Zucker vs. Honig

  • Hier das Original: http://www.nature.com/srep/201…05726/full/srep05726.html


    Imker füttern oft High Fructose Corn Syrup (HFCS) oder Saccharose nach der Honigernte oder in Zeiten von Nektarmangel. Hier berichten wir, dass, bezogen auf Honig, die chronischer Zufuhr von einem dieser beiden alternativen Kohlenhydratquellen hunderte von Unterschieden in der Genexpression im Fettkörper ausgelöst werden, einem von Nährstoff umfassten Gewebe analog der Leber- und dem Fettgewebe bei Wirbeltieren. Diese Expressionsunterschiede enthalten Gene, die in den Proteinstoffwechsel und Oxidations-Reduktions-, darunter auch einige in Tyrosin und Phenylalanin-Stoffwechsel beteiligt sind. Unterschiede zwischen HFCS und Saccharose Diäten waren viel subtiler und enthalten einige Gene in der Kohlenhydrat-und Fettstoffwechsel beteiligt. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die Bienen Nahrungsbestandteile aus Honig erhalten, die nicht in der Ersatznahrung enthalten ist, die weit verbreitet in der Imkerei verwendet wird.

  • danke für die Übersetzung


    hab mir die Studie auch von Google übersetzen lassen und es im Prinzip auch verstanden (nicht im Detail)


    meine Frage (ich weiß, die war eher zwischen den Zeilen) sollte eher lauten: "wie schätzt ihr das ein, machen wir wirklich was entscheidendes falsch, wenn wir für den Winter "nur" mit Zucker oder Sirup einfüttern?"

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher

  • Auf der anderen Seite habe ich zehn Jahre auf Honig überwintert und das hat auch nicht zu Superbienen geführt. :)


    Oder umgekehrt - es wurde Jahrzehnte mindestens auf Zucker überwintert und den Bienen geht es immer noch gut (wenn keine "Pflanzenschutz"mittel ins Spiel kommen)

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • d.h. für die Bienen ist die Balsaminetracht (solange sie noch nicht abgeschleudert wird :wink:) quasi etwas "gesünder" als "nur" Zuckerwasser/Sirup


    hat es hier ja reichlich

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher

  • Die Diskussion Honig sei besser als Zucker gehört jedes Jahr wieder geführt. Unbedingt. Die Argumente wurden einfach noch nicht oft genug gepostet, um als Wahrheiten zu gelten. Ich finde, die Diskussion sollte zweimal im Jahr eröffnet werden, mindestens. Scjon, daß nicht untergeht, daß die Bienen schon länger ausschließlich auf Honig überwinterten als sie es auf Zucker vom Imker tun.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Zuckerplörre wird schon mindestens 120 Jahre lang an Bienen verfüttert. Unser Verein besteht so lange und wir haben Rechnungen/Verteilscheine für Zucker in unserem Archiv. Der Verein ist als Käufer und Verteiler aufgetreten.


    Die negativen Punkte sind, daß Zuckerfutterreste im Honig landen könnten und es auch tun. Ganz zu schweigen von den Rückständen der "Schwimmhilfen". Zu den positiven Punkten von Zuckerfütterung gehören, daß der Bienendarm nicht so belastet wird und sie im Winter weniger raus zum Koten müssen. Außerdem übertragen sich so weniger Krankheiten wie Nosema oder Faulbrut.


    Ein bisschen Bewußtsein, was man da gerade tut, kann nicht schaden. Auch nicht die jährliche Erinnerung daran.

  • Der verlinkte/ beschriebene Effekt auf den Fettkörper der Bienen wirkt außerdem betont auch bei der Entstehung derselbigen.
    Es dürfte vielleicht einen Unterschied machen, ob die Bienen damit [Iüberwintern oder ob sie zusätzlich damit oder ausschließlich damit ihre Winterbienen erbrüten müssen, denn die werden eben nicht nur damit am Leben gehalten sondern damit hergestellt/aufgebaut.
    Pollenangebot zur Winterbienenproduktion ist auch zu bedenken (es heißt nun mal "Fett-Eiweißkörper"!).
    Für die reine Heizleistung, denn Brennstoff also zur Temperaturregulation habe ich da weniger Bedenken.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Man könnte zum Test ja mal Bienen auf Honig überwintern, dem der Zucker restlos entzogen wurde. Dann hätte man harte Fakten im Boden.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Naja es geht ja nicht primär um besser oder schlechter sondern um könnte Auswirkungen auf die Expression bestimmter Gensequenzen oder eben nicht. Ob das nun gut, von Vorteil, schlecht und von Nachteil ist sei mal dahin gestellt.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Na, Du weißt doch: an Erkenntnissen mangelt es nicht - an der Umsetzung hapert es.