Welchen Rähmchenhalter oder Schiene am besten nehmen ?

  • Na, dann hab ich mal die ersten Fragen.
    Es gibt soviel ich weiss drei arten Rähmchenhalter.
    Einmal diese glatte Edelstahlschiene, der Edelstahlrechen, und den Holzrechen.


    Kann mir jemand die vor und nachteile erklären?


    Ich brauche da Erfahrungswerte. z.b. ich könnte mir gut vorstellen das die Holzrechen richtig gut verkleben und deshalb die Edelstahlschiene am besten zu lösen wäre.
    Aber vielleicht hat die Edelstahlschiene nachteile beim Transport? wegen verrutschen ?

  • Hallo Papst,


    Schienen im BR damit du Rähmchen schieben und somit besser durchschauen kannst.
    Rechen im HR weil du da nix schieben musst und beim Abtransport alles gut sitzt.
    Zudem erleichtern keine Abstandshalter am Rähmchen bei den Rechen das Entdeckeln mit dem Messer.


    Viele Grüße,


    Flo

  • Und wo wir grade dabei sind: Nimm keine Hoffmannrähmchen. Die werden sofort verbaut und bei jeder Durchsicht immer breiter. Arbeite besser mit extra angebrachten Abstandshaltern (z. B. Polsternägel). Ich hab beides probiert und will keine Hoffmänner mehr haben!

  • Das mit den Hoffmannrähmchen kann ich bestätigen. Das soll sich aber bessern, wenn man die Hoffmänner anspitzt. (Werden ich demnächst mal ausprobieren bei den vorhandenen.) Bei den Rechen kannst du wählen zwischen welchen für 10 Rähmchen und 11 Rähmchen. Bei 10 Rähmchen erhälst du Dickwaben, die je nach Trachtgebiet, Wetterlage und Volksstärke zu Problemen mit dem Wassergehalt im Honig führen können (nicht müssen).

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Die werden sofort verbaut und bei jeder Durchsicht immer breiter


    Da schließe ich mich an. Außerdem gibt es bei jedem Rähmchen erstmal einen schönen "Knack".
    Vorteil der Hoffmänner ist, das du an den Rähmchen nicht mehr extra rummachen musst.


    Und die Pilköpfe... Meine vernickelten rosten und die aus Messing werden von der AS grün/schwarz....


    Also das gelbe vom Ei is für mich weder Pilzkopf noch Hoffmann.... Ohne Abstandshalter is aber auch nix :roll:


    In diesem Sinn, viel Erfolg...


    Gruß Flo

  • Eins wär mir noch wichtig,


    lass die Finger von diesen sinnfreien Abstandshaltern, die Du erst noch in jedes Rähmchen kloppen musst und immer dann abfallen, wenn Du es am wenigsten gebrauchen kannst.
    Bei Hoffmannrähmchen gibts keine Mehrarbeit und es kann nichts abfallen. Wenn man mal die Beute bewegen muss schlägt nichts aneinander, denn die Bienen verkitten die Rähmchen sehr schön miteinander.
    Das erschwert natürlich die Entnahme von Rähmchen, es denn man hat ein Spezialwerkzeug aus der Weltraumtechnik.... einen Stockmeissel :cool:! Damit gehts dann aber ganz einfach. (Achtung der Absatz sollte Satire sein)


    Im Ernst: Ich hab wirklich nur noch Hoffmannrähmchen und will auch nichts anderes mehr. Welches Beutensystem, welche Bienenrasse, welche Rähmchenart, welches Ameisensäureverdunstungssystem das richtige für Dich ist weiss ich aber leider nicht. Jedenfalls funktionieren sie alle, denn sonst gäbe es sie schon längst nicht mehr auf dem Markt.


    Gruß
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • OK, Danke! Zu den abstandhalter tendieren ja die meisten dazu KEINE Hoffmanrähmchen zu benutzen sondern abstandhalter. Als Weltraumforscher werde ich mal beide benutzen und ausprobieren (2/3 verschiedene abstandshalter):)

  • lass die Finger von diesen sinnfreien Abstandshaltern, die Du erst noch in jedes Rähmchen kloppen musst und immer dann abfallen, wenn Du es am wenigsten gebrauchen kannst.


    Hallo honigdachs,


    es gibt viele verschiedene Abstandhaltersysteme, ich kenne aus praktischer Erfahrung heraus nur die Polsternägel 7- und 5mm und die fallen unter Garantie NICHT ab. Was ich mir aber vorstellen kann ist, dass die schwächlichen Kunststoffstiftchen, die es für kleinere Rähmchenmaße auch gibt, tatsächlich irgendwann mal abfallen, weil hier wiederholte Biegekräfte wirken können.


    Jedenfalls sollte man nicht verallgemeinern sondern wenn Kritik an Abstandhaltern, dann konkret sagen welche und warum genau.


    Der EINZIGE Nachteil von Polsternägeln ist meiner Meinung nach, dass man einmalig eine kleine Extraarbeit damit hat, um sie anzubringen.
    Ich empfehle auch, nicht die ganz billigen Nickel-Teile zu nehmen, sondern vermessingt oder vollmessing, das aber nur aus Gründen einer möglichen Allergiebildung durch das häufige Anfassen mit bloßen Fingern bei größeren Mengen (Nickel ist hochallergen).


    Es macht bei der Durchsicht auch immens viel aus, ob man die Rähmchen ruhig zieht, oder ob man sie wie bei Hoffmännern ruckartig "knacken" muss - das mögen Bienen nämlich gar nicht und sie werden sichtlich unruhiger, wenn es wiederholt "ruckt". Das möchte ich weder den Bienen noch mir in Form von tendenziell unruhigeren Bienen zumuten.


    Daher meine Empfehlung: Polsternägel. Bei großen Rähmchen wie Dadant insgesamt 6 Stück, nämlich jeweils oben und im unteren Drittel auf jeder Seite einen (7mm) und dann noch zwei an den untersten Ecken zur Seite hin (5mm). Diese zwei helfen bei allen Rähmchen, dass beim Rein- und Rausziehen der Wabe keine Bienen an der Beutenwand gequetscht werden, was ebenfalls Unruhe und Verluste vermeidet.
    Also auch bei Hoffmann-Rähmchen anbringen und wenn man die zwei Nägel schon nimmt, kann man eigentlich auch gleich die anderen vier auch noch anbringen und auf Hoffmann-Schenkel verzichten.


    Ich fürchte, viele glauben aggressive Bienen zu haben und in Wirklichkeit haben sie nur chronisch durch den Imker gereizte Bienen aufgrund solcher leicht vermeidbarer Details!


    Gruß
    hornet

  • Moin


    Für Posternägel und für Hoffmannsseiten gibt es gute Gründe dafür, sowie dagegen.


    Wie oft welche Abstandshalter eingesetzt werden, kann Dir warscheinlich nur ein Rähmchen Verkäufer sicher sagen.


    Wenn Du magst: halte es wie Du es beschrieben hast: Probiere beides aus und finde DEINEN Weg.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Auch ich kann noch etwas hinzufügen: Paschke Rundbügel mit je einer Spitze an den beiden Enden mit einem "Einschlageisen" zwei Stück in eine Rähmchenseite geschlagen und diagonal gegenüber weiter zwei ins senkerechte Holz weiter zwei Geschlagen.
    Dann kann man das Rähmchen drehen, wie man will, es treffen immer zwei Pschkerundbügel auf das Holz des anderen Rähmchens. verkittet kann nichts werden. Dem Einschlageisen ist ein Winkel beigefügt, mit dem man den Abstand von unten oder oben immer gleich einhalten kann. Leider fehlt in derAusbuchtung für den Paschkebügel eine Halterung, so dass ich dort einen Federstahldraht eingebaut habe und die Bügel einfüge und sie auch nicht beim Ansetzen an die Rähmchen heraufallen. (Henrywird sich freuen: Wieder ein "Selbstbauer" oder "Verbesserer". Werde beim nächsten Besuch bei Holtermann diese Änderung zum Nachbau empfehlen (ohne Tantimen und Patent).
    Wolfgang, der Heidjer

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Was haben Abstandshalter mit Schienen oder Rechen zu tun?


    Amischiene aus Edelstahl im BR und Holzrechen im HR hat der Drohn.
    Metallrechen taugen nix, das werden beim schnellen Arbeiten die HR-Rähmchen aus dem unteren HR gleich mit gezogen.


    dD

  • Ich nutze kleine Pilzköpfe aus Holz - Loch gebohrt, eingeklebt - hält für immer. Und da Holz, kaum Propolis oder Wachs. Jeweils 2x am Seitenteil rechts von beiden Seiten, da kann man sie auch gedreht reinsetzen...


    Grüße

    :confused: Behandle jeden so, wie du selbst behandelt werden möchtest... :daumen: