Dadant: Varroa-Einschub nass nach Bienenfütterung

  • Hi,


    auch hier wieder: Imkerpate hat kein Dadant, deshalb bin ich etwas aufgeschmissen:


    Ich habe am Montag mit der Wintereinfütterung begonnen. Ich habe zwei Völker, eins sitzt auf etwa 11 Waben, eins fast auf 12.


    Beide Völker stehen nebeneinander, gleiche Flugrichtung.


    Beide Völker haben am Montag 7kg Zucker + 4,7 l Wasser (also 3:2) bekommen.


    Bei einem Volk war unter dem Aufstieg zum Adamfütterer schon gestern feucht. Heute habe ich wieder nachgesehen, da war es schon wieder feucht und macht schon Anstalten grün zu werden.
    ABER: Das ganze ist nur feucht, nicht klebrig oder zuckrig!



    Ich habe das Volk geöffnet, weil ich sehen wollte, ob der Fütterer tropft. Unter dem Aufstieg scheinen die Rähmchenoberteile aber trocken zu sein, auf keinen Fall so feucht wie auf dem Einschub. ABER: Nach nur zwei Tagen sitzt der ganze Fütterer voller Bienen! Alles ist voll... der Fütterer steht sehr eben, aber es sind noch vollflächig etwa 2-3 mm Sirup drinnen, daher ist alles verklebt.


    In dem anderen Volk, das eigentlich immer das stärkere war, sind noch überhaupt keine Bienen im Fütterer, die sitzen alle noch in dem Aufstiegstdom und mümmeln vor sich hin.



    Was denkt ihr, was passiert ist?


    Kann das schwächere Volk doch schneller Futter abnehmen?
    Sind die nur schneller, weil der Fütterer evtl. undicht war? (ist einer von Weber, also schon fertig abgedichtet gekauft und nix selbst gebastelt)
    Was würdet ihr mir raten?


    Die Einschübe einfach raus machen, die Bienen Anfang nächster Woche weiter einfüttern und keine Gedanken machen?



    Danke für eure Hilfe!

  • Hallo Marcel,


    warum soll das ein Dadant-spezifisches Problem sein. Solche Fütterer gibts für alle Systeme und wenn dein "Pate" wirklich WILL dann hilft er dir auch.


    Ansonsten kann sollte beim Adamfütterer der Abstand des Abdeckdoms eher knapp gehalten werden um solche unangenehmen Effekte zu vermeiden (Bienen im Sirup). Erst freigeben, wenn er von den Bienen endgeerinigt werden soll.


    Die Feuchtigkeit ist schlicht Kndenswasser. Läßt sich nicht ganz vermeiden.


    Gruß
    Reiner


    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo
    Dass die Varroa-Schubladen beim Einfüttern feucht werden, ist vollkommen in Ornung.
    Im Volk entsteht-gerade beim Füttern- ja ein enormer Wasserüberschuss, der wird von den Bienen an die Stockluft teilweise abgegeben und kondensiert an den kältesten Stellen.
    Daher: Raus mit den Einschüben, sofern Du sie zur Varroa-Zählerei nicht unbedingt benötigst.
    Bei Mir sind die nur 5-6 Tage/Jahr drin.
    Ähnliches Phänomen auch oben auf den Oberträgern.
    Aber normalerweise absolut nicht schlimm, und nur bei Fütterung zu bemerken.
    Dass ein Volk schneller den Trog geleert hat als das andere, ist auch normal und hat mit der Volksstärke nur bedingt etwas zu tun; Räuberei mal ausgeschlossen.
    Wenn dir die Bienen zu "früh" in den Fütterer steigen, kannst Du die Höhe des Dingens, welches den Aufstieg abdeckt, mit den vorhandenen 4 Schrauben korrigieren.
    Je weiter du sie reindrehst, desto schmaler wird der Schlitz zum Futter abnehmen, und desto später kommen Bienen in den Trog. Dass Bienen überhaupt in den Trog gelangen, ist systembedingt und durchaus auch so gewollt.


    reiner : Sorry, Du warst schneller!

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Ist bei mir auch gerade so mit nassen Einschüben obwohl ich momentan nicht füttere, da starke Tracht herrscht.

  • Danke euch, dann bin ich schonmal beruhigt.


    Was mir noch nachträglich aufgefallen ist: Bei der Beute, die innen feucht ist, ist der Varroa-Einschub sehr gerade
    Bei der anderen ist der krumm und halt relativ große Lücken.


    Ich denke, dass dadurch in zweiterem Fall eine bessere Lüftung herrscht und es dadurch zu keiner Kondensation kam!

  • Da gebe ich Bernhard recht.
    Wenn es allerdings ein großes Volk ist, ist das nur vorübergehend feststellbar.
    Meiner Meinung nach ist die Portion auch eine gewaltige. Macht dann eben auch gewaltig Wasserüberschuss.
    Der kleine Hobbyimker vermeidet das, indem er die z.B.nochmal auf zwei Einzelgaben aufteilt mit Abstand.
    Ich bevorzuge bis zu maximal 5 kg Sirup pro Fütterung. Meist geb ich die zu Beginn und dann nochmal immer so 2-3.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Beobachte mit Sirup gerade dasselbe Phänomen. Die ölgetränkte Küchenrolle auf dem Schieber war bei allen Völkern sogar verschimmelt und zwar schon recht erheblich. Das habe ich außerhalb der Fütterungsperiode noch nicht gehabt.

  • Danke euch auch noch!


    Ich hatte bisher nur vor der Behandlung 1:1 zum bauen aufgefüttert... 2x je 6 kg.
    Den Rest wollte ich über 2-3 Portionen geben, habe allerdings auch offen gestanden noch nicht gewogen.


    Zur Sirup/Zuckerwasser:


    Der Imker, von dem ich meine Ableger habe, imkert nach Naturland-Kriterien.
    Abgesehen von der letztendlichen Zertifizierung wollte ich auch diesen Richtlinien entsprechen, ausschließlich aus diesem Grund füttere ich mit (Bio-)Zuckerwasser und eben nicht mit Sirup.




    Zum Thema nur vorübergehend:
    Das dahte ich mir bereits. Allerdings ist durch die Feuchtigkeit der eine Einschub auch schon leicht angeschimmelt, da überlege ich mir jetzt, ob ich einfach einen neuen brauche....