• ...darf ich fragen warum das Schwachsinn ist?


    Du darfst :wink: , Marion hat darauf schon sehr gut geantwortet, so sieht nämlich auch meine Meinung aus:

    ... Dort gibt es keine konkret genannten Quellen, keine Versuchsanordnung, keine Auswertungsmodi etc. Wo wurden diese Bahnbrechenden Erfolgsbeobachtungen denn veröffentlicht? Oder ist das eine Produktbeobachtung des Herstellers gar, total objektiv natürlich und uneigennützig? :roll: ...


    ...opfern?


    Jaa, es wäre ein Bienenvolk möglicherweise in einem Versuch zu opfern, wenn ich nämlich dieses statt der Säurebehandlung anwende, obwohl ich keinerlei Referenzen habe, dass das Zeug hilft. Das ist so, wie wenn ich jetzt auch Magnesium, Calcium oder sonst irgendeinen Zusatzstoff kaufen und anwenden würde, bloß weil mir jemand erzählt: "Das hilft!", ohne dass er es belastbar belegen kann.



    ... Also, mein Eindruck ist, Du schreibst doch sehr viel ohne etwas konkretes zum Produkt zu Wissen. ...


    Das hast du ganz recht erkannt. Ich weiß nichts zum Produkt, außer was der Hersteller mir erzählt. Der erzählt mir aber nichts zur konkreten Wirkungsweise etc., ich weiß also in der Tat nichts konkretes, wenn ich das täte, hätte ich diesen Thread nicht eröffnet, um mir eben solche Wissen anzueignen, da meine Recherche eben auch nichts konkretes ergab.


    Und ja, meine Bemerkung zur Empfehlung ist angesichtsdessen vielleicht überflüssig, aber eben deshalb würde ich es nicht empfehlen und das wollte ich da nur nochmal klar gestellt haben, als ich das Thema eröffnete, dass das keine Werbung oder so sein soll, sondern das mein erstes subjektives Gefühl bei diesem Produkt kein so positives ist, allein schon weil ich denke, dass ein absolut seriöses Unternehmen es nicht unbedingt nötig hätte, die E-mail-Konten von Imkern zu spamen, sondern vernünftig an die entsprechenden Fachzeitschriften und anderen Fachmedien herantreten könnte und das entsprechende Produkt vorstellen könnte. Es kann natürlich aber auch sein, dass der Betrieb einfach nur ein für meinen Geschmack merkwürdiges Werbemanagement betreibt.


    Viele Grüße


    Friedrich

  • Hallo
    ich bin neu hier und bin aufmerksam geworden durch Ferro Bee.
    Wir nutzen Ferro Bee seit 2013 und bis Dato mit Erfolg.
    Klar es ist schon eine spannende Sache was neues zu probieren aber mein Vater hat es letztes Jahr gemacht weil er keine Begseiterung aufbringen konnte für die Behandlung mit AS, OS etc....
    Im Zuckerwasser auflösen und Füttern. Es ist ein Nahrungsergänzungsmittel welches sich positiv auswirkt auf die Verdauung. Hierdurch gibt die Biene, ich nenne es mal so andere geruchstoffe ab die dazuführen das sich ein anderes Klima in der Beute einstellt. (der PH Wert in der Beute sinkt nach 4 bis 4,5). AS hat auch zur Folge das der PH Wert sinkt aber dann radikal so zu sagen.
    Diese Klima Änderung ist eine Umgebung wo die Milbe sich nicht wohlfült. Mitte September hatte ich die Letzte Fütterung durchgeführt und man sieht über ein Zeitraum von 4 -5 Wochen eine Zunahme der Anzahl Milben auf der Schublade. (Ab Anfang bis 6 Wochen nach dem Start mit Ferro Bee)
    Jetzt zähle ich noch zwischen 0 bis 150 Milben pro Woche.
    Die Bienen geht es gut, gute Luft in der Beute und gute Temperatur und bei diesem Wetter ein regen Flugverkehr
    Nur zur Info.
    Gruß
    Marcel.

