Eigenzucht von Königinnen für 4 Völker - lohnt das?

  • Hallo Tobi, auf welche Belegstellen willst du denn ? Nicht alle wollen Miniplus, dafür wollen manche keine EWKs usw. Informiere dich mal, nicht dass du ins "falsche" System investierst.


    Hi Marcus, das ist natürlich ein wichtiger Hinweis! Deswegen habe ich erstmal mit dem Belegstellenleiter telefoniert um mich zu vergewissern, dass Mini-Plus akzeptiert wird.


    Das lohnt immer und Miniplus lohnt auch immer. Du kannst ja einfach nach dem Verfahren von Rainer Schwarz nachziehen, dann die Königin im Miniplus schlüpfen und begatten lassen und dort vorprüfen .Wenn du dann noch auf eine Belegstelle fährst ,kommst du in einigen Jahren in eine ganz andere Liga .Ich würde aber gucken vll schon dieses Jahr noch 1 besser 2 Miniplus zu kaufen ,ich meine besiedelte ,damit du dann nächstes Jahr richtig loslegen kannst .


    Cheffe


    Genau, das Verfahren von Rainer Schwarz ist im Moment auch mein Plan. Ich war auch schon am Überlegen, ob es nicht gut wäre, schon ein kleines MiniPlus-Volk zu kaufen, das überwinterungsfähig ist. Ansonsten müsste ich eben relativ früh die Wirtschaftsvölker schröpfen, vermute ich.


    Du hattest mir ja eine Nachricht geschickt, mit dem Hinweis, das mein File-Upload von oben wenig vertrauenswürdig sei. Leider kann ich den Beitrag nicht mehr editieren. Ich habe jetzt einen Dropbox-Link dafür erstellt, kann ihn aber leider nicht austauschen.


    Grüße
    Tobi

  • Hi,nun klappt es ohne Haustiere. Schöne Sammlung .
    Du brauchtest vorallem schon so früh im Jahr eine Königinn, bei den Minis hast du Material genug ,ich verstärke sogar gerne noch Wirtschaftsvölker damit .

  • Hi, vielleicht setze ich mal eine Anfrage in den Imkermarkt und schaue, ob sich jemand meldet. Um jetzt noch ein überwinterungsfähiges Volk zu erstellen bräuchte ich ja vermutlich eine ordentliche Menge Bienen. Was ist nochmal die Richtlinie für diese Jahreszeit? 2kg?


    Grüße Tobias

  • N`Abend zusammen!


    Ich vermehre ebenfalls Königinnen für meinen sehr geringen Eigenbedarf von ~ 10 Königinnen Maximum jährlich.
    Aus mehreren Gründen:
    1. Macht Spaß (und ein nicht zu unterschätzendes Maß an Mehrarbeit, trotz bzw. gerade wegen der geringen Stückzahlen :-?)
    2. Ich spare mir das Geld für zugekaufte Königinnen
    3. Ich habe im Prinzip fast jederzeit legende, junge Königinnen zur Verfügung, sollte ein Volk aus irgendeinem Grund weisellos werden.
    4. Ich habe zusätzliche Bienenmassegeneratoren, was in den verschiedensten Situationen zur Einheitenverstärkung hilfreich sein kann
    5. Ich kann von dem in meinen Augen besten Volk nachziehen und habe so eine gewisse Gewähr, welche Eigenschaften die Völker bei mir mitbringen, trotz Standbegattung


    Allerdings verwende ich trotz der geringen Mengen KBK, ob sich das jetzt "lohnt" oder nicht.
    Ich habe so jedenfalls ohne den Einsatz der ohnehin nicht ausreichend vorhandenen Zargen, Deckel und Böden (nicht ausreichend Stauraum...:-?) die Möglichkeit, mit relativ wenig Bienenmasse und erforderlichem Stauraum, meine Königinnen eine gewisse Zeit "aufzubewahren", ggfs. mit Aufsatzzargen für die KBK.


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Ich kanns versuchen, bin aber nicht grade der Erklärbär:wink:
    Beim Stahlschen Verfahren werden im Frühjahr bei den stärksten Völkern 2 Brutwaben mit offener Brut nach oben mittig in den Honigraum gehängt. An den beiden Brutwaben werden je 2-3 belarvte Weiselnäpfchen die an einem Dreispitz befestigt sind aufgesteckt, i.d.R. werden meißtens 2-4 davon angenommen und gepflegt. Man kann dann entweder mit den verdeckelten Zellen und den Brutwaben gleich Ableger erstellen oder sie im Käfig schlüpfen lassen und dann weiterverwursten.
    Gruß Hermann

  • Moin zusammen, moin Tobi!


    Zitat

    aber du überwinterst nicht in den KBK, oder?


    Im Regelfall nicht, es ist aber möglich, vorausgesetzt man kriegt das betr. KBK bis zum Herbst auf mehere (in meinem Fall 4) bienenbesetzte Zargen und vor allem muss reichlichst, nicht aber zuviel :-?, Futter rein.
    Weil: Kleine Einheit, daher im Verhältnis großer Futterverbrauch! Nicht zu unterschätzen. Und ich musste dennoch bei der einmaligen Überwinterung im glücklicherweise sehr milden Spätwinter mehrfach nachfüttern. Also im Prinzip ist das KBK somit nicht überwinterungsgeeignet.
    Daher habe ich auch nur "fast" immer junge, legende Königinnen zur Verfügung.


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!


  • ...
    Zudem kannst du auch Königinnen abgeben, wenn du ein paar mehr aufziehst.
    Gruss Elk


    Guter Hinweis, denn: Königinnenzucht entsteht immer nur aus einem Überfluss heraus (an Bienenmasse). Z. B. in einem starken Sammelbrutableger, es gibt da Tausende Verfahren. Ich würde es an Deiner Stelle gleich "professionell machen. Z.B. Umlarven: nichts ist einfacher als dies und bringt mehr Spaß.


    Und Verschulen der Weiselzellen in Begattungseinheiten: völlig egal, ob es Ableger im Standmaß sind oder Begattungsvölkchen a la Mini Plus oder "Kieler". Ich mache es seit Jahren so, obwohl ich selber immer nur wenige Königinnen brauche.
    Gruß
    KME

  • Vielen Dank für Eure zahlreichen Tipps und Hinweise!
    Ich werde mich nächstes Jahr mal heranwagen. Mit Bogenschnitt oder Eistreifenmethode und 4-er-Boden im Standmaß. Da halten sich die Kosten in Grenzen und ausbauen kann ich es in den kommenden Jahren immer noch.


    Viele Grüße


    Tom

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • Ich werde es mal mit Umlarven versuchen. Ich glaube eigentlich auch, dass der Aufwand und die Schwierigkeit nicht so viel höher sind, als beim Eistreifen und dafür hat man anschließend Zellen, die man schön verschulen kann, wenn man möchte.

  • Hallo Bienenhäusler,
    ich weiß gar nicht, was Du hast: Deine Fähigkeiten als "Erklärbär" scheinen doch perfekt zu sein. Ich hab´ jedenfalls komplett verstanden, was Du meinst!


    Von dieser Art der Ablegerbildung hatte ich schon gehört, nur war das bisher ausschließlich auf englischsprachigen Seiten. Daher war der Begriff "Stahlsches Verfahren" mir bisher kein Begriff und bei Google kam ich auch nicht weiter. Danke Dir ist jetzt wieder eine kleine Wissenslücke gefüllt! :)