Thymovar von Andermatt BioVet gegen Varroa?

  • Hallo zusammen,


    ich behandle jetzt das 3. Jahr, mit Thymovar. Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht, alle Völkern sind gut drauf.


    Auch wenn es stark riecht, Untersuchungen haben ergeben, nichts im Wachs gefunden. Die Honigräume kommen sowieso in der Zeit ohne Thymovar drauf (Halbzarge).


    Besonders die Reinvasion wird gemindert, es ist eine tolle Langzeitbehandlung.


    Grüße aus Pforzheim wo gerade das Springkraut blühen anfängt. :daumen:
    Markus

  • Thymovar finde ich u. a. auch in der Anwendung sehr gut.


    Einfach und vor allem gefahrlos zu Händeln.


    Wirkt gut, besonders nach dem Behandlungen mit Ameisensäure und der darauf folgenden Auffütterung ist das Mittel danach eine gute Wahl.


    Mit diesen Behandlungsschema wird nochmals eine verbliebene Milbenzahl dezimiert und vor allem Reinvasionen entgegengewirkt.


    Honigräume sind in dieser Zeit nicht mehr im Volk, deswegen sollten Wachskontaminierungen nicht zu befürchten sein.


    Ist einfach zu erwerben, da es in Österreich freiverkäuflich ist und wie so vieles einfach vernünftiger gehändelt wird als in Deutschland.

  • Das kann man hier nachlesen


    AAABER: Das sind die Angaben des Herstellers!


    Hohenheim schreibt dazu folgendes: (Hervorhebung von mir)


    Zitat

    Eine Behandlung mit Thymovar muss bis spätestens 15. Juli begonnen werden.
    Die Bienenvölker müssen zu diesem Zeitpunkt abgeräumt sein und ihre erste Futtergabebereits erhalten haben.
    Ein späterer Behandlungsbeginn stellt einen Behandlungsfehler dar!

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Das wundert mich nicht. Die Behandlungszeitpunkte und Dosierungsangaben von ALV werden auch unterschiedlich angegeben.
    Beim Hersteller Serumwerk Bernburg wird beispielsweise davon abgeraten, 'das Arzneimittel in mehrstöckigen Bienenstöcken anzuwenden, da mit unzureichender Wirkung zu rechnen ist', zudem ganz lapidar geraten, die Behandlung nach der Honigernte durchzuführen http://www.lvthi.de/doku/gesundheit/ApiLifeVar.pdf. Ich überwintere nur 2-zargig und habe mich immer an die Dosierungsanleitung vom Imkerhof Salzburg gehalten http://www.imkerhof-salzburg.at/portal/index.php?option=com_content&task=view&id=73&Itemid=84.
    Wer kann schon genau voraussagen, wann abgeschleudert werden kann? Sich auf den Tag genau festzulegen funktioniert nicht...

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • @ Franz,


    was bezahlt ihr in Österreich dafür? Ist es im Imkerfachhandel zu beziehen?
    Ist eine Anwendung ab Mitte August noch sinnvoll?



    Hallo Jeannie,


    hier kann man bestellen, aber nicht als Deutscher, außer man hat österreichische Freunde. Soweit ich weis, auch über Imkervereinen.
    http://www.biohelp-shop.at/thy…ur-varroabekaempfung.html
    Ich beginne diese Behandlung nach der Auffütterung, so Mitte bis E. August. Die Vorroa wird kurz nach der Abschleuderung (bei mir M. - E. Juli) mit den Nassenheider Verdunster bei zweizargiger Betriebsweise mit min. 300 ml und min. 10 Tage 100 % ig sehr stark dezimiert, sodass nach der Auffütterung das Thymovar eigentlich nur der Restabräumer und der Wächter bei Reinvasionen ist.
    Ich habe schon viele Experimente ( auch mit schwerwiegerenden Folgen für meine Bienen gemacht), aber seit vielen Jahren ist die Ameisensäure, wie auch schon früher, der absolute Überlebensgarant bei der Varroabekämpfung. Aber eine erfolgreiche Varroabekämpfung ist, wie ich schon geschildert habe, eine Anzahl mehrerer unterstützender Eingriff in den Jahresablauf eines Bienenvolkes.

  • Und hier kann man als Deutscher zu 1,50 € günstiger bestellen z.B. und sogar versandkostenfrei,


    oder hier


    oder da

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ich stelle die Frage um mehr über die Verwendung von Thymolpräparate bei der Varroabehandlung zu erfahren: Warum habt ihr "Thymovar-Behandler" euch für Thymovar entschieden, und nicht für Api Life Var?

  • Die einfachere HAndhabung im Gegensatz zu Api Life Var. Thymovar Streifen bleiben jeweils drei Wochen im Volk, und sollen je nach Dosierung auch in "mehrstöckigen Bienenvölkern" wirken, wovon die Anleitung bei ALV abrät.
    Ich finde Thymovar einfach praktischer.
    Gruß
    KME

  • Hallo Jeannie, bei mir war es nicht wirklich eine Entscheidung... Ich habe über den Imkerverein bestellt und ich fand den Namen einfach sprechender. Dann habe ich erst realisiert, dass Thymol mit TBH wegen der Anreicherung im Wachs nicht so gut ist und habe es vergessen. Jetzt, mit Dadant, geht es und ich werde es ausprobieren. Hat einen lange Haltbarkeit!


    Grüsse

  • Ich würde das Thema gerne nochmal aufwärmen. Solange mein Imkerpate noch am Stand war, haben wir nicht mit AS behandelt und stattdessen nur auf Thymovar gesetzt (im Sommer. Im Winter noch Oxalsäure träufeln). Über die Jahre hatten wir immer wieder recht hohe Verluste an Völkern zu beklagen, die ich auf Varroa schiebe.


    Ich bin mir nicht sicher, ob Thymovar wirklich gut wirkt. Ein Bienensachverständiger hat letztes Jahr gemeint, dass die Milben dadurch nicht getötet sondern nur gestört werden und von den Bienen fallen. Wenn man keinen offenen Boden hat, dann krabbeln sie einfach wieder hoch. Wie seht ihr das?

  • Ich würde das Thema gerne nochmal aufwärmen. Solange mein Imkerpate noch am Stand war, haben wir nicht mit AS behandelt und stattdessen nur auf Thymovar gesetzt (im Sommer. Im Winter noch Oxalsäure träufeln). Über die Jahre hatten wir immer wieder recht hohe Verluste an Völkern zu beklagen, die ich auf Varroa schiebe.


    Ich bin mir nicht sicher, ob Thymovar wirklich gut wirkt. Ein Bienensachverständiger hat letztes Jahr gemeint, dass die Milben dadurch nicht getötet sondern nur gestört werden und von den Bienen fallen. Wenn man keinen offenen Boden hat, dann krabbeln sie einfach wieder hoch. Wie seht ihr das?

    Bei Thymovar steht in der Anleitung, dass es nur bei mittlerem Befall wirkt und eher zur Nachbehandlung eingesetzt wird, also nachdem eine andere Behandlung praktiziert wurde.


    Ich habe das gerade in den Ablegern, die im Frühjahr/Frühsommer behandelt wurden und da soll es laut Forum auch wirken.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Ich würde das Thema gerne nochmal aufwärmen. Solange mein Imkerpate noch am Stand war, haben wir nicht mit AS behandelt und stattdessen nur auf Thymovar gesetzt (im Sommer. Im Winter noch Oxalsäure träufeln). Über die Jahre hatten wir immer wieder recht hohe Verluste an Völkern zu beklagen, die ich auf Varroa schiebe.


    Ich bin mir nicht sicher, ob Thymovar wirklich gut wirkt. Ein Bienensachverständiger hat letztes Jahr gemeint, dass die Milben dadurch nicht getötet sondern nur gestört werden und von den Bienen fallen. Wenn man keinen offenen Boden hat, dann krabbeln sie einfach wieder hoch. Wie seht ihr das?

    Rate mal, warum ich es seit ein paar Jahren nicht mehr benutze. ;)

    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."