Ein Bauchgefühl: Nicht mehr viel Zeit zum Behandeln und Einfüttern

  • Mag sein, Molle, mag sein
    Und wenns so wäre, wäre ich froh. Aber noch zweifle ich.
    Es wird glaube ich, die höchste Zeit, wieder einmal Rachel Carson zu lesen.

    Freundlich winkend ...


    Michael

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Michael () aus folgendem Grund: Ein l zu viel

  • Keine Wespen? Dieses Jahr ist es bei uns besonders schlimm... Ich hab sogar ein Nest von letztem Jahr das wieder bzw. ich glaube immernoch bewohnt ist - hab ich bei Wespen noch nie gesehen.


    Was die Kraniche angeht, auf die kann man sich nicht mehr verlassen. Bei uns lebt seit letztem Herbst einer, der macht auch keine Anstallten jemals wieder das Weite zu suchen ;)


    Panik habe ich nicht, es ist der 23ste August, weder beginnt der Winter morgen, noch der Herbst. Es kann auch im Oktober durchaus nochmal 30 Grad warm werden.

  • Hallo Bernhard,
    wie kann man Wetter über so lange Zeit vorhersagen? Das ist mir ein Rätsel. Bei manchen Konstellationen sind schon drei Tage kritisch. Woher soll das Getier wissen welche stabilen Hochs und Tiefs sich in und vor Europa festkrallen. Die Wetterorakler haben einen Vorteil, die Leutchen haben ein schlechtes Gedächtnis. Redet man über das Wetter, die Bahn macht es nicht und die 68er auch nicht, ist man jetzt der Meinung im Mai war es zu heiß. Ups, meine Waage zeigt ganz andere Ergebnisse, kalt, Regen, nass. Die Imker bei uns sind der Meinung, wenn Bienen stark kitten, dann gibt es einen kalten Winter. Wer hört auf mich, dass das Kitten erblich bedingt ist, keiner. Wer hört auf mich, dass das Muten in der Imkerei und auch so Quatsch ist, keiner. Meine Kasandrarufe bleiben ungehört.


    Die USA können nicht als Beispiel genommen werden, durch die Gebirgsstellung ist der frei Durchzug der Wetterfronten kein Problem. Jetzt könnte ich auch noch sagen, warum wir die Varroastrategie nicht übernehmen können aber das wäre OT.


    Remstalimker,
    welcher gerne auch ein Guru wäre, von welchem die Leute seine Worte aufsaugen wie edlen Seim. Leider kann ich nur Honig liefern. In ihm liegt das Wetter gebannt, festgehalten. :lol::lol::lol:

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Stimmt, es ist ein sehr herbstlicher August. Die Hornissenvölker, die ich die letzte Zeit umgesiedelt haben, sind alle stimmungstechnisch im September. Sie kabbeln auch schon so untereinander, passt also alles in den "frühen Herbst". Wespen hier tw. arg heftig zu Gange, bei einem Imkerkollegen trugen sie sogar schon Brut aus dem Bienenvolk!! Das (eher konservative) "Varroawetter" empfiehlt sogar schon 85%ige für die aktuelle Wetterlage.


    Aber generell kein Anlass zur Panik - sowohl der September als auch der Okober bieten in "normalen" Jahren Behandlungsfenster und so wird in diesem Jahr wenn auch nicht mehr der August doch bestimmt der September noch Chancen bieten.
    Aber die Einfütterung sollte natürlich im Wesentlichen langsam durch sein...


    Melanie

  • Sehe ich genau so wie Melanie.
    Wir hatten hier aber auch schon einen September mit 10°C und ständigem Niesel, bei dem Behandeln oder Auffüttern so gut wie gar nicht funktioniert haben.


    Warten wir es mal ab. ;)
    Wenn der Herbst dann am Ende doch noch schön wird, dann freut's mich.
    Brauche auch mal ein paar schöne Tage ohne die Bienen ;)



    Grüße,
    Arnd

  • Aufm Springkraut sieht man die ersten fetten Hummelkö, eine war so fett, dass sie erstmal kämpfen muss, in die Blüte rein zu kommen. Bei vielen Blüten ist sie aber nur mitm Kopf reingepasst, aber sie blieb am Eingang ne weile Stehen, wahrscheinlich hat ihr langer Rüssel trotzdem den Nektar erreichen können.


    Hier war die letzte Zeit jeden Tag etwa Flugwetter, bei 16 bis 20°. Die Bienen haben viel Pollen vom Sprinkkraut, und Herbst-Löwenzahn eingeschleppt. Das ist ok so, Nektar brauchen sie nicht viel sammeln, da sie genug Futter von mir bekommen. Ich habe auch genug Goldrute, aber Bienen konnte ich nur an einem einzigen heißen un dschwülen Tag (30°) beobachten, sonst wird die Goldrute von Bienen nicht angeflogen.
    Vereinzelt wächst hier auch (Besen)Heide, die auch gut beflogen wird.


