Wabenmaß für Nachzucht auf Dadant

  • Hallo,


    spricht aus Euerer Sicht etwas dagegen, Dadant HR-Waben für Begattungsvölkchen zu nehmen? Ich würde mir gerne Zargen mit drei Schieden (also vier Einheiten je Zarge je drei Waben) bauen und entsprechend Böden mit vier Fluglöchern. Guten Königinnen könnte ich dann über den Sommer auf eine ganze HR-Zarge bringen und im Herbst mit einem Altvolk vereinigen (Frühtracht ist meine Haupttracht). Ries schreibt in seinem Buch, er würde dafür Langstroht-Zargen nehmen, ich würde aber allzugerne auf ein weiteres Rähmchenmaß (oder extra Begattungskistchen) verzichten. Taugt das was oder ist das Quatsch?


    Vielen Dank im Voraus, beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Mein Reden!! :daumen:


    Hab ich noch nicht. Werd ich aber so machen. Bisher auf Standmaß mit Abtrennschied. Ich mag auch nicht noch was horten und aufstellen bei den wenigen Königinnen für den Eigenbedarf und aus Gefälligkeiten.


    Wenn Du kannst, mach die Fluglöcher im Wechsel zu beiden Seiten oder/und trenn die Einfluglöcher voneinander ab.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie zur attraktiveren Köngin zu Fuß über das Flugbrett rüberwechseln, bis die Nachbarseite (fast) leer ist.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Das ist eine gute Beobachtung und kann ich bestätigen.


    Landsläufig sagt man ja, dass es viel Verflug gibt.
    Stimmt wohl auch im allgemeinen.
    Aber es ist auffällig, wenn da manche Königinnen trotz ungünstiger Reihenaufstellung in der Tracht dennoch an eher ungünstiger Stelle in der Mitte der Reihe voll sind.


    Auch laufen sie wirklich gerne vom Flugbrett ins nebenliegende Flugloch ein, wenn es da eine Verbindung gibt.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Und zum Thema wegen Ablegern im Standmaß:


    Bei Dadant ist das schon heftig viel Masse, wenn man so schnell mal zwei oder drei Brutwaben fürn Ableger nimmt.
    Daher nehmen die meisten Imker das Miniplus mit dazu für die Königinnenzucht.
    Das gibt recht gute Königinnen und schont Ressourcen für die Tracht.


    Aber es soll ja Bienenhalter geben, die mit noch'm Wabenmaß nicht zurecht kommen sollen...

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

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  • Hallo,



    Und zum Thema wegen Ablegern im Standmaß: Bei Dadant ist das schon heftig viel Masse, wenn man so schnell mal zwei oder drei Brutwaben fürn Ableger nimmt.


    Deshalb will ich ja HR-Waben benutzen. Halbe Dadant von der Höhe.



    Aber es soll ja Bienenhalter geben, die mit noch'm Wabenmaß nicht zurecht kommen sollen...


    Soll auch Bienenhalter geben (sogar Imker), die den ganzen Keller/Schuppen voll mit Geraffel haben, den man aus irgendeinem Grund angeschafft hat, der einem Jahre später nicht mehr so recht einleuchtet. Die Frage war, was gegen eine Verwendung von Dadant-Halbrähmchen für Begattungseinheiten spricht (mit späterer Vereinigung, so wie es Ries mit Langstroht macht).


    Der Tip mit den Fluglöchern ist gut, danke! Ich hatte eh vor je Zargenseite ein Flugloch anzubringen (also zwei Völkchen im Kalt- und zwei im Warmbau).


    So orginell ist das aber doch nicht, oder? Macht das denn keiner?


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo,


    ...Taugt das was oder ist das Quatsch?


    Vielen Dank im Voraus, beste Grüße,
    Ralf


    Hallo,
    das geht. Mach ich auch.
    ---Im Herbst, oder bei Bedarf, dann einfach untersetzen,... zur Auswinterrung wegnehmen.
    Vierer-Böden sind Mist. Wenn du schon mehrere in einer Zarge unterbringen must dann höchstens zwei.


    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Hallo zusammen, hallo Ralf,

    rase schrieb:

    spricht aus Euerer Sicht etwas dagegen, Dadant HR-Waben für Begattungsvölkchen zu nehmen?

    Mach ich seit vielen Jahren so, hat sich sehr gut bewährt. Ich benutze Viererböden mit einem kleinen Flugloch auf jeder Seite. Königinnenverflug und Auswandern beobachte ich nicht.
    Die Schiede können gezogen werden, um die Einheiten nach dem Entnehmen einer Königin zu vereinigen.


    Wichtig: Die vier Abteile sind einzeln durch ein Brett abgedeckt, sodass jedes Abteil einzeln geöffnet werden kann.
    Dieses Brett ist durch einige Leisten ergänzt und mit etwas Wachs abgedichtet, so kann bei Bedarf gezielt gefüttert werden.


