Warnung

  • hier eine aktuelle Info des DBIB


    Die Kirschessigfliege ist dieses Jahr ein großen Problem für den Weinbau im Süd-Westen. Das ging gestern aus einer sehr kurzfristig einberufenen Sitzung des MLR im Freiburger Weinbauinstitut hervor!


    Ob es zu einem Flächenübergreifenden Einsatz von SPINTOR


    http://www.dowagro.com/de-de/d…dukte/insektizide/spintor


    oder auch in Kombination mit Combiprotec,


    http://www.dedetec.de//pages/kirschessigfliege.php


    kommen wird, ist zwar zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht 100%tig sicher, doch die bisherigen Erfahrungen und der aktuelle Befall in den frühreifen Traubensorten lassen überhaupt nichts gutes hoffen.


    Der gesamte Weinbau im Süd-Westen ist akut gefährdet.


    Um mögliche Bienenvergiftungen zu vermeiden, wird allen Wander-Imkern mit Winterständen in der Nähe von Weinbergen geraten, ihre Bienenvölker so weit dies noch nicht geschehen ist, so lange an den Waldtrachtstandorten zu belassen, bis die Traubenernte abgeschlossen ist, oder auf andere Standorte auszuweichen.


    Für bereits getätigte Wanderungen in diese Gebiete ist es sehr ratsam, aus Vorsorge zum Schutz der Bienenvölker, an alternativ Standorte auszuweichen.


    Diese Empfehlung ist daher begründet, weil es nicht ganz auszuschließen ist, dass Bienen (je nach Witterung) den durch Kirschessigfliegen-Befall vermehrt hervorgerufenen austretenden Traubensaft anfliegen können und es somit bei Einsatz des Zugelassenen B1 Mittels nicht gänzlich auszuschließen ist, dass es zu möglichen Vergiftungen kommen kann.


    Die Winzer werden zwar Aufgerufen die Ausbringung in die Abendstunden zu verlegen, doch ist es dennoch nicht ganz auszuschließen, dass es zu Schäden kommen kann. Daher ist diese Empfehlung als reine Vorsichtsmaßnahme zu betrachten.


    Wir Imker sollten das gute Verhältnis zum Weinbau nicht unnötig belasten und helfen diese Empfehlung wo immer es geht umsetzen.


    Wir bitten alle Beteiligten diese Info allen Betroffenen Imker-Kolleginnen und Kollegen weiterzuleiten und aktiv Mithelfen mit den Schanden so gering wie möglich zu halten.


    mit freundlichen Grüßen


    Christoph Koch


    Landesgeschäftsführer des DBIB für Baden-Württemberg


    Karl-Friedrichstr. 15
    D 77728 OPPENAU
    Tel.: 07804 3589
    Fax: 07804 2192
    E-Mail: christoph.koch@berufsimker.de 
    www.berufsimker.de

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Gerade erhalte ich vom Landratsamt folgenden naiven Hinweis bezüglich der Kirschessigfliege im Weinbau. Wann und ob ist dem Schreiben nicht zu entnehmen


    "Zur chemischen Bekämpfung ist nur das Pflanzenschutzmittel SpinTor (Wirkstoff: Spinosad) zugelassen. SpinTor ist als bienengefährlich (B1) eingestuft. Dies gilt auch für die nach § 22 (2) genehmigte Anwendung mit reduzierter Aufwandmenge mit dem Zusatzstoff combi-protec. Die Mittel dürfen insgesamt sechsmal, im Abstand von sieben Tagen angewendet werden."


    Die Imker werden aufgefordert ausreichend Abstand zu halten. Wie viel ist ausreichend. Wohin soll man im Weinbaugebiet mal kurz für 2 Monate hinwandern? Man hat ja gewarnt. Sind mal wieder selber Schuld die Imker.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Ja,
    hier auch.
    Die Spritzhelikopter sind schon unterwegs und hinterlassen weiße Schlieren auf allem, was ihnen im Wege steht.
    Da es immer mal regnet, müssen sie halt öfter aufsteigen.....

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • es geht auch anders:


    http://www.lahrer-zeitung.de/i…d0-b25d-2728d0ecf8e5.html


    mal sehen was sich durch setzt


    ist wie beim Maiswurzelbohrer seiner Zeit


    mit einem kleinen Unterschied


    wir sind jetzt gewarnt


    Damals hat man uns ins offene Messer laufen lassen


    Im Gegensatz zu unseren Kollegen im Elsass


    Die waren seiner Zeit gewarnt gewesen


    doch das haben wir auch erst später heraus bekommen


    also gebt diese Info bitte weiter wo immer es geht!


    Es wissen scheinbar nur die wenigsten von der Gefahr!

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • In Graubünden haben die Imker jetzt Probleme
    Aus http://pod.drs.ch/regionaljournal_gr_mpx.xml
    Zitat: 03.10.2014 18:15
    Um ihre Ernten vor der Kirschessigfliege zu schützen, spritzen die Weinbauern seit drei Wochen Insektizide. Da parallel dazu überdurchschnittlich viele Bienenvölker verenden, vermuten die Fachleute, dass hier ein Zusammenhang besteht. Ein Imker prüft nun eine Anzeige gegen unbekannt


    Podcast dazu http://podcasts.srf.ch/world/a…enden_03-10-2014-1730.mp3

  • In Graubünden haben die Imker jetzt Probleme


    Anscheinend soll nun doch die Varroa und die Faulbrut schuld sein...
    http://www.20min.ch/schweiz/ne…n-Bienensterben--16958861
    Klar doch, bei tausenden von Bienen die sich mit Vergiftungserscheinungen am Boden winden....:roll:


    Und der Winzer soll gar nicht die entsprechenden PSM eingesetzt haben:
    http://www.praettigauerpost.ch…ienensterbens-ist-geloest


    Bei den Vergiftungen im Emmental in diesem Frühling (http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=41220) konnte im Kantonslabor in Bern kein Fipronil nachgewiesen werden, erst in einem spezialisierten Labor in D konnte der Nachweis erbracht werden...
    Da verwunderts mich nicht, wenn in Chur beim Kantonschemiker keine Insektizide gefunden werden... :roll:


    Meine Völker wurden zum Glück bis jetzt verschont obwohl im Flugradius zum Teil noch um die Mittagszeit gegen die Kirschessigfliege gespritzt wurde...und 3 Tage später wurde dann gewimmelt (Weinlese)
    na dann Prost :-?

  • Hallo hitch24!


    Bei deinem letzten Satz schüttelt es mich. Weinlese drei Tage nach der Spritzung. Die Winzer müssen panisch gewesen sein.
    Das Mittel SpinTor (B!, bienengefährlich) gegen die Kirschfruchtfliege hat eine Wartezeit von 14 Tagen. Zitat: "Die Wartezeit beträgt 14 Tage. Eine Ernte darf unter keinen Umständen vor Ablauf der Wartezeit erfolgen."
    Quelle: Landesbauernverband Baden-Württemberg http://www.lbv-bw.de/Achtung-K…MzU4MjEmTUlEPTU1NzEw.html


    Was sollen die Weinhefen nicht noch alles verdauen.


    Frost tötet die Kirschfruchtfliege. Zwei Wochen knackiger Frost wären im Januar nicht schlecht.


    Herzlicher Gruß
    Andreas

  • Ich habe Weinberge, die knapp 50 Meter neben meinem Stand beginnen. Die Winzer sind vernünftig, man tauscht sich aus. Mein Eindruck ist, die Herren machen sich ziemlich Sorgen. Nehmen wir nur mal den Trester - der soll nicht offen gelagert werden, weil die Fliege Eier darin ablegt. Und was passiert? Manche haben's immer noch nicht kapiert.


    Was mir dieses Jahr aufgefallen ist:
    Mai und Juni waren schon ziemlich viele Wespen da. Ich dachte schon: "Das wird heftig im Herbst..."
    Und im August / September war dann nix, man musste die Wespen suchen! Warum wohl?!


    Gruß Wolfgang

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  • Hallo hitch24!
    Bei deinem letzten Satz schüttelt es mich. Weinlese drei Tage nach der Spritzung.


    Bewilligt wurden die Mittel Spinosad und Pyrethrine. Die Absetzfrist beim Pyrethrine beträgt nur 3 Tage :roll:


    http://www.gr.ch/DE/institutio…lanzenschutzstrategie.pdf


    Am Stammtisch wurden die Winzer schon veräppelt mit dem Spruch: Er beginnt heute erst um 10:00 Uhr mit der Wimmlata (Weinlese) weil er noch um 9:00 Uhr gespritzt hat, das Spritzmittel muss noch ein wenig trocknen...
    Wärs nicht nicht so bedenklich wärs witzig...


    mit nachdenklichem Gruss


    Christian

  • Konsequenz: Keinen Wein mehr kaufen und allen Weintrinkern bei jeder Gelegenheit von dem Problem erzählen, immer wieder und immer wieder!!!
    Genau so, wie man einfach keinen Broiler aus dem KZ isst, und wenn er noch so lecker aussieht.
    (Im Hopfen werden allerdings auch Pestizide verwendet, aber sicher nicht so exzessiv wie im Weinbau.)

  • Also ich kaufe auch keinen Honig mehr und erzähle jedem bei jeder Gelegenheit von den Problemen die die Imker mit Spritzmittel haben.
    "Ironie wieder aus"


    Das es hier um eine Warnung geht, zitiere ich noch einmal aus dem ersten Posting von toyotafan:


    Zitat

    Wir Imker sollten das gute Verhältnis zum Weinbau nicht unnötig belasten und helfen diese Empfehlung wo immer es geht umsetzen.


    Wir bitten alle Beteiligten diese Info allen Betroffenen Imker-Kolleginnen und Kollegen weiterzuleiten und aktiv Mithelfen mit den Schanden so gering wie möglich zu halten.


    Beste Grüße
    Hartmut