Mitte September brutentnahme, milchsäurebehandlung und Hygiene neue Beuten

  • Hallo zusammen


    habe spontan von verstorbenen Imker 3 Völker bekommen, letzte Varroabehandlung letztes Jahr, die Beuten und Rähmchen sehen ziehmlich versaut aus.


    Er diese Völker iim warmbau betrtieben und die Rähmchen passen nicht zu meinen.


    Meine Idee ist die Brut zu entnehemen die Kö´s jeweils in meine BEuten also hier von Warm auf Kaltbau umstellen und die Brut(scheune) 2km entfernt schlüpfen lassen und anschliessend mit Milchsäure behandlen.


    Ich hätte hierzu gern eure Erfahrungswerte bzw. eure Meineung zu Vor und Nachteilen oder auch alternativen interessiert!


    Vielen Dank für eine zeitige Antwort
    MFG


    Tobias

  • Hallo Tobias,
    für eine TBE ist es aus meiner Sicht zu spät.
    Ich würde mich jetzt auf AS-Behandlung und das Einfüttern konzentrieren.
    Wenn sie den Winter überstehen, dann lieber im zeitigen Frühjahr auf neue Beute und neuen Wabenbau setzen.
    Wenn eine Ausweichstand vorhanden ist, der geplante Platz für die Brutscheune, würde ich sie nicht auf meinen Heimatstand stellen.
    Gruß und viel Erfolg
    Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Oke hab ich mir fast gedacht


    der imkervorstand meines vereines hatte nur so argumentiert , dass da eigentlich kein unterschied besteht ob die Brut in der Brutscheune schlüpft oder im bestehenden Volk und später die Bienen den Völkern wieder zurückgegeben werden.
    Er selbst hat diese Methode glaub ich noch nicht benutzt und daher evtl. mangelhaftes wissen genau wie ich!:)
    vlt kann mir jemand zum Prinzip der TBE etwas sagen und vlt auch dne Grund weshalb man diese nur bis zu einer bestimmten Zeit im Jahr machen kann!
    bin auch mit einem verweis mit links bzgl dieses Themas glücklich!
    Dankle schon mal
    und Grüsse

  • Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hm, wenn Du Leerwaben hättest und noch Futterwaben spenden könntest,
    dann finde ich es bei Zusammenlegung, also ähnelnd einem sehr großen KS nicht vergleichbar mit der AS-Behandlung.


    Weil:
    Du sofort brutfrei schonender und effektiver behandeln kannst, die folgend angelegte Brut wird gesund!
    Du keine absterbende Brut hast und keine größere Brutlücke als bei AS, keine Mehrfachbehandlung aller Bienen und vor allem nicht der Könging inclusive.
    Du die Brutscheune zwar intensiver behandelst, jedoch hier alle Milben konzentriert hast und alle bereits krank schlüpfenden Bienen auch, die gehen sowieso meist ab. Nach Behandlung mal gucken, was noch übrig ist, großartige Verstärkung ist das vermutlich nicht mehr!
    Ich nenn es mal ganz platt, die Trennung vom "Dreck", und nach Reinigung Wiedervereinigung mit denen, die noch gehen könnten.


    Großes Gegenargument ist, dass sie sich einfach jetzt schon für den Winter eingerichtet haben und schließlich zehrt der Aufbau-Modus der TBE hier an den Resourcen der evtl. gedachten Winterbienen.
    Daher zusammenlegen. Mindestens aus 3 mach 2 Würde ich sagen.


    Aber das ist nur Theorie, nicht erprobt von mir!

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Tobias,


    welches Wabenmaß hast du denn und in welchem Maß sind die 3 Völker? Meist kann man da auch etwas improvisieren und nicht Passendes passend machen.


    Wenn die Bienen in diesem Jahr noch nicht behandelt wurden, dann solltest Du da auch erstmal reinschauen, wie hoch der Befall ist. Hab in diesem Jahr schon einige wirklich schlimm ausschauende Völker gesehen, andere Völker hingegen haben fast keinen nennenswerten Befall.


    Musste bei einem Schwarm von Anfang Mai am vergangenen Samstag die verdeckelte Brut entnehmen (7 Waben DNM), gestern hab ich dann ein bisserl Dampf abgelassen. Hatte etwa 100 Zellen von verschiedenen Waben geöffnet, der Befall lag bei mind. 90 %, zum Teil mehrfach parasitiert. Da bot sich nichtmal mehr eine Brutscheune an.


    Es sind jetzt keine 2 Zargen voll mit Bienen mehr, sondern nur noch eine, aber ich denke, dass die das trotzdem schaffen bei entsprechender Futterversorgung. Werde zudem heute die Kö umweiseln, in dem Volk gibts offensichtlich überhaupt keine Ambitionen, in irgend einer Form mit der Varroa zurecht zu kommen.


    Gruß Sven

  • :roll:


    Neuer Fred in Erwartung: "Winterverlust trotz optimaler Behandlung und Volksstärke. PSM? Genetik?"

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo, ich würde die letzten warmen Tage nutzen, um:
    genug Futter reinzuschaffen, Sirup !
    und eine Verdunsterbehandlung mit dem Nassenheider.
    Der Rest zeigt sich im Frühjahr.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo Tobias!


    Ich würde es wie folgt machen: Aus drei Völkern ein Volk machen. Alle Bienen zu einem großen Kunstschwarm abfegen, im brutfreien Zustand behandeln, auf ausgebaute Waben oder Mittelwänden im eigenen Maß setzen und füttern. Die Beuten und Waben allesamt dem Feuergott opfern. Fertig.


    Mit einem starken Volk hast Du dreimal mehr Spaß als mit drei Mickerlingen. Außerdem hast Du einen definierten Zustand: saubere Waben, starkes Volk, keine Brutkrankheiten. Mit dem alten Zeugs und der Brut schleppst Du doch nur Altlasten mit Dir herum, zudem mit viel Arbeit beim Aufpäppeln und Rumdoktern verbunden. Und dann schleppst Du noch Krankheiten auf deinen Stand ein.


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Die Frage ist m.E., ob "ziemlich versaut" alte Rähmchen meint, Mottenschäden oder einfach nur zugekittete Kisten/Rähmchen.


    Ich würde mir besser das Brutbild o.ä. angucken und dann entscheiden.


    Gruß Jörg

  • Ich würde folgendermaßen vorgehen:
    Alle Brutwaben in einer Brutscheune sammeln. Nach dem Auslaufen mit OS-Bedampfung behandeln, ist effektiver als Milchsäure.
    Wenn die 3 Völker einigermaßen stark sind, jedes einzeln als offenen Kunstschwarm auf Mittelwände setzen und mit Zuckerwasser 1:1 füttern, damit sie bauen. Bevor die neue Brut verdeckelt wird, mit OS-Bedampfung behandeln. Schwache Völker evtl. mit anderen vereinigen, kann man ohne Ansehen von hier aus nicht entscheiden.
    Die behandelten Bienen aus der Brutscheune auf die Völker aufteilen.
    Risiko: Es gibt kaum eins. Das zeigen Faulbrutsanierungen im Oktober, selbst die funktionieren angeblich noch. Bienen ohne Waben bauen, was bleibt ihnen auch weiter übrig? Wenn die resultierenden Völker zu schwach sein sollten, kann man immer noch vereinigen.


    Gruß Ralph

  • Nach dem Auslaufen mit OS-Bedampfung behandeln,...


    Warum immer erst nach dem Auslaufen? Wo wird denn das gelehrt? Während des Auslaufens! Sonst verteilen die sich doch schön in der Gegend. Nach zwei Wochen ist das längst alles zu spät.

  • Hallo


    Danke für die vielfältigen Antworten, da lernt man immer was dazu.
    Werde Wahrscheinlich die Brutscheune machen und und die reslichen Bienen je nach Masse vereinigen zu zwei wenns geht. Anschliessend mit Milchsäure behandlen weil die hab ich da und stetig auffüttern!
    Ausserdem lass ich mal nen Altimker drüber kucken und dann schließlich entscheiden.


    Alles Gute


    Tobias