  • Wie hoch (Zeit/Volk) u. wie teuer ist Ferro- Bee. Gibt es Aussagen vom Bieneninstitut zu Ferro-Bee? Wo ist Ferro-Bee zu beziehen?
    Ich glaube nicht daran, würde mich aber gern überzeugen lassen. Ich hoffe nicht, daß morgen jemand Pfefferminz- o. Kamillentee als neues Wundermittel anpreist.

  • Hallo,


    ich bin zwar kein Biologe, aber Eisenmangel kommt doch nur bei Tieren vor, deren Blut auf Eisenbasis ist oder? Meines Wissen ist das bei Bienen nicht der Fall. Was also sollen Bienen mit Eisen anfangen?


    Gruß
    Frank


    P. S. Der Remsi wird schon Recht haben. Bin mal gespannt, ob das Volk mit 150 Milben / Tag noch lebt. Die von dir beschriebene Zunahme des Abfalls ist auch normal. Die Milben vermehren sich halt weiter und somit fallen immer mehr ab...

  • Hallo Dr. Mo,
    wäre ja noch schöner, am Ende kommt noch einer mit Puderzucker. Aber, wenns schä macht?
    Ich hätte es längst probiert, hätte es nicht solch ein Sinti & Roma- Marketing.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Die von dir beschriebene Zunahme des Abfalls ist auch normal. Die Milben vermehren sich halt weiter und somit fallen immer mehr ab...


    RICHTIG ( mehr fällt mir dazu wirklich nicht mehr ein, so hängt mir die Kinnlade unten)

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Die Bienen geht es gut, gute Luft in der Beute und gute Temperatur und bei diesem Wetter ein regen Flugverkehr


    Nur zur Info.


    Gute Luft wird oft unterschätzt! Auch hinter der Beute, besonders in kopfhöhe. Nur zur Info: Wichtig ist die Beuten danach gut zu desinfizieren, einen Imkerkurs zu besuchen und auch mal ein Buch zu lesen. Dann wird das schon mit der Imkerei in 2015!


    Ralf, der ungern zugibt, das Onkel L. manchmal Recht hat. Mir fehlt für diese Art der Toleranzzucht leider die Toleranz.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Zitat

    Erhebliche Beweise unterstützen die Ansicht, dass die metallinduzierte Toxizität bei der Erzeugung von ROS, die mit oxidativem Stress in Tieren, einschließlich Menschen (Valko, Morris, & Cronin 2005) beiträgt. Die Übergangsmetalle wie Eisen, Kupfer und Cadmium dienen als Katalysatoren bei der oxidativen Beeinträchtigung der biologischen Makromoleküle durch Eingehen einer Redox-Cycling-Reaktion. Daher kann die mit diesen Metallen verbundene Giftigkeit aufgrund der Produktion von ROS verursacht sein, wobei die Lipidperoxidation, DNA-Schäden, Erschöpfung der Sulfhydrylgruppen und veränderte Calcium-Homöostase, die zumindest teilweise für oxidative Schäden verantwortlich sein kann. ...


    Eisen, das häufigste Übergangsmetallionen in Körper hat die Kapazität, um Ein-Elektronen-Reaktionen anzutreiben. Daher wird es als erforderliche Hauptkomponente im Metabolismus freier Radikale in biologischen Systemen betrachtet (Valko et al., 2005).


    Unsere Ergebnisse bei Bienen zeigen, dass das olfaktorische Lernen und Gedächtnis [Anmerkung: Geruchssinn] durch Eisen-induzierten oxidativen Stress moduliert wird. Daher ist die Verwendung eines selektiven, neuroprotektiven und ins Gehirn durchlässigen Chelatbildner eine potentielle vernünftige Strategie zur Behandlung von Riechstörungen, um den Überschuss an im Gehirn freie redoxaktive Metall vorliegenden abzufangen.


    aus: http://www.researchgate.net/pr…/09e415017166e7f1f4000000


    Sprich: Eisen hat das Potential, neurodegenerative Prozesse auszulösen, bei der Biene hier eine Beeinträchtigung des Geruchssinns und des Lernens.

