Bienen im Zuckersirup

  • Schönen Abend,


    nachdem heutigen Auffüttern sind cirka 15 Bienen in den Zuckersirup (7 Liter, 1:1).
    Ich habe vergessen sie zu entfernen, weil ich abgelenkt wurde, erst zuhause ist es mir wieder eingefallen.


    Nun mach ich mir Sorgen!
    Kann Hefe ins Zuckerwasser kommen und zu gären beginnen?
    Koten die Bienen im Sirup beim Sterben ab und können Nosemasporen oder sonst irgendwas den Sirup kaputt machen und als Sporenschleuder wirken?


    Hat wer Erfahrungswerte?


    Danke

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt

  • Nun mach ich mir Sorgen!


    Die Sorgen sind unbegründet. Bienen kommen immer wieder mal in Futtertrögen ums Leben. Die Völker werden in 2-3 Tagen den Futtertrog leer gefressen haben. Man macht den Futtertrog sauber und gut ist es.
    Gefahr gäbe es nur, wenn viele Tage das Futter im Futtertrog stehen würde, dann beginnt es schon mal zu gären.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo,


    das seh ich auch so, 7 Liter 1:1 ist ne Menge mit geringerer Konzentration,
    hätten wir aktuell das Wetter, wie es sich für Mitte August gehört,
    dann kann das nach 3 Tagen angegammelt sein. Schleimhefen, Gärung etc.


    Warum 1:1?


    Vom Sirupfüttern will ich gar nicht anfangen aber man nimt zum einfüttern besser 3:2 beim Selbstmischen.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Ves, 1 zu 1 nimmst du wenn du willst, dass die Bienen bauen. Zum Einfüttrrn nimmst du wie Marion schon sagte dickere Lösung oder besser Sirup.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Ja, vor allem, weil der "natürliche Nektar" jetzt im Spätsommer in der Natur reinkommt...


    Die Bienen sammeln im Frühjahr und im Frühsommer ihren Nektar und haben den ganzen Hochsommer mit hohen Außentemperaturen lang Zeit, den Nektar ordnungsgemäß zu trocknen und zu fermentieren.


    Jetzt im Spätsommer haben sie diese Zeit nicht mehr und auch nicht die Außentemperaturen dazu. Das führt zu einer unakzeptabel hohen Luftfeuchte innerhalb des Bienenstockes, was zu Krankheiten führen muß, wovon Pilzkrankheiten an erster Stelle stehen. (Feuchte und Schimmel liegen eben nah beieinander.)


    Deswegen wird zur Auffütterung möglichst dicker Sirup verwendet. Sirup ist ungleich Zuckerplörre. Sirup ist quasi schon fertig zum Einlagern. Wenn schon Zuckerplörre, dann 3 Teil Zucker: 1 Teil Wasser. Dann müssen die Bienen sich weniger abrackern, um das Futter zu trocknen, die Bude bleibt schön trocken und das Futter und die Brut bleiben schimmelfrei.


    Ich glaube kaum, daß jemand 1:1 als Winterfutter gelehrt hat - das wurde sicher falsch verstanden. 1:1 kommt üblicherweise zur Ablegerfütterung im Frühjahr zur Verwendung.

  • Danke für die Info. Doch wurde so gelehrt, zumal ich letztes Jahr (mein erstes Jahr) eine 2:1 Mischung verwendet hatte und mein Pate mich im nachhinein dahingehend korrigiert hatte.
    Die dickere Lösung halte ich aber auch für plausibler.

  • 2:1 geht doch gar nicht, wie ich gelernt habe... Ich dachte 3:2 ist die zuckerhaltigste Lösung, die man gerade noch ohne Erhitzen hinbekommen kann...??

  • Hallo Chris,


    wer lehrt denn so was? Wenn ich Zucker mische (erstmals in 2014 wieder in größeren Mengen - heute kommt eine Lieferung mit 600 kg), dann immer im Verhältnis 2:1, also z. B. 8 kg Zucker auf 4 ltr Wasser.
    Erhitzen muss man da nicht viel; es reicht warmes Wasser aus der Leitung.
    Gruß
    KME

  • Zitat

    dann immer im Verhältnis 2:1, also z. B. 8 kg Zucker auf 4 ltr Wasser.


    Wer lehrt denn sowas? Immer diese pauschalen Aussagen....


    Zitatbeginn:
    Während als Reizung eine Zuckerlösung im Verhältnis 1:1 am besten wirkt, sollten Sie für die Wintereinfütterung eine höhere Konzentration wählen. Als günstig hat sich das Verhältnis von 3:2 erwiesen. Der geringere Wasseranteil macht es den Bienen leichter, die Lösung schnell zu invertieren. Außerdem ergibt diese Konzentration am Ende mehr Futter....
    Das Verhältnis von 2:1 sollten Sie nur in Ausnahmefällen wählen, um Zeitverzug bei der Wintereinfütterung aufzuholen.
    Zitatende


    Zitiert aus 300 Ratschläge für den Freizeitimker von Claus Zeiler.


    Ich habe das damals so gelernt, zumindest wenn man Spättrachten nutzt. Macht man das heute anders? Könnte sein, in Zeiten wo man um jeden Preis auffallen möchte, da ändert sich so manches.
    Kai, entferne bitte Deinen Werbeavatar.


    Danke und beste Grüße
    Hartmut


  • Zitiert aus 300 Ratschläge für den Freizeitimker von Claus Zeiler.
    Ich habe das damals so gelernt, zumindest wenn man Spättrachten nutzt. Macht man das heute anders? Könnte sein, in Zeiten wo man um jeden Preis auffallen möchte, da ändert sich so manches.


    Ja natürlich kann man das so machen, 10 Imker, 11 Meinungen. Ich bin nach vielen Jahren und Versuchen mit 1:1, 2:1 und 3:2 (letzteres lehrte glaub ich auch Schundau, den ich sehr ehre), doch bei 2:1 geblieben.



    Kai, entferne bitte Deinen Werbeavatar.


    Danke und beste Grüße
    Hartmut


    Diese Aufforderung scheint ja nur für mich zu gelten? Wenn das so wäre, würde ich es ungerecht finden, denn andere haben sogar ihren Link im Footer (z. B. Hymenoptera).


    Gruß
    KME


  • Letztens ist mir alles angetrocknet, darum jetzt 1:1, ausserdem löst er sich 3:2 nicht, zumindest bei mir.

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt