Ein Bauchgefühl: Nicht mehr viel Zeit zum Behandeln und Einfüttern

  • Ich verlass mich auf den,https://m.youtube.com/watch?v=yvs-dvw2bg0 immer des Statisikgraffel :wink: <---- Bitte nicht so ganz ernst nehmen:daumen:


    Winter 2012-2013 Perfekt vorausgesagt, inkl. grüne Weihnachten und Ostereier im Schnee suchen


    Was die Statistiken in meinen Augen unbrauchbar machen ist der Fortschreitende Klimawandel.
    Ich bin jetzt zu faul nach zu zählen, aber in den letzten 15 Jahren gab es glaub ich in Deutschland 3-4 Jahrhunderfluten.
    Der CO2 Auststoss hat in den letzten Jahren exponentiell zugenommen.
    Es gibt viel viel mehr Starkwetterereignisse als noch vor 20 Jahren, allein die Zunahme schwerer Stürme und Unwetter ist immens gestiegen.
    10 Km von mir entfernt gab es vor 10 Jahren einen Tornado der in einer 100m Schneisse Dächer abdeckte.


    Wir leben aktuell in einer Warmen Epoche einer Eiszeit und was durch unser Handeln auf uns zu kommt, das Wissen wirklich nur die Götter.


    Allein die Häufigkeit der Meldungen " wärmster/kältester Tag sei Wetteraufzeichnung" lässt mich schon hellhörig werden.
    Daher halte ich mich an den alten Churchill "Glaube keine Statistik die du nicht selbst gefälscht hast" :wink:



    Viele Grüße,


    Maxikaner

  • Mein Nachbar hat gestern schon die Winterreifen aufgezogen, das ist ein untrügliches Zeichen für einen ganz frühen Winter! :lol:

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Hier herrscht gerade prächtiges Spätsommerwetter. Es gibt eine üppige Weißkleetracht. Die Bienen schleppen den Pollen ein wie verrückt und ich frage mich, ob es schlau war, schon mit dem Einfütterung zu beginnen.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich meine ja, weil sonst wären sie jetzt schon am hungern.


    Es gibt wie gesagt üppige Weißkleetracht. Ich hätte deswegen nach der Kornblume mit dem Einfüttern noch gewartet, weil die Milbenbelastung gering war. Das Wetter war nur zwischenzeitlich zu schlecht und ich hatte Sorge, dass es länger so bleibt und die Bienen später das Futter nicht mehr abnehmen.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Das kann ich leider nicht feststellen, weil die Futtereimer drauf sind. Aber genug um nicht zu verhungern ist es sicher. Ich ernte die Völker auch nicht so straff ab, dass ihnen gleich der Hungertod droht. Ist auch egal. Es ging mir ja nur um die düstere Prognose des Eingangsbeitrags, die ich so nicht bestätigen kann.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ja dieses "Endzeitgefühl des Imkerjahres" empfand ich heute auch sehr stark.
    Da sitze ich oft sehr lange direkt an den Fluglöchern und genieße das emsige Treiben. Schwarze, haarlose Bienen, die man nicht gerade als schön bezeichnen kann, fliegen auch bei kälteren, regnerischen Tagen auf Honigsuche. Sie kommen oft mit verschiedenfarbigen Pollen und mit vollem Honigmagen heim, stürzen entkräftet neben das Flugloch und krabbeln nach einer Pause in den Stock. Die Wächterbienen filzen jeden Besucher, wehren selten auftauchende Wespen ab und Jungbienen werden oftmals von mehreren Bienen auf dem Flugbrett genauestens untersucht.
    Alle Völker haben die Einfütterung hinter sich und auch dieses Stadium überlebt, was auch nicht immer selbstverständlich ist, hier gibt oder gab es auch in früheren Jahren bei vielen Imkern schon genügend Ausfälle, wenn man nicht zeitig oder falsch im Imkerjahr reagiert hat.
    Die AS Behandlung ist schon vor Wochen erfolgreich abgehändelt worden, die Wintervorräte sind eingelagert, nur der etwas penetrante Geruch der jetzigen Varroanachbehandlung wirkt etwas störend, vermittelt mir aber ein unwahrscheinlich gutes Gefühl für meine Bienen das bestmöglichste und zugleich das Richtige zu tun.
    Etwas Wehmut schwingt in meinen Gedanken am Bienenstand mit, aber ich kann es schon gar nicht mehr erwarten, wenn es im Frühjahr wieder zur Völkerexplosion kommt.
    Imkern ist doch etwas herrliches, zumindestens wenn man die vielen Probleme die unsere Imkerväter noch nicht hatten, gedanklich beiseite schiebt.

  • Ich habe heute auch die ersten Völker in Hernststimmung vorgefunden. Futter wird nicht mehr abgenommen, obwohl noch Platz dafür ist und der Vorrat auch noch nicht für den Winter reicht und die Brutnester befinden sich nur noch auf 2 Waben und sind recht klein. Die letzten Tage hatten wir nur Regen, am Tage so 14° und nachts 7-9°. Das ist Herbst und das Ende August. Nun soll es ja besser werden und ich hoffe, dass sie dann nochmals Futter abnehmen.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Uih, da würd ich aber Shiss kriegen irgendwie, nur 2 Waben-Brutnester jetzt?
    Ich hab gestern noch eins über 8 Dadantwaben sogar in 5,1er Zellen vorgefunden, davon zentral immer noch großflächig, nur jetzt oben etwas eingestaucht in der Form, dafür in die Breite nach rechts und links in der Beute gegangen, Fluglochnah 1 FW, fern 3. Da wünsch ich mir reichlich schöne Winterbienen raus!
    Und hier bei mir waren die Flugfronten voll mit Wolken weißgestreifter Springkrautbienen. Spätnachmittags duftet es nach Honig aus den Beuten.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Springkraut gibt es bei uns nicht oder kaum. Ich hoffe auch, dass das nur ein extrem ist, aber das gibt es und da wird es dann kritisch. An einem anderen Stand habe ich unter 20 Völkern eins, das jetzt noch auf 9 Waben von 10 Brut hat. Aber auch eine Ausnahme. Aber futter nicht mehr abnehmen ist für mich erfahrungsgemäß ein Zeichen von Herbst. Den meisten Völkern, die kein Futter mehr nehmen, habe ich aber auch schon früh (im Juli) gefüttert, denen fehlt nicht mehr viel zum Wintergewicht. Aber ich habe letzte Woche noch 3 Völker von einer Nachbar-Imkerin übernommen und die hat erst so um den 8. August angefangen einzufüttern. Das war an diesem Standort eindeutig zu spät. Ich hoffe, die kommen nochmal aus ihrer Herbst-Stimmung und nehmen noch was ab. Es soll bei uns ja nächste Woche nochmal schön und warm werden.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Ui,
    da hätte ich Bauchweh, wenn meine Völker jetzt kein Futter mehr nehmen würden. Eigentlich sind die Bienen raffgierig. Nur bei sehr tiefen Temperaturen und die haben wir gerade nicht, wird kein Futter aufgenommen.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol: