Wer hat Gerstung-Beuten im laufenden Betrieb?

  • hallo Bienenhäusler,
    ich hänge in den ersten Honigraum (1/2 Zander) über Dadantbrutraum Naturwaben Drohnenbau. Der wird oft nicht voll getragen und "könnte" schwarmdämpfen wirken.:lol: Es spielen aber noch andere Faktoren mit, deshalb sind Studien zu machen mit meine Völkern schwierig.:lol: Dieses Jahr war es halt die Himmelsrichtung auf dem Wanderwagen oder war es die Höhe des Flugloches über dem Boden? Spielte allerdings bei der anderen Flugrichtung keine Rolle. Als Behaupter hat man es leichter.
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Wie das Brutnest aussieht und welche größe es hat hängt in erster Linie von der Volksstärke und der legeleistung der Königin ab, sag ich mal als Behaupter:wink: Es gibt durchaus Völker die über zwei Zanderbruträumen auch noch die hier sogenannte Reizzone bilden, das kann aber auch die Ursache haben das manchmal das gesamte Brutnest hochrutscht und der untere Brutraum dann mit Pollen angetragen wird.
    Gruß Hermann

  • Moin Kalli,
    danke für die Blumen. :p_flower01:
    Erzähl mal der Gemeinde von deinem Bienenjahr mit der Gerstung-Golz-Beute!
    Was meinst du mit "...besser führen..."?
    Den Vergleich Gerstung-Kuntzsch hast du mir voraus...:oops:


    Gerne Gerne haste dir verdient ;)
    Also wenn dann möchte ich erst nächstes Jahr nach einem kompletten Jahr mit den beiden Beuten davon erzählen. Ich hab ja erst Ende Mai die beiden Völker angefangen selber und alleine zu führen. Vorher zwar immer bei der Patin dabei gewesen aber das dann doch was anderes.

  • Hallo,
    Zur Rähmchen(aus)nutzung möchte ich mal ein paar Wabenbilder beisteuern.


    Die ersten 3 Bilder zeigen verschiedene Gerstung-Hoch-Rähmchen vor dem Einschmelzen. Jedes dieser Rähmchen durchlief im Jahresverlauf das gesamte Brutnest von der vorderen Pollenwabe zur hinteren und wurde während dessen mehrfach bebrütet. Der "Durchlauf" kommt bei mir durch die wabenweise Bauerneuerung zustande, bei der immer an der Pollenwabe eine Mittelwand gegeben wird. Dadurch schiebt man quasi im Jahresverlauf alle alten Brutwaben aus dem Brutnest heraus.
    Jede der gezeigten Waben war also auch mal Zentrumswabe des Brutnestes. Auffällig ist, dass selbst zu Zeiten größter Brutnestausdehnung der obere (helle) Teil der Wabe unbebrütet bleibt.



    Das nächste Bild zeigt eine Gerstung-Wabe, die noch nicht eingeschmolzen werden muss und noch als Erweiterungswabe dienlich werden kann.



    Die folgenden 3 Bilder zeigen bebrütete Waben im DeutschNormalmaß-Hochformat.
    Diese Waben haben ihre Position im Jahresverlauf nicht geändert. Auch ist keine dieser Waben jemals eine Zentrumswabe gewesen. Dennoch wurde mehrfach fast bis an den Oberträger gebrütet. Die dazugehörige Zentrumswabe war vollständig schwarz (bzw. dunkel; also bebrütet). Man kann hier deutlich die seitliche Bedrängung des Brutkörpers erkennen.
    Für das letzte Bild habe ich auf das DNM-hoch-Rähmchen zum Größenvergleich ein Gerstung-hoch-Rähmchen gelegt.



    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
    "Ich bin nicht geneigt aus Dingen ein Problem zu machen,
    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."

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  • Theoretisch brauchst du so kein Absperrgitter?!


    Theoretisch braucht man im normalen Betrieb keines. Doch bei plötzlich eintretender Massentracht ist die Königin geneigt, leere Zellen zur Eiablage im Honigraum zu suchen. Findet sie dort auch nur eine leere Zelle und bestiftet sie, werden gar ringsum befüllte Honigzellen ausgeräumt und für weitere Brut geputzt. Während dessen verhonigt das eigentliche Brutnest.
    Da den Bienen ein Absperrgitter ein geringeres Ärgernis darstellt, als mir die Königin im Honigraum, nutze ich Absperrgitter. Zu dem werden auch Drohnen vom Honigraum ferngehalten, was die Bildung von Begattungseinheiten zur Königinnenzucht erleichtert.


    Ausserdem ist diese Wabe wie geschaffen für eine gute Ueberwinterung!


    Sag ich doch...:liebe002:


    Herzliche Grüße
    Mirko

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  • ...seitliche Bedrängung des Brutkörpers erkennen....DNM-hoch-Rähmchen


    Hallo Mirko,


    danke für die Wabenbilder. Ist die seitliche Bedrängung auf den DNM-hoch Rähmchen deiner Beobachtung nach ein durchgängiges Merkmal eines Brutnestes auf diesen Waben? Oder ist das eher abhängig von Volk zu Volk?


    Und wenn es ein Merkmal der DNM-hoch-Waben ist - woran meinst Du liegt es, daß die Bienen in einem Fall bis nach außen ans Holz brüten und im anderen Fall eine seitliche Bedrängung zu sehen ist?


    Aus was für einem Material sind denn deine DNM-Beuten und in welcher Wandstärke? Ich spiele mit dem Gedanken, daß die seitliche Bedrängung aus seitlicher Kälteeinwirkung herrührt und weniger am Maß des Rähmchens festgemacht ist. Die doppelte Wandung und der doppelte Boden der Gerstungbeute sind ja wärmeerhaltender.


    Viele Grüße


    Bernhard

  • ...woran ... liegt es, daß die Bienen in einem Fall bis nach außen ans Holz brüten und im anderen Fall eine seitliche Bedrängung zu sehen ist?


    Ups...Missverständnis!!
    Die 3 DNM-Waben stammen aus nur einem Volk und bildeten den hinteren Teil eines Brutnestes. An die letztabgebildete Wabe folgte die Zentrumswabe (die also, mit der größten Brutausdehnung) und vor dieser eben der vordere Teil des Brutnestes in gleicher Gestalt, wie die abgebildeten 3 Waben. Die "Bedrängung" ist nur im Zentrum des Brutnestes ersichtlich, hier ist sie ja auch am größten. Sie betrifft also drei Waben, von denen die letztabgebildete nur eine ist. Ich meinte, dass die Form des Brutnestes im Vergleich zu Gerstung arg gedrängt wirkt.
    Ich habe heuer nur notgedrungen und nur 2 Völker in DNM geführt, das Brutbild glich sich aber.


    Aus was für einem Material sind denn deine DNM-Beuten und in welcher Wandstärke?


    Es waren diese Hinterbehandlungs-Schränke (Material: Holz; Wandstärke: 20mm). Sie wurden seinerzeit Vieretager genannt, da in ihnen übereinander vier Nutenpaare zur Aufnahme von vier DMN-hoch-Halbrähmchen (oder auch 2 DNM-Hochwaben) angebracht sind. Zehn solcher Schränke stehen in Reihe und in zwei nebeneinanderstehende zog nahezu zeitgleich je ein Schwarm ein. Die Waben darinnen waren bereits "eingewachsen" und (wie bereits hier berichtet) vermutlich wachsmottenresistent (da uraltes jedoch unzerstörtes Wachswerk). Nach Einzug der Schwärme habe ich notdürftig alles Wabenwerk entnommen und fix gebastelte Rähmchen mit Mittelwänden versehen und ebenso notdürftig in die allseits verkittete Beute verbracht. Bereits zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass die Völker bald auf Gerstung umgewohnt werden sollen. Ein rechter Murks, diese Schränke...:evil:


    Ich spiele mit dem Gedanken, daß die seitliche Bedrängung aus seitlicher Kälteeinwirkung herrührt und weniger am Maß des Rähmchens festgemacht ist. Die doppelte Wandung und der doppelte Boden der Gerstungbeute sind ja wärmeerhaltender.


    Verständlich, Bernhard. Jedoch rührt IMHO die Bedrängung aus dem Mindermaß dieser Beute, ähnlich einem 30cm Gummiball (Kugelgestalt der Brut), der in einen 20cm Kasten gedrückt wird...so sieht das für mich aus auf dem letzten Bild...


    Herzliche Grüße
    Mirko

    Lärm- und Hektik-Allergiker und unheilbarer NostalgieImker
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    die ganz offenkundig nicht das Potential dafür besitzen."

  • Also jetzt habe ich erst geschnallt, daß DNM-hoch tatsächlich ein DNM hoch ist. Gedanklich war ich bei 1,5 DNM gewesen! Das sind ja dann 22 cm Breite des Rähmchens, richtig? Und die zuletzt gezeigte Wabe war wirklich aus der Mitte des Brutnestes?

  • Das sind ja dann 22 cm Breite des Rähmchens, richtig?


    Exakt. Die nutzbare Wachsfläche ist somit (nur) 20,5cm breit und 35 cm hoch.


    Und die zuletzt gezeigte Wabe war wirklich aus der Mitte des Brutnestes?


    Naja...wie gesagt... Sie (das Bild mit dem Vergleich Gerstung vs. DNM) ist die an die Zentrumswabe anschließende Brutwabe. Die Zentrumswabe war vollständig bebrütet.
    Zum Vergleich: Die ersten drei abgebildeten Gerstung-Waben waren im Laufe ihres Daseins ebenfalls Zentrumswaben. Da sich alle bebrüteten Bereiche dunkel färben, sieht man, dass niemals in den oberen Bereich gebrütet wird/wurde.
    Die hellen Bereiche auf den abgebildeten Waben waren mit Honig gefüllt. Diesen habe ich bereits austragen lassen.


    Herzliche Grüße
    Mirko

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