Der Zuckerfilm - Zucker selber mischen im Test

  • Guten Tag,


    leider wurde dieses Thema trotz Ankündigung nicht weiter verfolgt; es fehlt wohl das Interesse. Da es in dem Thema gewünscht wurde und ich es zugesagt habe (ich halte Zusagen gerne ein), will ich auch hier den Film einstellen.


    Zur Erinnerung: von 1979 bis ca. 2005 fütterte ich stets mit selbst gerührtem Zucker ein, was ich in 2014 diesmal im größeren Maßstabe teste (600 kg Zucker; im Film Vermischen von 150 kg in 80 ltr Wasser). Der Zugang zu günstigem Zucker aus dem Großhandel (Direktimport aus Südamerika) macht's möglich. Nach Abschluss der Einfütterung wird sich zeigen, ob sich Selbermischen gegenüber Futtersirup "lohnt". Mehr Spaß bringt es auf jeden Fall, und die vorausgesetzte Kleckerei hielt sich bislang sehr in Grenzen. Was wegfällt, war die (bisher durchgeführte) Beschaffung der teuren Cubitainer mit Sirup und die Entsorgung derselben.


    Hier der Film in meinem Youtube-Profil: https://www.youtube.com/watch?v=yNFOzJIpGAE


    Allen Interessierten und Begeisterten wünsche ich kurzweilige 7 Minuten. Allen anderen sage ich nur: "Ja, Ihr habt Recht, und ich hab' meine Ruhe!" :cool:


    30 Min. nach Beginn der Aktion war der Zucker aufgelöst, und wenige Stunden später war die Lösung 2:1 kristallkar.
    Gruß
    KME

  • Wenn es weiterer Argumente gegen die Zuckerauflöserei bedurft hätte:
    "Nach einer halben Stunde war der Zucker aufgelößt" und ergab diese trübe Brühe, dann setzte sich der Rest ab und "wenige Stunden später war die Lösung 2:1 kristallkar".


    Gut daß es den Film gibt. Man neigt dazu die üblen Dinge im Leben zügig zu vergessen. Jetzt hab ich's mal wieder gesehen. (Wie die Plörre zu den Bienen kommt male ich mir aus und erfreue mich an den Kanistern.)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Achja, das läßt sich elegant lösen. Für die Regentonnen gibt es aber richtige Ablaßhähne, mit der richtigen Höhe, ließen sich die Kanister dann auch damit befüllen.


    Mir macht eher das Mischungsverhältnis von 2:1 Sorge, denn das gibt noch schneller Schleimpilze als bei der 3:1-Mischung. Die Bienen müssen das einmal angesetzte Futter zügig verarbeiten. Das erzeugt Feuchte im Bienenstock, da die Außenluftverhältnisse zurzeit ungünstig sind. Kühle Luft = weniger Fassungsvermögen für Feuchte. Außerdem: hohe Luftfeuchte schon draußen. Außerdem Kühle = Kondensation an den Beutenwänden. Das macht den Bienen das Verarbeiten (Trocknen und Fermentieren) sehr schwer. Zurzeit haben wir ja auch nicht mehr so die Bienenmassen wie im Juni, die Völker sind ja schon in der Abwärtsentwicklung und auch das ist nicht gerade förderlich für den Wärmehaushalt.

  • Hallo !


    Schöner Film.


    Ich gehe davon aus das Du wie Bernhard beschrieben hat einen ein Zapfhan dran ist.


    Das mit den Containern finde ich persönlich nicht so schlecht, die nehmen sie ja auch immer wieder zurück.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • leider wurde dieses Thema trotz Ankündigung nicht weiter verfolgt; es fehlt wohl das Interesse.


    ...das liegt vielleicht auch daran, dass die meisten Imker für sich schon ein Verfahren gefunden haben.


    Wir gehen so vor:
    a) heißes Wasser einfüllen
    b) komplette Zuckermenge zuführen (Wasser kühlt dann schnell ab)
    c) Tauchpumpe/Schutzwasserpumpe nicht ganz eintauchen. Sie sollte mind. 1400l/min haben mit Korngröße ab 8 mm
    d) keinen Schlauch an die Pumpe anschließen > Druckabfall. Abflussknick aus der Pumpe nach unten stellen = höchster Druck = beste Durchmischung


    Wir mischen unterschiedliche Dicken: (alle %-Werte sind ca. Angaben)
    Mischung sehr dickflüssig 71% = 1:2,5 - hält ewig
    Mischung dickflüssig 66% = 1:2 - hält ewig
    Mischung flüssig 60% = 2:3 - sollte in den nächste 3-6 Wochen gegeben werden
    Mischung dünnflüssig 50% = 1:1 - für Ableger, KS ....sollte sofort und in kleinen Mengen gegeben werden. Verdirbt schnell.



    Wir mischen selbst an, weil:
    - für uns kostengünstiger
    - weil wir dann 'flexibler' sind
    - die etwas Mehrarbeit steht für uns nicht zur Debatte. Die Pumpe läuft sowieso nebenbei.
    - der Kristallzucker kommt in Papiersäcke - ohne Folieneinlage
    - die direkte Kontaktzeit Bienenfutter >< Kunststoff können wir deshalb so gering wie möglich halten
    - bis jetzt kommen wir mit dieser Lösung besser zurecht als früher mit der Fertigware (lange Lagerzeit und Kontakt zum Kunststoffbehälter)


    Zudem haben wir keinen Abfall mit der Umverpackung der Gebinde, wie Karton/Foliensack/Eimer/Kanister/Cubitainer.
    Im übrigen: wir befüllen damit alte, äußerlich etwas unansehliche Honigeimer. Diese sind besser und schneller zu reinigen als Kanister. Wenn sich dort mal der Schimmel reingesezt hat, sollte man sie entsorgen. Honigeimer-Wände sind sehr, sehr glatt. Kanisterinnenwände sind dageben eine raue Wand. Dafür kann man sie besser tragen. Dafür ist das Sirup aus den Kanistern (früher) rausschütten etwas schwieriger.... da haben wir schon viel verplempert.


    Und das Selbstangerührte schlecht machen, ist nicht der richtige Weg, die Fertigware in den Himmel zu heben.
    Beide Lösungen haben ihre Vor- und Nachteile.


    Jonas

  • Mir macht eher das Mischungsverhältnis von 2:1 Sorge, denn das gibt noch schneller Schleimpilze als bei der 3:1-Mischung.


    3:1 ?
    Bernhard das wird nicht gehen bzw. ich hab's auch nie probiert.
    Bei 2,5:1 ist bei uns Schluss. Die Pampe wird bei 3:1 sehr, sehr dick und die Pumpe wird immer wieder ausschalten, weil sie zu warm wird (max. 35 Grad). 2,5:1 dauert schon recht lange bis diese Lösung fertig ist. Dafür hält sie dauerhaft - vergleichbar mit der Fertigware.


    Abfüllen wie Bienenknecht erwähnt, mittels Hahn an der unteren Kante des Mischbehälters.
    Kristallreste werden mit etwa warmen Wasser zum Schluss aufgemischt und als 1:1 an Ablegern verfüttert.


    Jonas

  • 2:3 ist Standard und ausreichend.

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Hallo KMF,
    Schöner Film,
    Er weckt bei mir Erinnerungen, Du hast Recht, wir werden immer mehr zu einer Weckwerfgesellschaft und versuchen uns auf kosten der Umwelt das Leben leichter zu Machen.
    Fast 30 Jahre habe ich den Zucker aufgelöst für die Bienen, eine Pumpe ? ,Muskel und Rührholz waren angesagt, bis zu 130 Völker wurde so versorgt.
    25 kg Säcke gab es nicht, 75 kg war der Zuckersack schwer, aufgelöst wurde im Verhältnis 3:2 , im meine 3 Teile Zucker, 2 Teile Wasser im kg. Verhältnis.
    Selber machen, oder zu mindest gemacht haben, dann weiß man auch ob es einen nennenswerten Bodensatz gibt, und ob die so genannte Brühe am nächsten Tag trübe ist oder nicht .
    Ich weiß es.
    Andersdenkende, fühlt Euch bitt nicht auf den Schlips getreten, es sind eben nur mal so Erinnerungen.


    Gruß Jürgen

  • Den Einwurf mit der trüben Brühe, wo sich dann anschließend was unten absetzt und sie deshalb klar wird,
    denn muss ich auch entkräften:


    Man sieht das sehr gut in kleinen Gefäßen/Portionen 3:2, nach Rühren keine Zuckerkristalle mehr in dem Sinne sichtbar, auch nichts, was absinkt. Dann wirkt die Lösung aber immer noch milchig, und wenn man dann noch ein halbes Stündchen wartet, dann ist sie auf einmal klar und unten ist in diesem Falle nichts abgesetzt. Echt nicht.


    Marion,


    die das Video nicht anklickt, weil sie Auffallen mit allem und jedem nicht unterstützen wird

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo


    ich möchte hier ausdrücklich die Beiträge von Jürgen und Marion bestätigen, das nach dem Mischen von Zucker im Verhältnis 3 : 2 aus der trüben Brühe in kurzer Zeit eine klare Flüssigkeit wird und ohne Bodensatz.


    Lieber Jürgen, die 75kg Säcke mit Zucker kenne ich auch noch, das waren noch Zeiten.


    Dem Kai kann ich bestätigen das seine Technik gut funktioniert, weil ein Imkerkollege das seit Jahren so macht und ich im Kleinen auch, also zum Nachfüttern.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • 3:1 können die Bienen doch gar nicht mehr richtig invertieren...


    Nicht umsinst gilt: fürs Bauen im Sommer 1:1; zum Einfüttern im Winter 3:2


    Was geht ihr da immer dran rumwerkeln, an dem Mischungsverhältnis...


    ...mir geht es um die techn. Machbarkeit einer Zuckerlösung.
    Was man damit später macht, ist eine gänzlich andere Sache.
    Und mir geht es um eine stabile Zuckerlösung die auch b.B. als Restmenge länger hält.
    Bei 3:2 ist das etwas problematisch. Das entstehen schon mal Schlieren und Fäden.
    Dafür ist mir mein Zucker einfach zu teuer.


    Machst Du KS im Herbst?
    Bekommen die alle bei Dir 3:2?
    Bei mir bekommen alle KS kontinuierlich eine 1:1 Lösung.
    Und das gilt dann bei mir auch als Winterfütterung.
    So einfach eine Pauschale hier machen: Sommer dies, Winter das, kann ich nicht unterschreiben.


    Jonas