    Nach der Saison vereinige ich die Begattungsableger zu überwinterungsfähigen Einheiten (3 Zargen). Diese verwende ich im neuen Jahr wieder als Begattungsvölker und ich muss meine Wirtschaftsvölker für die Nachzucht nicht schwächen.
    Viele Grüße,
    Rudi

  • Nach der Saison vereinige ich die Begattungsableger zu überwinterungsfähigen Einheiten (3 Zargen). Diese verwende ich im neuen Jahr wieder als Begattungsvölker und ich muss meine Wirtschaftsvölker für die Nachzucht nicht schwächen.


    Moin Rudi,


    Du meinst dann 3 Halbzargen, ja?


    Viele nehmen zur Begattungseinheit Völker, die sie sonst auflösen oder vereinigen würden, weil schwächelnd oder sonst was.


    Einen schönen Sonntag


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Marion,

    beetic schrieb:

    Du meinst dann 3 Halbzargen, ja?

    Ja, natürlich, die Honigraumzargen. Muss ja zum Maß der Waben in den Begattungseinheiten passen.


    beetic schrieb:

    Viele nehmen zur Begattungseinheit Völker, die sie sonst auflösen oder vereinigen würden, weil schwächelnd oder sonst was.

    Die habe ich zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr, die werden genau jetzt - zur Einwinterung - abgeschafft. :) 
    Merksatz aus dem Amiland (...aber trotzdem gut): "Take your losses in fall!" :)
    Und evtl. weisellose im Frühjahr werden durch überwinterte Reserven geheilt.
    Auch einen schönen Sonntag, :daumen:
    Rudi

  • :daumen:Ich seh schon, kaufe wohl noch nen Vierer oder einen Boden, der in meine Serie passt aber Fluglochmodifikation bekommt :wink:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Nach der Saison vereinige ich die Begattungsableger zu überwinterungsfähigen Einheiten (3 Zargen). Diese verwende ich im neuen Jahr wieder als Begattungsvölker und ich muss meine Wirtschaftsvölker für die Nachzucht nicht schwächen.


    Hallo, so in etwa habe ich mir das vorgestellt. Ein paar Fragen bleiben offen:


    Du weiselst die Wirtschaftsvölker im Herbst um? Im Frühjahr wäre ja zu früh, um die Ableger weiterzuführen, bzw. neu mit einer Weiselzelle zu bestücken, oder wie überbrückst Du die Zeit von März bis, sagen wir Anfang Mai?


    Dreizargig HR-Dadant mit vier Abteilen reicht als überwinterungsfähige Einheit? Oder teilst Du die Zargen dann nur jeweils einmal mittig?


    Wie behandelst Du die Ableger die Du überwintern möchtest gegen Varroa?


    Ich hatte auch mit Mini-Plus geliebäugelt, würde mir das aber zu gerne ersparen. Wenn ich das Überwintern im Standmaß gut lösen kann, das fänd ich schon gut. Den Teil, im Herbst die HR-Zarge unter ein Wirtschaftsvolk zu setzen und im Frühjahr leer zu entnehmen finde ich schon sehr charmant, wenn ich auch noch eine Lösung für die Reserveköniginnen habe, ... wozu dann Mini-Plus? Als Nofall-Lösung stehen hier eh noch ein Haufen Kieler, Segeberger und Kirchhainer-Begattungskästchen rum, aber in den letzten Jahren hab ich (für mich) Begattungseinheiten im Standmaß (bislang DN) schätzen gelernt.


    Danke für die Tips!
    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo,


    spricht aus Euerer Sicht etwas dagegen, Dadant HR-Waben für Begattungsvölkchen zu nehmen? Ich würde mir gerne Zargen mit drei Schieden (also vier Einheiten je Zarge je drei Waben) bauen und entsprechend Böden mit vier Fluglöchern. Guten Königinnen könnte ich dann über den Sommer auf eine ganze HR-Zarge bringen und im Herbst mit einem Altvolk vereinigen (Frühtracht ist meine Haupttracht). Ries schreibt in seinem Buch, er würde dafür Langstroht-Zargen nehmen, ich würde aber allzugerne auf ein weiteres Rähmchenmaß (oder extra Begattungskistchen) verzichten. Taugt das was oder ist das Quatsch?


    Vielen Dank im Voraus, beste Grüße,
    Ralf


    Hallo Ralf. Was glaubst du sind Dadant Honigraumrähmchen ? Richtig, Langstrohträhmchen. Vergleiche hier >>> http://www.holtermann-shop.de/…klammert-+-gedrahtet.html <<<<


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo,


    ich ziehe nach auf 6 Ablegerkasten getrennt in 2 Abteilungen.Werden auch so überwintert geht gut!


    Im Frühjahr nehme ich die Jungen in die Wirtschaftsvölker und die alten in die Ableger.


    Wenn die Zeit da ist wird neu nachgezogen!


    Gruß
    Karlheinz