  • Zitat

    Die Entwicklung der Eisengranula im Bienengewebe wurde unter Verwendung sowohl anatomischer als auch analytischer Methoden untersucht. Das Eisengranulat fand sich nur in den Trophocyten der frisch-geschlüpften Erwachsenen und haben die gleiche Elementzusammensetzung wie die der Sammlerinnen. Die Granula nehmen an Größe und Zahl während der Alterung zu. Das Eisen in den sich entwicklenden Arbeiterinnen wurden durch protoneninduzierten Röntgenemissionsspektroskopie gemessen. Die Rate der Eisenakkumulation war in direktem Zusammenhang mit Eisenspiegel in der Ernährung, wobei das Eisen aus dem Pollen und dem Honig stammt, beides Hauptnahrungsquellen der Bienen. Bei den adulten Bienen erreicht der Eisengehalt des Fettkörpers einen Maximalpegel (2,4 ± 0,15 Mikrogramm pro Milligramm-1 Gewebe), unabhängig von der verzehrten Menge an Eisen. Der maximale Eisenspiegel bei Bienen wird dann erreicht, wenn die Arbeiter mit den Sammelflügen beginnen, was darauf hindeutet, dass die Eisenkörnchen eine Rolle bei der Orientierung spielen könnten. Alternativ kann Anhäufung von Eisengranula ein Verfahren zur Aufrechterhaltung der Eisenhomöostase sein.


    aus: http://jeb.biologists.org/cont…origin=publication_detail
    J.exp.Biol. 126, 389-401 (1986)
    IRON-CONTAINING CELLS IN THE HONEY-BEE (APIS MELLIFERA) II . ACCUMULATION DURING DEVELOPMENT
    BY DEBORA HA. KUTERBACH AND BENJAMIN WALCOTT


    Sprich: Egal, ob man zusätzliches Eisen füttert oder nicht, der Eisenbedarf der Bienen ist begrenzt und wird über Pollen und Honig gedeckt. Es ist natürlich zu überlegen, inwiefern das Winterfutter (Zuckersirup) genügend Eisen bereitstellt. Wie viel Eisen braucht die Winterbiene im Fettkörper? Da der Pollenkonsum der Winterbienen groß sein muß (ich denke da an den Fettkörper, der ja irgendwo herkommen muß), ist das Eisen zum Zeitpunkt der Winterbienen wohl über den Pollen verfügbar.


    Die Folgearbeit dazu:


    Zitat

    Die mineralisierten Konkretionen werden sowohl in Fettzellen wie in Epithelzellen des Mitteldarms der erwachsenen Honigbiene gebildet. Sie haben einen hohen Eisengehalt, sind elektronendicht und besitzen wahrscheinlich eine organische Matrix.[...]Außer den Hauptpeaks für P, Fe, Ca und K waren immer auch kleinere Peaks für Na, Mg, S, CI, Mn und Zn vorhanden.[...]ihre Zahl steigt besonders während der Periode, in der sich die Tiere von Pollen ernähren.[...]Wir vermuten, daß die eisenhaltigen Granula ähnlich wie die typischen, zahlreichen Sphärokristalle des Mitteldarms dazu dienen, überschüssige Ionen durch einen Prozeß der Biomineralisation auszuscheiden; ihre Bildung scheint an die Pollenemährung gekoppelt zu sein und stellt wahrscheinlich eine Anpassung an den hohen Eisengehalt dieser Proteinquelle dar.


    aus:
    Membrane-bound iron-rich granules in fat cells and midgut cells of the adult honeybee (Apis mellifera L.)
    H. Raes, W. Bohyn, P.H. De Rycke, F. Jacobs
    Apidologie 1989
    https://hal.archives-ouvertes.…filename/hal-00890787.pdf
    (Deusche Zusammenfassung ganz unten im Text)


    Eisenfütterung als nur ein (unzureichender) Pollenersatz?

