Futtervorrat in der Eifel

  • Hi,


    wir haben unsere Völker von Köln in die Eifel mitgebracht. Bald werden wir den Honig schleudern und die Völker für die Überwinterung vorbereiten. Das ist unser erstes Jahr in der Eifel (Aremberg, 520 m. über N.N) und wir wissen nicht wie viel Futter die Völker benötigen. Gibt es vielleicht ein Imker in der Umgebung, der mit 12er Dadant imkert und der uns dieser Wert mitteilen kann? Letzten Winter haben wir die Federzugwaage-Methode benutzt und die Völker wogen ca. 15 Kg (also die ganze Kiste 30 Kg). Der Winter in der Eifel ist aber etwas kälter und länger als in Köln. Würden es 17 Kg reichen?


    Danke und Grüße,
    Michele

  • :confused:
    Ups! 12er Dadant und 30 kg Wintergewicht gesamt, das erscheint mir echt wenig, weil eine 12er Dadantbeute leer mehr wiegt als 15 kg. Meine BergwinkelweymouthkieferDadant wiegen laut Lieferschein leer mit 10 Waben und Fütterer drauf ohne ASG 28 kg.
    Bei 11 Waben und Futterbedarfberechnung von 2,1 kg pro besetzter Wabe komme ich auf rund 50 kg.


    Köln ist nicht das Sauerland (ich kenne beides:wink:), jedoch ist innerdeutschens die Futtermenge nicht so gewaltig unterschiedlich.


    Meine wiegen je nach Volk winterfertig bis 55 kg. Bisschen Luft muss sein! Mindestens 20 kg Futter muss auch, bei Spättracht und bereits dicken Futterkränzen natürlich weniger, trotzdem kommt man da aber nicht auf bloß 30 kg Gesamtgewicht.


    Dazu auch hier gucken, hatten wir schon: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=22413


    Und diesen Link hier


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Moin Michele,
    wenn Du nicht sicher bist, schau halt rein.
    Wenn Du nicht weisst, was eine volle Futterwabe wiegt, häng sie kurz an die Federwaage.
    Ist glaube ich allemal besser als jede Kaffeesatzleserei von hier aus.
    Viel Spass in "Preussisch-Sibirien" :daumen:

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo,
    da ich dort häufiger mal bin, kenne ich mich ein wenig aus. Habe dort Ausschau nach Imkern gehalten, aber in kaum einem der Dörfer ist noch einer zu finden. Wenn Du jemanden kennenlernst, der dort imkert, würde mich der Kontakt sehr interessieren (auch gerne per PN).
    Ferner würde ich deutlich mehr einfüttern. Die Winter sind lang. Noch im März kann Schnee liegen. Kommt halt auf das Jahr an.
    Ich würde von mindestens 3 Wochen Verzögerung des Frühlings gegenüber Köln ausgehen (also: erste Weidenblüte am Aremberg 3 Wochen später als in Köln).
    Viele Grüße
    apirita

  • Verbrauch von 4 kg Futter pro Frühlingsmonat. Drei Wochen Verzögerung und Du bist mit 5 kg mehr auf der sicheren Seite.

  • Bei 11 Waben und Futterbedarfberechnung von 2,1 kg pro besetzter Wabe komme ich auf rund 50 kg.


    Hi Marion,


    danke für deine Antwort. Ich habe einen falschen Wert mitgeteilt, hälfte der Kiste (ohne Boden) wog 17 Kg. Wir hatten auch nur 6 besetzte Wabe, also 2,1 X 6 = 12,6 + 15 = 27,6. Mit 34 Kg waren wir also auf der sicheren Seite. Die Völker sind auch nicht verhungert.


    Grüße,
    Michele

  • .... Gibt es vielleicht ein Imker in der Umgebung, der mit 12er Dadant imkert und der uns dieser Wert mitteilen kann? ....


    Danke und Grüße,
    Michele


    Salut Michele,


    ich wohne hinter Schleiden, tiefste Eifel....
    Meine Bienen wohnen in 10er und 12er Dadant-Beuten, letztes Jahr hatten meine Völker im Schnitt 18 kg Futter zu Verfügung. Fast alle Völker sind mit 1-2 übrig gebliebene Futterwabe aus dem Winter gekommen. Wobei man sagen muss, es war ein "Ausnahme-Winter"


    Gruß aus der Eifel


    Jeannie

  • Ich wohne Luftlinie 8 km weiter nördlich auf knapp 500m Höhe. Egal ob Dadant (2Völker) oder DN zweitrangig, alle Völker kommen mit 15 l Sirup gut durch den Winter, seit Jahren, also auch in sehr kalten. Der Grund: Auch nach dem Schleudern kommt hier noch einiges rein, weil hier sehr viel Dauergrünland, Hecken, Brachen, aber auch viel naturnah bewirtschafteter Wald ist. Da blühen beispielsweise im August massenhaft Flockenblumen, momentan noch viel Weißklee, später auch Efeu. Im Frühjahr hatten die Völker immer noch durchschnittlich 1,5 - 2 Futterwaben übrig. Und in Aremberg dürfte es ähnlich sein. Unsere Höhenlage hat zwar raueres Klima, aber dadurch auch extensivere Landwirtschaft :-)