Ich und Futterzarge = Fail?

  • Hallo!


    Ich bin ja wie ihr wisst Anfänger im 1. Jahr und habe jetzt zum Anfüttern vor der AS Behandlung zum allerersteren Mal meine Futterzargen ausprobiert (Zander, von Dehner mit Gitter).
    Der Plan war je nach Volk bis zu 5KG raffinierten Zucker zuzufüttern. Dazu habe ich den Zucker in die Zargen gekippt und anschließend im 3:2 (mindestens, max 1:1) Verhältnis Wasser dazu gekippt.


    Nach 2 Tagen waren von 6 Völkern die Futterzargen von 3 "ausgetrocknet" (also mit steinharten Zucker drin) und bei den anderen haben sich die Bienen in der Futterzarge getummelt und die Zarge belüftet...
    Ich habe da also nochmal Wasser nachgekippt und den Zucker aufgelockert und gerührt. Heute durfte ich dann manuell 5KG Honig von 20KG per Hand wieder heraus kratzen. Zum Schluss hatte ich keinen Nerv mehr und der Zucker hängt jetzt an der Decke mit dem Nassenheider direkt darunter (umgedrehte Futterzarge).


    Jetzt möchte ich ja doch mal Fragen:
    a) Ist es normal, dass die Bienen sich in der Futterzarge tummeln? Bei mir sind die irgendwie unter / hinter das Gitter gekrochen.
    b) Wie kann man ohne viel Gemansche mit Zucker in den Futterzargen füttern? Im Moment bin ich geneigt mir den Zucker-Stress nicht noch einmal für die Wintereinfütterung anzutun und einfach auf API Invert zu setzen.


    Ich bin offen für Ratschläge!

  • Hallo Genscher!


    Wie du das gemacht hast das ist schon mindestens als etwas "ungeschickt" zu bezeichnen.


    Zucker ohne ihn vorher aufzulösen kannst Du nur im Futtereimer mit so einem kleinmaschigen Drahtgeflechtdeckel direkt umstülpen und zum Einfüttern nehmen.


    Zucker in der Futterzarge wird IMMER vorher im Eimer oder Fass oder auch im Tank gelöst und dann in die Futterzarge gegeben zum Verfüttern.


    Und wenn die Bienen ganz am Schluss die Futterzarge immer gleich blitzblank ausschlecken sollen, dann ist unten in dieser Zarge nach der Abnahme des allermeisten Futters (angerührte Zuckerlösung 1:1 oder 3:2) ein kleines Loch, wo die Bienen dann in die Futterzarge rein krabbeln können und eben ausschlecken. Ich selbst mag das nicht so und lasse erst ganz am Schluss der Einfütterungsaktion die Futterzargen von den Bienen säubern. Ich füttere aber Sirup und der wird nicht so schnell schlecht wie Zuckerwasser.


    Noch weitere Fragen?
    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hi Genscher,


    ich hab das einmal gesehen was dass für ein geiere mit Zuckeranmischen ist. Wie Luffi schon schreibt musst du das vorher auflösen. Im Aktuellen Imkerfreund ist ein Artikel von jemanden der sich da selbst ein Fass umgebaut indem sich der Sirup unten absetzt.
    Nachdem ich dass mit dem Zucker anrühren gesehen habe, war ich mir sicher, dass ich nur Sirup füttern werde.
    Wenn du Api Invert brauchst Baywa Agrar in der Hafenstraße. In Fürth hät das vorrätig.



    Grüße,


    Maxikaner



  • bei mir ist das im ersten Imkerjahr mächtig scheif gegangen, als sich der Zucker auf dem Metallgitter verhärtete und ich mich wunderte, warum die Bienen kein Futter angenommen haben.
    Klar, weil nix raus gelaufen ist...

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Ist es wirklich so schwer, einfach 1 zu 1 zu kopieren, wie andere erfolgreich jahrzehntelang schon einfüttern? Muß man gerde bei kleiner Völkerzahl und Ahnungslosigkeit mit Zucklösung oder Kristallzuckermaise füttern? Mit Teig und Sirup sind preiswerte idiotensichere Futter auf dem Markt. Geruchlos, haltbar, verträglich.


    Was reitet gerade Anfänger immer wieder zu Gemansche? Wenn ich könnte, würde ich die Zuckerfütterung in den ersten Imkerjahren einfach verbieten. Lest mal quer durchs Forum: Wenn beim Füttern was schief geht, dann immer mit Plörre oder hier mit Krümeln. Gammelt, löst sich nicht, wird nachverdünnt, gammelt erneut, läuft aus oder über, wird schleimig, sauer oder aus andern Gründen nichg angenomme ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Futterzargen ausprobiert (Zander, von Dehner mit Gitter).
    [ ... ]
    haben sich die Bienen in der Futterzarge getummelt und die Zarge belüftet...


    Konstruktionsfehler der Zargen!


    Diese Dinger mit dem Streckgitter habe ich auch, und konnte mir nie erklären, wie die Viecher da in den Vorratsraum kommen.


    Der Händler wollte ums Verrecken nicht einsehen, dass da was nicht stimmt. Weil er sich auch nicht erklären konnte, wie die da reinkommen. Zurücknehmen wollte er die nicht. So viel zum gekauftem vs. selbst-gebautem (gell, Henry?)


    Ich habe mir dann entsprechende Plexiglas-Winkel biegen lassen. Seitdem ist Ruhe im Karton...


    Zitat


    Heute durfte ich dann manuell 5KG Honig von 20KG per Hand wieder heraus kratzen.


    Müssen wir das verstehen?


    Ansonsten wurde ja schon alles gesagt: Zuckerwasser nur bei Ablegern (ausser Du machst Bio)

  • Hi Genscher,


    na was machst du denn für Sachen? :-D


    Logischerweise muss die Zuckerlösung vorher angerührt werden.
    Musste ehrlich gesagt gerade doch etwas lachen .... :)


    Ich sehe das 'Gemansche' nicht ganz so eng wie z.B. Henry.
    Einen 500 Liter Vorrat anrühren um ihn dann in 4 Wochen zu verfüttern geht halt nicht.
    Die Lösung muss immer frisch angerührt werden. Macht daher mehr Arbeit.
    Ich denke wenn man das beachtet sollte alles im grünen Bereich sein.


    Ich füttere gerade meine 3 Ableger mit Zuckerlösung an.
    Mische vor dem Füttern frisch an, geht wunderbar.
    Allerdings auch im sehr kleinen Stil. Wie das mit deutlich mehr Völkern aussieht kann ich mangels Erfahrung nicht sagen.


    Der Zucker hat mich pro Kilo 0,68 Euronen gekostet. Also auch recht günstig ....


    Gruß

    Seit 16.4.2014 aktiver Imkerneuling. :daumen: 8 Völker auf Dadant. :)

  • ..die Viecher...


    Siehste, Genscher,


    wegen solcher Fehlformulierungen passiert so was!


    Erst dachte ich ja schon, nicht "Fail", sondern "Fake".


    Aber diese staatenbildenden Insekten, die den Zucker Kristallweise wegtragen ins Brutnest, dass sind Ameisen :lol:


    Quintessenz: Vorher Auflösen ist im Falle von Zucker immer gut.


    Grüße


    Marion,


    die mit Bienen in den Beuten und auch im Fütterer...

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Konstruktionsfehler der Zargen!
    ............
    Der Händler wollte ums Verrecken nicht einsehen, dass da was nicht stimmt. Weil er sich auch nicht erklären konnte, wie die da reinkommen. Zurücknehmen wollte er die nicht. So viel zum gekauftem vs. selbst-gebautem (gell, Henry?)


    Suboptimales Beutensystem
    - Adamsfütterer
    - Flache Futterzargen mit Alulochblech
    - hohe Futterzargen mit Plexiglas
    - hohe Futterzargen mit Alulochblech


    die funktionieren ALLE bei mir im Segebergersstem.


    Bis bald


    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)


  • Einen 500 Liter Vorrat anrühren um ihn dann in 4 Wochen zu verfüttern geht halt nicht.


    Wieso geht das nicht?
    Wie kommst Du zu dieser Aussage?


    Ich mische 2 : 1 = Zucker : Wasser. Kein Schreibfehler. Zähes Zeug, aber stabil - ohne Invertierung.
    Denn davon halte ich nichts.
    Selbst ein sauber (!) angerührtes Futter in 3 : 2 hält bei kühler Lagerung ohne Problem > Restmenge die nicht aufgebraucht wurde.


    Vor Ort wird die 2:1 Mischung je nach Volk (Ableger, Wirtschaftsvölker, KS) angepaßt verdünnt und gefüttert.
    Was im Spätherbst übrig ist, bleibt im Eimer. Stabil. Kippt nicht um und zieht keine Fäden/Schlieren.
    Gelegentlich setzt sich etwas Zucker am Boden ab. Na und. Dieser Gries kommt nicht in den Futtertrog, sondern wird einfach mit etwas warmen Wasser aufgelöst > KS/Ableger.


    Ich habe nach etlichen Jahren mit dem Kauf fertigem Bienenfutters wieder umgestellt auf das Selbstanrühren. Ja es macht etwas Arbeit, doch mit einer guten Pumpe geht es fast von alleine. Mit dieser Lösung bin ich flexibler, da ich die Dicke des Futters selbst bestimmen kann.


    Warum dünne 1:1 Lösung (oder gar noch dünner) für Ableger/KS?
    Weil meine Völker dann besser Ausbauen und sehr 'fleißig' sind. Die große Zunahme der Brutfläche ist ebenfalls erwünscht.
    An anderer Stelle hier im Forum wurde dieser Seite einer Fütterung (mit dünner Zuckerpampe) ja bereits ansprochen.


    Jonas