Wie lange bleibt eine Buckfast im Carnicarevier eine Buckfast

  • Hey Leute,
    Ich war teilweiße erfreut von einigen Aussagen und grunderschüttert von anderen.


    ...
    Einen weiterhin hoffentlich noch schönen Abend


    -Thomas


    HAllo Thomas,


    danke für Deinen wohlwollenden und erfrischend toleranten Beitrag, den für für gzut heiße.


    Dennoch muss ich Dich der Wahrheit halber aus einem Traum reißen, mit einigen wenigen, wahren Anmerkungen:


    1. Imker sind (wie andere Züchter) tatsächlich "Rassisten". Das müssen sie auch sein: Vermehrung des Stärkeren und Liquidierung des genetisch Schlechteren. Dies nennt sich Zuchtfortschritt. Und wo wären wir heute ohne diesen? Bei einer aggressiven Biene und wenig Honig!


    2. Die Biene ist (auch) ein Wirtschaftsgut.


    3. Keine Honigbiene kann auf DAuer in Deutschland in totaler Wildnis mehr existieren. Imker und Biene brauchen einander.


    4. Die Gefahr der intraspezifischen Homogenisierung ist menschengemacht und nicht im Sinne der Natur! Artenvielfalt heißt Diversität, und gerade NICHT ein heilloses Mischmasch.


    Gruß
    KME

  • Also Ihr seid ja drauf.


    Die Frage heisst doch "Wie lange bleibt eine Buckfast im Carnicarevier eine Buckfast". Die einzig richtige Antwort ist: "Ihr Leben lang".
    *duck und weg*

  • Wer so handeln will wie es die Natur explizit NICHT vorgesehen hat kann das ja tun. Und alle anderen die mit einer Wald und Wiesenmischung leben können würden auch glücklich sein. Reinzuchtkönigigen kann man sich für seine persönliche Bereicherung ja jederzeit anschaffen.


    Hallo Thomas,


    woher sollen die Reinzuchtköniginnen denn in naher Zukunft kommen, wenn überall sämtliche Bemühungen zunicht gemacht werden, die Rasse rein zu erhalten :confused:


    Künstliche Besamung hat ja mit "Natur" auch nicht sonderlich viel zu tun. Vor allem wenn man bedenkt, dass in freier Wildnahn gerade mal jeder hundertste Drohn zum Stich kommt, wenn überhaupt.


    Gruß Sven

  • Hallo Thomas,


    woher sollen die Reinzuchtköniginnen denn in naher Zukunft kommen, ......


    GAnz einfache Antwort: von den vielen Belegstellen, die uns mit (praktisch) reinem Material beliefern.


    Was schätzt Du wieviel RZ-Königinnen jährlich in Deutschland produziert werden? 50.000? 100.000? 200.000?


    Dies wäre in etwa realistisch. Das ist doch schon viel, oder?


    Gruß
    KME


  • Was schätzt Du wieviel RZ-Königinnen jährlich in Deutschland produziert werden? 50.000? 100.000? 200.000?


    Hallo Kai, wie kommst du auf diese Zahlen. Eine schnelle Suche bei google hat mir Zahlen von ca. 10000 Inselköniginnen + 3000 Handbesamungen in 2004 geliefert. (Büchler, Moritz und Tieseler)


    bis zu 200.000 ist da noch ein langer Weg. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass in den letzten 10 Jahren wieder mehr geimkert wird, erscheint mir deine Schätzung doch als sehr hoch.


    Gruß
    Ludger

  • Hallo,


    kam für Karl Kehrle die Carnica in Frage? Wenn nein, dann ist die Frage beantwortet.


    Belegstellen, künstl. Zucht und der Neukauf sind Alternativen.


    Alles andere ist Landbiene, mit seinen Folgen und Eigenschaften. Es ist dann keine reine Buckfast mehr.

  • Ich hab' da mal ein Bißchen Statistik betrieben: Ich habe mir die Frage gestellt, ob nun Carnica-Haltern ihre Carnica vielleicht wichtiger ist, als den Buckfasthaltern ihre Buckfast.


    Ich habe mir die Signaturen und die Usernamen hergenommen. Was glaubt Ihr, wieviele User mit Buckfast darauf Wert legen und unbedingt zum Ausdruck bringen wollen, daß sie diese Biene Halten? Ist das nicht auffällig? Und dabei ist noch nichtmal wichtend eingerechnet, daß es wesentlich mehr "Nicht-Buckfast-Halter" gibt. Sonst wär es wohl auch nichts Besonderes.


    Warum legt man als Buckfastimker einen so gesteigerten Wert darauf, daß andere das Anders-sein-(wollen) auch mitkriegen? :roll: Eitelkeit? Extrovertiertheit?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ne F1 kann ein sehr gutes Rennpferd sein.


    beehead


    Völlig richtig, nur: ohne Reinzucht wirst Du auch keine F1 mehr haben. Und auch keine F22!


    Übrig bleibt dann eine Fx-Mischbiene, wie man sie z.B. in Polen begutachten kann: stechwütig, schwarmwütig, Honigertrag: 3kg im Jahr bei bester Trachtvoraussetzung.


    Gruß
    KME