    Wenn das Wetter so bleibt ist es ok, wärmer wäre natürlich schöner, aber Hauptsache die erste Frost lässt gaaanz lange auf sich warten.

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Wir sind noch mitten in der Tracht und nach 2xTBE und sitz auf neuen Waben extrem tiefenentspannt.
    Die Ableger sind so stark, das sie das Futter für die Spätheimkehrer schon mit eingetragen haben.
    Wenn die heim kommen, dann häng ich nur noch Waben um und pack die Thymoltücher drauf.
    Noch ein bissl mit dem Heidehonig rumärgern :wink: und dann das WoMo reisefertig machen.

  • Ich sehe es wie Arnd. Erste Völker sind bei mir auch schon von der Brutnestgröße her "im Winter". Die Wirtschaftsvölker haben von dem gegebenen Futter gar nicht so viel selbst gebraucht wie sonst um die Zeit üblich, sondern schon viel eingelagert. Die Ableger müssen noch etwas zulegen. Meine Späten besetzen jetzt 7 Waben und sollten schon noch auf 10 Waben kommen. Habe aber auch ein Volk dabei, was von 10 Waben noch immer 9 mit Brut hat. Die wollen anscheinend gar nicht aus den Sommer.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • wie kann man Wetter über so lange Zeit vorhersagen? Das ist mir ein Rätsel.


    Statistik. Steht alles in dem Link, auch die Zusammenhänge und die Grenzen der Vorhersagen. Da ist nichts Rätselhaftes dran. :wink:

  • Zitat

    Statistik. Steht alles in dem Link, auch die Zusammenhänge und die Grenzen der Vorhersagen. Da ist nichts Rätselhaftes dran.


    Oh weh,
    kräht der Hahn auf dem Mist ändert sich das Wetter oder bleibt wie es ist. Jede Bauernregel ist da zuverlässiger. >Hallt der Donner durch den kahlen Wald, wird es bestimmt noch einmal kalt.< Der ausgefallenen letzte Winter, lies sich im Voraus kaum vorhersagen. Die Vorausschau im Internet und Fernsehen über 14 Tage lässt in der Spanne jedes Wetter zu. Die Vergesslichkeit der Menschen lässt solch Unsinn gedeihen.


    Remstalimker


    ich habe mit dem Schleudern endlich fertig.

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Ihr Lästermäuler,


    da muss ich Bernhard aber mal den Rücken stärken. Letztlich läuft die von ihm zitierte Seite darauf hinaus, die statistische Relevanz genau dieser Bauernregeln zu prüfen. Hat also nichts mit - der Vergesslichkeit der Menschen zu tun, ganz im Gegenteil, mit über lange Jahre erhobenen Meterologischen Daten. Wenn man sich die einzelnen Termine einmal genau anschaut, sind dort gerade die Häufigkeiten angegeben, mit denen z.B. eine Schafskälte, tatsächlich kälter ausfällt, als die Tage herum. Gleiches gilt für die kalte Sophie und ähnliche Bauernregeln. Die Seite hat keinerlei Anspruch darauf, für ein bestimmtes Jahr eine Aussage zu machen, sondern gibt typische Jahresverläufe wieder, mit denen man dann durchaus die Daten von berechneten Wettermodellem auf langfristige Plausibilität prüfen kann. Gerade wenn zwei Modelle unterschiedlich rechnen, hat man einen zusätzlichen Faktor, um eine - wenn auch unsichere - Prognose zu wagen.


    Gruß
    Ludger

  • Unabhängig der Vorhersagen, Vermutungen oder Statistiken muss ich doch eh damit zurechtkommen, wie`s kommt.
    Von daher bin ich auch entspannt, da Zustand nach TBE, fette Völker, fette Jungvölker, Behandlung abgeschlossen (bis auf einen frühen Schwarm, der mehr Befall hat).
    Sowieso mehr Völker als geplante Obergrenze, eine Umweiselungskönigin sollte noch ans Stiften gekommen sein, muss kontrolliert werden. Ein Frechdachs wird noch umgeweiselt mit der Brutscheune, und eine kleinere Einheit steht als Reserve oder Verstärkung,
    schaun mer mal.
    Alle haben Springkraut zur Verfügung und es fehlt kaum noch was zum Mindestgewicht.


    Trotzdem muss es nicht Spätherbst bleiben :-?

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper