Holzstücke anstatt Stroh/Gras in den Futtereimer?

  • Ich würd mal nachdenken und endlich ordentliche Futtereinrichtungen kaufen.
    Geiz ist doch so geil, ich fasse es nicht...


    Nee Peter, würde ich nicht so absolut sagen!


    Ich habe so ziemlich alle Futttergeschirre ausprobiert, incl. der Hinterbehandler-Fläschchen usw. Aktuell habe ich noch Futterzagen mit seitlichem Aufstieg, nach Adam, Futterwaben und Schüsseln mit Holzwolle.


    Alle haben ihre Vor- und Nachteile!


    Gestern habe ich mit ner Stirnlampe auf dem Kopf alle durchgefüttert, auch die mit reichlich Bienenkontakt - ohne einen Stich!


    Bei den Schüsseln sehe ich mehr was im Volk los ist, durch die Folie und wie sie das Futter annehmen - finde ich sehr gut.


    Adamfütterer sind sehr gut. Wenig Probleme mit Ertrunkenen usw.


    Futtertaschen nehme ich für die schwächeren Völker bzw. für die wo ich befürchte noch bis Anfang Oktober füttern zu müssen. Sind nahe am Bienensitz.


    Gruß Jörg

  • Der Schaumglasschotter ist meiner Meinung nach die einfachste und beste Schwimmhilfe für die Fütterung von Ablegern oder Völkern mit der breiten Futtertasche.
    Schnell eingesetzt, sehr bienenabsaufsicher und anschl. einfach zu reinigen.


    LG Thomas

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Also ich habe die besten Erfahrung mit Stroh gemacht. Kostenlos erhältlich (liegt nach der Getreide Ernte auf dem Feld), ultraleicht und Einwegprodukt. Da muss ich nichts schneiden und spülen. Nach dem Füttern wird das Zeug auf den Boden gekippt, fertig. Futtergeschüre, Adamfütere, Futertaschen alles ausprobiert und entsorgt. Ein 50 Cent. 5-10 Liter großer Eimer, mit Stroh drauf ist einfach zu handhaben, leicht, preiswert und unkompliziert.


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  • Stroh ist super,


    kein Landwirt kommt auf den Gedanken sein Getreide zu spritzen. Und garantiert auch kein Clyphosat, der Einsatz dieses Mittels wird immer nur von anderen behauptet.
    :cool:
    Gruß
    Ulrich

  • Ja, auf den paar Strohhalmen kleben bestimmt kiloweise Spritzmittel. Danke für den Gefahrenhinweis. Jetzt kann ich bestimmt den Honig im nächsten Jahr nicht mehr verkaufen.


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  • An meinen Behältern habe ich Streifen aus simplem Fliegennetz angeklebt. Dasselbe Netzgewebe, aus dem ich meinen Fangsack genäht habe. Nicht, weil es zu billig war, sondern rein aus praktischen Gründen. Wird von aussen mit Überlänge über beide Ränder geklebt und schwimmt innen auf dem Zuckerwasser auf. Ist weiß, sauber und kann einfach mit Wasser ausgespült werden, falls doch mal übrig bleiben sollte. Korkscheiben/Untersetzer gefielen mir nicht, weil sie auch irgendwann schimmeln und zudem auch mit der Zeit zerbrösen. Stroh und Holunderstöckchen haben mir auch nicht wirklich zugesagt.


    Gruß Andreas

  • Ja, auf den paar Strohhalmen kleben bestimmt kiloweise Spritzmittel. ...


    Das würde ich nicht unterschätzen. Das Getreide wird oft direkt vor der Ernte noch gepritzt, für gleichmäßige Reife und gegen Unkräuter beim Dreschen. Ich kenne einen Bio-Hähnchenmäster dem im Fleisch der Hähnchen zu hohe Glyphosatwerte nachgewiesen wurden - Grund konventionelles Stroh als Einstreu.


    Gruß Jörg

  • Danke Jörg,


    Auswirkung von Glyphosat auf die Honigbiene, Prof. Randolf Menzel.
    Bitte mal googeln. Ist interessant.


    Gruß
    Ulrich


  • Auswirkung von Glyphosat auf die Honigbiene, Prof. Randolf Menzel.


    Dieses Zeug wird ja nicht nur gegen die unerwünschten Pflanzen auf den Feldern genommen, sondern auch zur kontrollierteren/planbaren Ernte am Erntegut selbst eingesetzt. Ausgebracht und nach 14 Tagen kann geerntet werden. Lecker!

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Ich dachte, wir reden hier über Schwimmhilfen :( ... oder können Bienen auf Glyphosat schwimmen? :wink:

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Ich dachte, wir reden hier über Schwimmhilfen :( ... oder können Bienen auf Glyphosat schwimmen? :wink:


    Ja was denn? Was nützt Dir das, wenn eine weitere Qualität neben der Schwimmfähigkeit eine gewisse Giftigkeit ist? Das ist doch schon ein Aspekt, der eine Verwendbarkeit unter Umständen einschränkt, oder? Nur schwimmen und billig reicht einem ja ggf. nicht aus, insofern hat Jörg da schon einen Punkt. Grade Sikkation bei Getreide ist ein echtes Problem (weil es so billig und praktisch ist. Billig allerdings nur für den Landwirt).


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife