• Hallo,



    meine letzte Varroabehandlung liegt 25 Tage zurück, vor dieser Behandlung hatte ich natürlichen Fall von 2 in 3 Tagen, wärend der Behandung 20 Milben.


    Jetzt nach 25 Tagen kontrolliere ich und habe 20 Milben natürlichen Fall.
    Gibts das, oder sind das noch Folgen der Behandlung vor 25 Tagen?
    Kann es sein, dass die Verdeckelungszeit der Arbeiterin durch die Kälte länger war?


    Kann eine Reinvasion für so eine hohe Steigerung verantwortlich sein?

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt

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  • Hallo !



    meine letzte Varroabehandlung liegt 25 Tage zurück, vor dieser Behandlung hatte ich natürlichen Fall von 2 in 3 Tagen, wärend der Behandung 20 Milben.


    Jetzt nach 25 Tagen kontrolliere ich und habe 20 Milben natürlichen Fall.
    Gibts das, oder sind das noch Folgen der Behandlung vor 25 Tagen?


    Hmmm, Du muß uns schon sagen was genau ist.


    Varroabehandlung ? Welcher Art ?
    Natürlicher Fall ? In welchem Zeitraum ? 25 Tage / pro Tag ?


    .....


    Sorry, aber Du möchtest Fragen beantwortet haben ....


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Vor 25 Tagen habe ich 4 Tage lang mit AS behandelt, davor hatte ich einen natürlichen Totenfall von 2 Milben in 3 Tagen.
    Während der Behandlung 20 Milben pro Tag als Folge der AS.


    Nach 21 Tagen müssten ja auch die Eier vom Zeitpunkt der Behandlung geschlüpft sein, und die Milben dieser Brut ausgeräumt, d.h. ich kann jetzt wieder kontrollieren und davon ausgehen, dass es sich um einen natürlichen Totenfall handelt, da hab ich jetzt 20 Stück in 1,5 Tagen. Das kommt mir sehr viel vor. Jetzt frag ich mich, ob dieser natürliche Fall von 20 Stück in 1,5 Tagen tatsächlich "natürlicher Fall" ist oder ob das nicht doch Folgen der Behandlung von vor 25 Tagen sind, weil mir so eine Steigerung sehr viel vorkommt.


    Daher frag ich mich, brauchen die Bienen länger um aus den geschlüpften Zellen tote Milben auszuräumen?
    Kann die gesamte Entwicklungsdauer der Arbeiterinnen aufgrund des klaten Wetters länger als 21 Tage dauern?
    Oder kommen beide Faktoren zusammen? Das würde dann erklären warum nach 25 Tagen ein möglicherweise vermeintlicher, relativ hoher "natürlicher Fall" von 20 Milben in 1,5 Tagen ist. Wenn beide Faktoren zusammenkommen wäre ich schon bei, so glaube ich, bei 22-23 Tagen und dann könnte ich den jetzt natürlich gezählten Fall von 20 Milben in 1,5 Tagen auf die Behandlung mit AS von vor 25 Tagen zurückführen. Ich wäre dann etwas beruhigter und könnte meine 2te Varroabehandlung nochmals überdenken.


    Ich kann mir nämlich schwer vorstellen das die Ursache für diese starke Steigerung eine Reinvasion ist.
    Daher auch die Frage, wie hoch, wie stark kann eine Reinvasion ausfallen?


    Schlussendlich muss ich ja entscheiden, ob ich nochmal behandle oder nicht, und ich würde diese Entscheidung relativ rasch treffen, auch vor dem Hintergrund des schlechten Wetters, ab heute würde sich ein meteorologisches Zeitfenster bis Sonntag aufmachen, indem eien Behandlung mit AS machbar wäre.

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt

  • Bei kühlerem Wetter heizen die Bienen mehr, die Temperatur des Brutnestes ist immer gleich, d.h. auch die Entwicklungszeit von Ei bis Biene sollte immer gleich sein.
    Daran kann es also nicht liegen.


    Allerdings hatte ich letzten Herbst die gleiche Beobachtung gemacht, dass nach der Behandlung und 3 Wochen warten offensichtlich deutlich mehr Milben auf natürliche Weise fallen, als vor der Behandlung.
    Mir wurde das so erklärt, dass die Bienen während der Behandlung entweder durch geringere Außentemperaturen oder tatsächlich wegen der Behandlung weniger brüten (das Brutnest schrumpft), und nach der Behandlung dann wieder das Brutnest ausweiten.
    Damit werden auch die toten Milben in nicht genutzten Zellen zunächst nicht ausgeräumt, wenn dann aber wieder das Brutnest vergrößert wird, putzen die Bienen die Zellen und werfen die toten Milben hinaus.
    Dadurch würden dann, wie beobachtet, auch nachträglich durch die Behandlung tote Milben fallen.


    Hört sich alles logisch an, ob es stimmt, weiß ich nicht. Vermutlich müsste man die Rähmchen nach 3 Wochen ziehen und die toten Milben aus den Zellen klopfen, um diesen Effekt auszuschließen... Da habe ich aber ehrlich keine Lust drauf :p

  • Schönen Abend,


    ich brauch noch ein paar Aussagen/Meinungen, könntihr bitte noch dazu schreiben!


    - Jetzt behandel, ja/nein


    - Ist dieser natürliche Totenfall von 20 Miben in 1,5 Tagen noch Folge der letzten Behandlung,
    oder hab ich wirklich so viele Milben im Volk?


    - Kann eine Reinvasion wirklich so eine Steigerung verursachen?

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt

  • Liebe Kollegen,


    folgendes habe ich zu berichten:


    Am Mittwoch abend habe ich mich entschlossen mit AS zu behandeln.
    Heute Freitag zähle ich 218 Milben auf der Unterlage.


    Muß wohl einen Nachbar geben, der die Varroabehandlung nicht im Griff hat.

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt

  • Hallo Franz,


    Hhm, 200 tote Milben nach/während der Behandlung sind nicht sehr viel. Die 20/d können auch ein zufälliges Ergebnis einer Putzaktion o.ä. sein. Der Bernhard hat hier ja schon detaillierte Milbentotenfallstatistiken gezeigt. Danach schwankt der Totenfall sehr stark. Wenn Du zufällig so einen Peak erwischt hast, dann sieht das alles dramatischer aus. als es ist.


    Gruß Jörg

  • Muß wohl einen Nachbar geben, der die Varroabehandlung nicht im Griff hat.


    Und von Anfang an solltest Du dir abgewöhnen, irgendwelche Nachbarn zu verdächtigen. In den meisten Fällen liegt das Problem näher als es einem lieb ist. :wink:

    Willst Du mit Nutzen Bienen züchten,

    So laß Dich erst wohl unterrichten,

    Wies Bienlein lebt, und was es liebt,

    Und was ihm Vor- und Nachtheil gibt;

    Dann handele weiter nur

    Gemäß der Bienennatur.

  • Und von Anfang an solltest Du dir abgewöhnen, irgendwelche Nachbarn zu verdächtigen. In den meisten Fällen liegt das Problem näher als es einem lieb ist. :wink:


    Glaub ich nicht, meine Behandlung hat funktioniert, ausserdem beklagen Vereinskollegen auch eine hohe Reinvasion.


    Auch wenns gut gemeint war, aber ich möchte nicht, dass mir Vorshriften gemacht werden, wie ich mit meinen Nachbarn umgehe.


    Ich bin zwar "jung" in der Imkerei, aber ansonsten erwachsen.


    Danke

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt

  • Bist Du da so sicher, daß deine Behandlung funktioniert hat? Und warum?


    Mit deinen Nachbarn darfst Du umgehen wie Du willst. Nur mit solchen Verdächtigen wäre ich vorsichtiger, weil sie in den meisten Fällen eben nicht zutreffen. Mehr wollte ich gar nicht sagen, und schon gar nicht "vorschreiben". War blöd formuliert.

    Willst Du mit Nutzen Bienen züchten,

    So laß Dich erst wohl unterrichten,

    Wies Bienlein lebt, und was es liebt,

    Und was ihm Vor- und Nachtheil gibt;

    Dann handele weiter nur

    Gemäß der Bienennatur.

  • Da hat der Bernhard recht.
    Wie so oft ist es einfacher, die Ursache außerhalb zu sehen.


    Den Erfolg der AS-Behandlung kann niemand sicher behaupten. Was sicher ist, sind die toten Milben auf der Schublade. Was man nicht an der Schublade sieht sind die lebenden Milben im Volk.


    Extremvarianten sind eben in alle Richtungen denkbar: gute Wirkung, wenig Milben auf der Windel und wenig im Volk oder eben schlechte Wirkung, gleiche Fallzahl aber noch viele drin.


    Gib mal als Suche ein "Reinvasion von innen" und lies...

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • N'abend zusammen,


    ich habe gerade ein paar (mir verdächtige) Völker durchgeguckt. Durch meine Fütterung in den letzten Tagen sind die Brutnester scheinbar komplett verhonigt. Das zwingt sie sicher zu einem Lege-/Brutstopp. Also erwarte ich in den nächsten 14 Tagen purzelnde Milben...


    Die Behandlungen vom Anfang der Wochen zeigen bei mir (meinen Bienen) bisher nur geringe Milbenzahlen, kein Vergleich zu 2012.


    Gruß Jörg, guter Hoffnung