen und ist lecker in der Marmelade. Schlehen sind Frühblüher und lecker zu ernten im Herbst. Aber du musst natürlich ein wenig auf die Lichtverhältnisse achten. Am Boden könntest du mit Walderdbeeren weitermachen. Das ist nicht viel für die Bienen, aber etwas fürs Sammelkörbchen.


    Also in welche Richtung gehen deine Wünsche?
    Gruß
    Ludger

  • Hallo,


    Ich denke auch das Pollen der spät kommt sehr wichtig ist. Ob jetzt da für mich in Form von Beeren etwas abfällt, wäre zwar schön, ist aber nicht ganz so wichtig.
    Das mit den Woldrosen hört sich also recht gut an.

  • ...
    ich habe aber seit drei Monaten ein altes Bienenhaus an einem Waldrand bekommen. Das ganze grenzt an einige Felder (hauptsächlich Mais)


    Der Drohn wäre sehr vorsichtig mit verwaisten Bienenhäusern, es hat einen Grund warum die leer stehen.
    Gute Bienenhausstandflächen werden selten an Anfänger vergeben.


    dD

  • Moin,


    das kann ich dir schon sagen wieso das so ist. Weils von mir aus (und auch von meinem Vorgänger) einfach 7km sind. Welche aber auch auf 7 Minuten gefahren sind. Trotzdem bissl nervig. Die Vorgänger haben dann dann in einer Kleingartensiedlung ganz in ihrer nähe einen besseren Standort gefunden. Abgesehen davon: zum anfangen reichts, ich bin froh drum.


    Zurück zum Thema:
    Habe gerade was von einem Bienenbaum gelesen. Taugt der was?


    MfG

  • Der Bienenbaum braucht min. 10 Jahre, bis er blüht, und ist nicht wirklich frosthart - Henry sind schon mal Bäume über 6m Höhe abgefroren.
    Und der Honig ist....*hust*...sehr gewöhnungsbedürftig - eher nichts fürs Publikum.
    Aber so spät noch Baumblüte mit Nektar und Pollen zu haben, ist für die Bienen jedenfalls gut.
    Bei mir werden sie jedenfalls nix.:-(

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Gut, wegen dem Honig würde ich den ja auch nicht da hinstellen. Wenn ich da was anpflanze, dann wirklich nur damit die Ladys nach der letzten Ernte eben was haben. Gerade Pollen.
    Wie groß sind die dann mit 10 Jahren? Hab da ein Angebot gefunden der sie mit 2m Höhe verkauft.

  • Die 2-Meter-Bäume blühen auch schon. Es hängt vor allem davon ab, wie gut sie mit den Wurzeln Fuß im Erdboden gefaßt haben, ob und wie früh sie blühen.