Derzeitiger Ablegerstatus, welche Vorgehensweise? (Dadant)

  • Die Zeit läuft davon. Morgen beginnt der August und die Ableger sollen noch wachsen UND MÜSSEN jetzt Winterbienen erzeugen. Ich meine die richtig gut genährten, 9 Monate lebenden und keinesfalls die Notwinterbienen des letzten Brutsatzes. A 'la LIEBIG ~5000 Stück.

  • Jetzt zu schwache Ableger erzeugen bis zur Vereinigung kaum Winterbienen und mit anderen Schwächlingen später vereinigt entstehen auch keine guten Winterbienen mehr. Langlebige Bienen entstehen neben anderen Faktoren dadurch, dass sie durch Bienenmasseund abflachende Brutkurve aus dem Brutnest herherausgedrängt werden und weil "arbeitslos", Bienenbrot fressen. So entstehen auch SchwarmBienen. Im Überfluss! Wie stark sind doch gleich die Völker!?;-)

  • Hab grad zurück gelesen. Ich schließ mich im wesentlichen beeventure an. Lieber alle (von 2), als Keinen (von4) auswintern. Ich würde nur diese Woche noch vereinigen, siehe obige Artikel von mir. Würde auch das Wabenproblem lösen.

  • Hallo Specki. Lass dich nicht verunsichern. Die Ableger werden mit Sicherheit noch drei Brutzüklen durchlaufen,und das ist völlig ausreichend für Qualitatiev hochwertige Winterbienen.ich imker schon 28 Jahre und weiß wovon ich Rede.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Wenn es hier um Vollvölker gehen würde.... hätte ich nichts geschrieben.
    Wäre schön, wenn hier mal gestandene Dadantimker die Situation einschätzen könnten. Das würde dem Fragesteller bestimmt mehr helfen als der Hinweis auf x Jahre Erfahrung.

  • Schillbee. Wenn du richtig gelesen hättest, hättest du unter meinen Post gelesen Dadant US plus jahrelange Erfahrung.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Auch kleinere Einheiten erbrüten Winterbienen.
    Sie entstehen nicht durch Fressen von Bienenbrot, weil sie arbeitslos sind - vielmehr ist das ihre vorbestimmte Aufgabe. Teils wird das offensichtlich schon in der Zelle festgelegt, wer was wird später. Schlüpfende Winterbienen tun nichts, sie mampfen, sie beginnen aber nicht den üblichen Werdegang der kurzlebigen Arbeiterin.
    Obwohl noch vieles nicht geklärt ist, weisen die bisherigen Erkenntnisse zu Winterbienenentstehung nicht auf so einen Mechanismus hin.
    Und deshalb wirkt Vereinigen im Oktober sehr wohl.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

    Einmal editiert, zuletzt von beetic ()

  • Wie so oft, jeder empfiehlt was anderes ^^


    Ich denke ich mache folgendes:
    Mehr füttern!
    Die Futterwabe rechts direkt neben das Brutnest hängen.
    Weiter mit Mittelwänden erweitern. Sobald sie Anfangen die letztgegebene auszubauen kommt eine neue hinein.
    Alle 4 Ableger weiterlaufen lassen bis Sept./Okt.
    Dann entscheiden ob ich sie zu zwei Völkern oder zu drei Völkern vereinige. VIelleicht werden die ersten zwei noch stark genug, so dass ich nur die letzten beiden vereinigen muss. Alle vier werde ich wohl nicht schaffen, ist aber nicht schlimm, ich gehe lieber mit weniger Völkern in den Winter, die das dann auch packen und im nächsten Jahr zur Honigernte beitragen, als das Risiko eines Kümmerlings einzugehen. Das Wachstum und somit auch der Ausbau geht ja nicht linear von statten sondern deutlich schneller um so größer die Völker geworden sind, also ist meine Hoffnung momentan mal auf drei Völkern.
    Langzeitbehandlung mit Ameisensäure werde ich Ende Sept. vorsehen.


    Wenn da in der Vorgehensweise jetzt noch ein dramatischer Fehler ist, bitte darauf hinweisen ;)


    Gruß
    Specki

    Wir seh'n die Menschen um uns herum, viele krank und furchtbar dumm. Reden viel von Intellekt, doch der Natur zoll'n sie keinen Respekt. [XIV Dark Centuries]

  • Ende September ist für die Langzeitbehandlung definitiv zu spät. Auch wenn es sich um Ableger handelt, sollten diese im regulären Zyklus der Wirtschaftsvölker behandelt werden. Auch wenn Josef dies mit seinen 28 Jahren Erfahrung mit 10 Völkern in Dadant US wahrscheinlich anders sehen wird.


    Im Segeberger (und auch allen anderen Maßen :lol:) werden die Völker/Ableger Anfang August das erste Mal behandelt. Mitte/Ende September nach der Auffütterung kannst du (bei Bedarf) eine zweite Behandlung durchführen.


    Um vorheriges noch einmal aufzugreifen, man kann mit schwachen Völkern (2 besetzte Wabengassen) Einwintern und diese auch ggf. Auswintern, aber es entstehen zumeist folgende Probleme:
    - Futterabriss im Winter aufgrund fehlender Bienenmasse -> Resultat kann man sich denken
    - mäßige Entwicklung im Frühjahr -> Resultat ist zu schwache Völker für die Honigernte, zumeist erst zur Sommertracht stark genug


    Dieser Winter war sehr mild und außergewöhnlich, aber das wird so schnell nicht wieder kommen.


    Wie gesagt, bei Josef seiner Dadant-Imkerei kann dies sicher anders sein, aber in der Regel wird es so verlaufen wie geschildert.


  • Das ist so eine Aussage! Manche müssen im Oktober nach der letzten Schleuderung noch füttern oder besser FW reinhängen. Bei Anderen und in ungünstigen Jahren gibt es den ersten Schneebruch und nur starke, intakte Völker überleben!

  • Schillbee,


    würdest Du das oben bitte noch leserlich bzw. korrekt zitiert überarbeiten?


    Das im Kasten als Zitat markierte habe ich nicht geschrieben.


    Es gibt dazu etliche Studien und Hinweise. Fressen und zum Speicher werden ist auch eine Aufgabe/Tätigkeit, sicher. Dass sie nichts tun, damit meinte ich, nichts die üblichen Aufgaben betreffend: Pflege, Putzen, Bauen, Sammeln...


    Mit den kleineren Einheiten meinte ich übrigens nicht, sie einwintern zu lassen. Jedoch machen die auch ihr Ding und im September/Oktober kann man sie ebenso vereinigen und bis dahin machen lassen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper