Ich war heute bei Wagner-Imkertechnik...

  • Liebe Bienenvermehrer,


    heute Morgen war ich bei Wagner in Mudau und habe sehr interessante Dinge gehört !!!


    Zunächst einmal zu Hr. Wagner:
    Ein Lehrer aus dem ehem. Rumänien, der sich sein Brot in D hart erkämpft hat. Nach div. Studien und Lehramt dann den Weg des Berufsimkers eingeschlagen hat. Man muss fairerweise sagen, dass er schon seit Kindheitstagen mit Bienen aufgewachsen ist (professionell) .


    Habe den Betrieb besichtigt und viele interessante Dinge erfahren was die Berufsimkerei (!) angeht. Plakativ gesagt war die Aussage: Alles Sch... ausser Dadantbetriebsweise. Aus seiner Sichtweise durchaus verständlich. 60-Waben Radialschleuder und Sumpf mitsamt einer teuren (75.000EUR) Honigkläranlage/Mittelwandpresse besichtigt. Alles soweit super!


    Das Argument für die Dadant-Betriebsweise hat er meines Erachtens etwas schwammig dargestellt. "Man muss eben die Biene verstehen" sagte er. Die Quellennachweise fehlen mir hier leider.


    Was Neues was ich witzig fand (gibts auch hiet im Forum): Varroamilben fallen auch bei Knoblaucheinsatz, da diese Spinnentiere wesentlich sensibler wären als andere Lebewesen. Sie fallen, da sie den Geruch nicht vertragen können!
    Nachteil: Geruch usw. im Volk/Kasten!
    Die Theorie fand ich plausibel. Auch auf der Grundlage, dass man sich als (Hobby)imker nicht alles andrehen lassen sollte was die Industrie gerade anbietet.




    So, jetzt wäre ich mal auf eure Rückmeldungen gespannt!


    Liebe Grüße
    Waldschrat


    PS: spart euch doch bitte die Zeit ironische comments zu geben. Das hilft niemanden !

    "Die Bienen lieben Dich - Sie wollen sich bei Dir vermehren" ....sprach der Imkerpate und der Schwarm zog aus

  • Check nicht was genau jetzt die Sache ist. Zu was meinst du denn Rückmeldungen? Dass Berufsimkerei Massentierhaltung ist oder was?


    Das mit dem Knoblauch find ich gut. Ich hatte auch schon den Gedanke ob die Schachtelhalmbrühe für die Tomaten gegen Pilze nicht vllt auch gegen die Milben helfen könnte. Angewendet wie Milchsäure. Oder dann eben eine Knoblauchbrühe zubereiten.

  • Hi Waldschrat,


    In Rumänien ist Dadant sehr weit verbreitet, von daher kommen evtl. seine Erfahrungen.
    Dadant ist auf jedenfall ein gutes Beutenformat, ob es das A und O für die Berufsimkerei ist muss man sich selbst beantworten.
    Wanderimker fahren mit den Großen Beuten immer einen Haufen Leeren Raum durch die Gegend.
    Ich glaube für den Berufsimker ( und mich als Hobbyimker) ist ein Brutraum das elementare.
    Einräumige Betriebsweise ist das Zauberwort.



    Viele Grüße,



    Maxikaner

  • Liebe Bienenvermehrer,



    Was Neues was ich witzig fand (gibts auch hiet im Forum): Varroamilben fallen auch bei Knoblaucheinsatz, da diese Spinnentiere wesentlich sensibler wären als andere Lebewesen. Sie fallen, da sie den Geruch nicht vertragen können!


    Witzig finde ich das nicht.
    Gut dass es ein Berfusimker preisgibt.
    Dem wird mehr Gehör geschenkt.

  • Ich habe Ernst Wagner als ganz besonderen Imkertechnik-Händler kennen gelernt. Er ist Mitglied in der Buckfastgesellschaft (was auch die Richtung vorgibt: Dadant nach Bruder Adam und Buckfastbiene) fast seit der ersten Stunde. Seine Erfahrung als Erwerbsimker (300 Völker) sind pragmatisch und mehrfach erprobt. Er widerspricht dann auch gerne mal einem Hans Beer: "Das kannste mit Deinen paar Völkern schon so machen, aber nicht mit 300!"
    Und diese Erfahrung fließt auch in die Entwicklung und die Konstruktion von Beuten & Co ein. Gerade wer's gern mit Holz hat, ist bei ihm gut aufgehoben. Und seine deutsche Prägung sorgt dafür, dass auch die Fertigung in Rumänien absolut sauber und akkurat ist.
    Und seine Familie rundet das "Einkaufserlebnis" in Mudau noch ab. Da läuft viel über Vorschussvertrauen und Freundlichkeit. Das Ganze gepaart mit einem hohen Grad an Professionalisierung. Für mich gibt es seit ich Wagner kennen gerlernt habe nun noch einen zweiten Imkereitechnik-Dealer des Vertrauens: Franz in Marsberg und Wagner in Mudau!


    Grüße aus Kassel,


    vic


    P.S.: Gibt es eigentlich auch Berufsimker, die nicht mit Dadant arbeiten? Störmann hat meines Wissens nach ein anderes Beutenmaß von seinem Vater geerbt und bleibt wohl bis heute daran kleben. Der fährt immerhin 1000 Völker.

    «Kasseler Stadthonig» – Ertragreiche und sanftmütige Buckfast-Bienen in 10er-Dadant, rund 30 Völker auf verschiedenen Dächern in der Kasseler Innenstadt.

  • Und seine deutsche Prägung sorgt dafür, dass auch die Fertigung in Rumänien absolut sauber und akkurat ist.
    Da läuft viel über Vorschussvertrauen und Freundlichkeit.


    Darüber kann man streiten. Meine letzten Lieferungen waren das Gegenteil, oder ich definiere akkurat anders :-?

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • P.S.: Gibt es eigentlich auch Berufsimker, die nicht mit Dadant arbeiten? Störmann hat meines Wissens nach ein anderes Beutenmaß von seinem Vater geerbt und bleibt wohl bis heute daran kleben. Der fährt immerhin 1000 Völker.


    Aber selbstverständlich! Gerade in DE sind vielleicht 50% der Berufsimker auf Dadant. Mehr sicher nicht.


    Gruß
    Reiner

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • In Rumänien ist Dadant sehr weit verbreitet...


    .... Knoblauch auch.
    In der Walachei gilt Knoblauch schließlich seit Draculas Zeiten als Allheilmittel gegen Blutsauger aller Art.



    Herzliche Grüße
    Regina, die Herrn Wagner damals sehr kreativ und unterhaltsam fand.
    Nie werde ich vergessen, wie er vor Publikum ein Oxalsäure-Süppchen nach eigenem Rezept mixte.
    Echter Imker eben.

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Ja, und das Süppchen verabreichte er zur besten Trachtzeit in die Völker mit Honigraum. Vorbildlich?

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • ich bin zwar nicht helianthus, aber dieses Süppchen war es nicht...es war eine Mischung Oxalsäure mit Wintergrünöl...das brannte sowas von in den Augen nur vom zugucken...


    Vermutlich fallen die Varroen deshalb ab, weil sie sich mit allen Füßen die Augen reiben müssen:cool:

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Ja, und das Süppchen verabreichte er zur besten Trachtzeit in die Völker mit Honigraum. Vorbildlich?


    Ich würde sagen er war (bzw ist) der Zeit voraus.:u_idea_bulb02::cool:


    Viele Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)