Füttern + Eiweiß

  • Guten Morgen,


    mit Varroabehandlung bin ich fertig.
    Aufgefüttert ist auch schon.


    Jetzt würde ich gerne, weil das Wetter so mies ist und um nochmal die Legetätigkeit anzuregen, mit 2 Liter 3:2 Sirup füttern. Ich überlege mir in das Futter etwas Milchpulver und Bierhefe einzurühren, quasi als keinen Brutschub - nützt nix-schadets nicht.


    Aber genau bei dem "schadets nich", bin ich mir nicht sicher. In der Natur ist Eiweiß und Nektar auch getrennt. Diese Vermixung kann die Nachteile haben?


    Was sagt ihr zu meiner Idee?

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt

  • Mach Dir aus dem Pulver ein Glas Milch und trink Dein Bier heute zum Tagesausklang.


    Milch und Bier für Bienen - ich faß´es nicht...:evil:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Kurz vor dem Winter den Darm der Bienen zu belasten, ist keine gute Idee. Halte Dich zu Anfang an das Bewährte. Verschlimmbessern kannst Du später mit mehr Erfahrung noch.


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Mach Dir aus dem Pulver ein Glas Milch und trink Dein Bier heute zum Tagesausklang.


    Milch und Bier für Bienen - ich faß´es nicht...:evil:


    Diese beiden Zutaten werden aber in einschlägigen Rezepten zur Herstellung von Eiweißfutterteig, zB für die Königinnenzucht, angeführt.

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt

  • Kurz vor dem Winter den Darm der Bienen zu belasten, ist keine gute Idee. Halte Dich zu Anfang an das Bewährte. Verschlimmbessern kannst Du später mit mehr Erfahrung noch.


    Viele Grüße


    Bernhard



    Also da geb ich dir ja grundsätzlich recht.
    Trotzdem hätte mich die Faktoren interessiert, und unter welchen Umständen der erfahrene Imker Eiweiß vor dem Winter zufüttert?


    Hast du es schon mal gemacht?

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt

  • Eine Eiweißfütterung muss grundsätzlich sein!


    Der Imker ist in der Pflicht seinen Bienen eine Eiweißquelle zur Verfügung zu stellen.
    Normal wäre es, die Bienen würden Pollen sammeln.


    ...äh da war doch mal was mit.... Pollenersatzfütterungsfred:cool:


    Chips und Cola


    dD

  • Diese beiden Zutaten werden aber in einschlägigen Rezepten zur Herstellung von Eiweißfutterteig,


    Ein Futterteig ist aber nicht das Gleiche wie Zuckerwasserplörre, oder? Warum immer alle Rezepte und Angaben durcheinander mischen und mengen? Haltet euch doch mal einfach an die Rezepte und Anleitungen. Wortwörtlich. Und nicht nach Belieben.


    Trotzdem hätte mich die Faktoren interessiert, und unter welchen Umständen der erfahrene Imker Eiweiß vor dem Winter zufüttert?


    Unter gar keinen Umständen. Fertig.


    Ich habe fertige Futterteige (siehe: https://bienen-ruck.de/imkersh…ter/apifood/1135-neopollc) verfüttert, aber nur = ausschließlich wenn tatsächlich absoluter Pollenmangel herrschte. Liegt bei Dir ein Mangel vor? Oder warum willst Du unbedingt Risiken eingehen?


    In der Regel sollten gerade im Spätsommer und Herbst alle Fütterungsexperimente unterbleiben, da der Darm der Bienen mit irgendwelchen Mischungen nicht belastet werden darf, so kurz vor dem Winter! So handelst Du dir nur eine ganze Reihe von Erkrankungen ein, die über den geschwächten Darm in die Biene gelangen. Also einfach mal auf Experimente verzichten.


    Du kannst Dir besser Gedanken darüber machen, was die Bienen im Frühjahr zu futtern haben und entsprechend Frühjahrsblumenzwiebeln und Weidenstecklinge setzen. Das Forum hier hat eine entsprechende Rubrik "Stauden", in der Du dazu schnell fündig werden wirst. Von Schneeglöckchen und so weiter.


    Viele Grüße


    Bernhard

  • http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=41503&highlight=Pollen


    Eiweißquelle des Biens ist POLLEN.


    Den haben sie in der Beute im Moment und/oder tragen ihn rein, keine Bierhefe... auch gibt es Milchsäurebakterien überall, die muss man nicht zuführen.




    Und Katzen bekommen kein Getreidezeug zu essen z.B., meine Güte

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Und Katzen bekommen kein Getreidezeug zu essen z.B., meine Güte


    Naja, ein Blick auf die gängigen Katzenfuttermittel (Dosen"fleisch") zeigt einen Anteil von 5 % Fleisch, der Rest ist Getreide. Da muß man schon lange suchen, wenn man echtes Fleisch für Hund und Katze kaufen will.


    So wie der Drohn halte ich es auch für unsere Pflicht, den Bien zu ernähren, zur Not auch mit Ersatzstoffen. Aber eben auch nur zur Not. Wir haben ja noch andere Mittel zur Hand: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=41518


    Aber wenn man sich schon zur Ersatzfütterung entschließt, dann sollte man auf bewährte Verabreichungsformen und Rezepte zurückgreifen und nicht einfach hier und da was zusammenmischen. Vor allem ins Winterfutter, das in den Zellen zur Winterversorgung eingelagert wird - da hinein Proteine zu bringen ist ja wohl eine ganz schlechte Idee. Nicht umsonst werden Pollen und Nektar separat und nicht als Milchsaft vermengt eingetragen.


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Okay, okay :) ich habs kapiert!


    Es wäre wirklich nur ein Experiment gewesen, dank für eure Geduld immer wieder dieselben, vermutlich doofen, Anfängerfragen zu beantworten.
    Ich bin erleuchtet und geheilt von dieser Idee.


    Frühjahrspollen hab ich schon gesetzt, Winterling und Krokus.
    2 Haselnussträuche hab am Stand.


    Vielen Dank für eure Mühe.

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt

  • Schlimm genug, Bernhard, was viele Viecher so völlig unartgerecht mampfen müssen, der Homo nicht immer sapiens inclusive.
    Überleben tun die das, die Frage ist, was dabei rauskommt.
    Das ist keine Ernährung, das ist ein Schlag ins Gesicht der Natur und der Würde.
    OT, sorry.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper