Nordische Bienen

  • Hallo rugnuza,


    ja, für mich als Nichtzüchter und keinem Züchterring o. ä. Angehörigem sind die Möglichkeiten da sehr beschränkt. Ich persönlich für meine kleine Imkerei (derzeit etwa 25 Völker) erhalte jährlich stets Original Königinnen der Dunklen Biene aus ihren Heimatländern, von denen ich für den eigenen Bedarf F1 Königinnen nachziehe, die ja auch allesamt reine Dunkle Drohnen produzieren. Von daher ist der Himmel über Mielkendorf schon recht "dunkel". Auch erhalte ich jährlich Königinnen zu bestimmten Untersuchungen, z. B. auf Reinheit, dieses Jahr auch wieder 5 Sicula Königinnen zur Feststellung des Varroa-Ausräumverhaltens.


    Hierin sehe ich meine persönliche Aufgabe: das Wissen um die Dunkle Biene zu sammeln, nachzuprüfen und zu verbreiten.


    Erhaltungsarbeit im eigentlichen Sinne ist nur mit Sicherer Belegstelle, Instrumenteller Besamung und in einem Züchterring möglich. Und hier stehen wir deutschlandweit noch ganz am Anfang. Bislang ist es noch niemandem gelungen, eine Population Dunkler Bienen in Deutschland rein zu erhalten und dauerhaft ohne Importe fortzuführen.


    Gruß
    KME

  • Hallo KME,
    mit Werbeversprchungen meine ich jegliche Lobhudelei auf irgendwelches Material,Wahre etc..
    Da bin ich froh an dich geraten zu sein denn bevor ich was anfange frage ich erfahrene Imker.
    In diesem Forum dachte ich mir eine neutrale Auskunft zu bekommen?
    Das mit der Drohnenaufzucht habe ich auch gelesen.
    Gruß Baum

  • HAllo M.S.,


    nein, gar keine. DAs gute ist ja, dass es optisch kaum auffällt, wenn mal ein Mellifera-Drohn bei den Carnicas mit dabei ist. Außerdem ist auch die "reine CArnica" in Kiel ein Traum der Vergangenheit: die Bienen werden zunehmend gelber! Gerade dieses Jahr scheinen in und um Kiel Ligustica-Imker vorhanden zu sein, denn lange habe ich schon nicht mehr sooo gelbe Bienen gesehen.


    Gruß
    KME

  • Hallo KME, Ich meine schon die Apis mellifera mellifera
    im unterschied zur Apis melifera carnica. Die Nordbiene ist sehr selten geworden.
    Als Hobbyimker würde ich gerne die Ausprobieren


    Die A.m.m. ist so selten, das man damit nichts ausprobiert! Entweder man verschreibt sich ihr und imkert intensiv mit ihr oder man läßt es zum Vorteil dieser Biene. - Entschuldige bitte: Wer schon im Netz nichts zur A.m.m. findet, sollte lieber diese Biene zufrieden lassen. Sie ist kein Tier zum Üben.
    MbG Wolfgang, der Heidjer

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Hallo MM,
    für den Augsburger Raum wäre AM Lehzeni AM Mellifera Nigra gut?
    Die Braune (AM Mellifera Mellifera ) ist was für den Alpenraum?
    Ich habe da keine Empfelung


    Gruß Baum


    Die AM Lehzenii hat südlich des Weißwurstäquators nicht zu suchen.
    MbG
    Wolfgang, der Heidjer, der weiß wo die Lezenii zu Hause ist.

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • HAllo,
    Von daher glaube ich nicht, dass sich in nur wenigen hundert bis ein paar Tausenden Jahren die Mellifera "regionale Ökotypen" herausgebildet haben soll, wie uns der "Zuchtverband Dunkle Biene Deutschland" suggerieren will, zumal es in dem Mellifera-Verbreitungsgebiet kaum eine Isolierung von Populationen gibt (gab). Von daher ist es meiner Ansicht nach egal, woher die Mellifera für unsere Ziele stammt. Verwandt sind sie ohnehin alle miteinander.


    Einteilungen wie "Lehzenii", "Nigra", "Braune", ... , etc. sind alle Menschen gemacht und ohne Bedeutung.


    Gruß
    KME


    Hi, hatten wir das nicht schon mal irgendwo mit der Anpassung (Ökotypen)? Ich bin fest davon überzeugt, dass es eine Anpassung gibt, denn Vergleiche mit anderen Lebewesen zeigen eine relativ schnelle Anpassung an veränderten Lebensbedingungen (Schulbeispiel Birkenspanner) und das ist für ein Lebewesen über-lebenswichtig. Ich gehe da allerdings bei Honigbienen von einer natürlichen Selektion aus und nicht von einer künstlichen.
    Grüße

    - Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis -

  • Hi, hatten wir das nicht schon mal irgendwo mit der Anpassung (Ökotypen)? Ich bin fest davon überzeugt, dass es eine Anpassung gibt,...


    Man hat Versuche mit Honigbienen gemacht und konnte zeigen, daß die Ökotypen von außerhalb sich innerhalb eines Jahres anpaßten und in der Leistung mit den einheimischen Bienen gleichzogen.


    Anpassung ist überlebenswichtig, und das darf nicht Jahrhunderte dauern.