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von BernhardHeuvel ()

  • Zitat

    Die Eisengranula scheinen zufällig in den Trophocyten der Arbeiterinnen und der Drohnen verteilt zu sein. In der Königin aber sind sie konzentriert und peripher/außen angeordnet. Dieser deutliche Unterschied in der Eisengranulatverteilung zwischen den Mitgliedern des Stockes weist darauf hin, dass diese Eisengranula einige biologische Funktionen haben könnten.[...]


    Arbeitsbienen fliegen auf Nahrungssuche bei Tageslicht. Die Eisengranula werden zufällig in den Trophocyten verteilt. Bienenköniginnen befinden sich im Bienenstock für die meiste Zeit ihres Lebens. Ihre Eisengranula sind gruppiert und sind in der Nähe der Zellmembran positioniert. Die unterschiedliche Verteilung zwischen den zwei Kasten legt nahe, dass die Eisengranula biologische Funktionen haben. Der Anstieg des Eisengehalts von der frisch geschlüpften Arbeiterin bis zur erwachsenen Bienen, wo nur 3% durch abgelagerte Eisengranula war, legt nahe, dass die Eisengranula wenig mit der Ausscheidung von Abfall, wenig mit Eisenspeicherung oder mit Eisen-Homöostase zu tun haben. Unter den möglichen biologischen Funktionen der Eisengranula, kommt die Orientierung der Bienen in Frage. Es wurde vorgeschlagen, dass die Orientierung der Bienen können durch das Magnetfeld der Erde beeinflusst werden, und es hat sich gezeigt, dass eine Richtungsinformation durch den Schwänzeltanz und Nestbau gefördert durch das Erdmagnetfeld (Lindauer und Martin, 1968) beeinflusst werden. Studien haben auch in der vor dem Bauch der Arbeitsbienen (Gould et al.1978) magnetischen Remanenz detektiert. Zahlreiche Eisengranula in den Trophocyten des Abdomens wird angenommen, dass geringe Mengen an Magnetit (Kuterbach et al. 1982) enthält. Honigbienen wurden ebenfalls ausgebildet, um magnetische Felder unterschiedlicher Intensitäten (Walker und Bitterman, 1985) zu unterscheiden. Es deutet darauf hin, dass, obwohl die Honigbienen schwache Magnetfelder spüren können, sie diese Informationen nicht als Richtungsinformation verwerten (Tenforde, 1989). Es kann gefolgert werden, daß die Honigbienen magnetische Felder erfassen kann, obwohl die Beziehung zwischen Eisengranulat und Magnetsinn unbekannt ist.


    Die zufällige Verteilung und amorphe Natur der Eisengranula (Kuterbach et al.1982; Kuterbach und Walcott, 1986b) macht sie nutzlos für den Magnetsinn - es sei denn, sie sind an das Zytoskelett verankert die IDVS an die Zellmembran. [...]Der Grund für die Auflösung der Eisengranula bei älteren Bienen ist nicht bekannt. Dieses Phänomen wurde nicht bei anderen Eisenablagerungssystemen beobachtet und weitere Arbeiten sind erforderlich, um diesen Punkt zu klären.


    aus:
    THE ULTRASTRUCTURE AND FORMATION OF IRON GRANULES IN THE HONEYBEE (APIS MELLIFERA)
    CHIN-YUAN HSU and CHIA-WEI LI
    J. exp. Biol. 180, 1-13 (1993)
    http://jeb.biologists.org/content/180/1/1.full.pdf