Begleitbienen im Zusetzkäfig vor zusetzen entfernen ?

  • Liebe Imkerfreunde,


    Ohne eine Diskussion lostreten zu wollen, dass Umweiseln über einen Kunstschwarm bzw. Ableger sicherer ist, würde mich interessieren, ob beim Umweiseln über einen Zusetzkäfig sinnvollerweise die mitverschickten Begletbienen entfernt werden sollen
    In der Literatur gehen die Meinungen diametral auseinander :
    Eine Fraktion sagt, dass die Bienen unbedingt zu entfernen sind, da die Begletbienen quasi die ersten seien, " die Streit im Volk anfangen, und so die neue Königin gefährend" , wohin gegen die 2. Fraktion sagt, die Begleitbienen seien notwendig, um die Versorgung der Königin bis zum Ausfressen zu gewährleisten und die Verbreitung der Pheromone der Neuen zu beschleunigen.


    Was ist denn nun richtig, :confused:


    Liebe Grüsse Honigbrot

  • also der Züchter bei dem ich bisher gekauft habe meinte, da meine Völker hoffnungslos weisellos sind, kann ich die ohne Probleme drin lassen - gab bisher auch nie (bei zweimal) ein Problem ;)


    aber wirklich Ahnung hab ich nicht

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher

  • Also ich hab sie bis jetzt immer drin gelassen. Das einzige Mal wo ich Weiseln verloren habe, war beim zusetzen einer Buckfast in ein Carnicavolk das funktioniert bis jetzt nur in 50% der Fälle.

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Hallo,


    ja dies muss unbedingt erfolgen.
    Gruß
    KME


    Hallo KME.
    Ich habe bisher noch nie Begleitbienen entfernt.
    Hat bestens funktioniert.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hallo Bernhard!


    Wie war denn der "Systemzustand" des umzuweiselnden Volkes beim Zusetzen mit Käfig?
    KS oder Ableger oder Vollvolk
    Welche Jahreszeit
    Wie lange war die Königin schon unterwegs
    Wie alt war die neue Königin
    Wie alt die zu ersetzende

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hallo,


    Bin auf jeden Fall für das Entfernen der Begleitbienen und das prioritär aus hygienischen Gründen, nicht etwa wegen Streitgefahr.
    Gefahr von Nosema-Uebertragung ! Nosema hab ich nie gehabt und will auch keine.


    Liebe Grüsse, Norbert

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.

  • Na toll! Aus hygienischen Gründen drücken wir 7 Begleitbienen ab, die randvoll Königinnenduft den Hofstaat der Neuen bilden und ihre Drüsen für ihr Wohlergehen opferten. Das nich fair! Das fies!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ich habe gerade Urlaub, mein Denkehirn vielleicht auch,
    deshalb die Nachfrage:
    "Die Begleitbienen könnten Nosema übertragen, die Königin aber nicht,
    die von den Beleitbienen begleitet wurde?"
    LG

  • Genau! Die Begleitbienen stammen ja in aller Regel aus den hinterletzten vollversifften Siechvölker, wo sie von vollschwarzen Waben beladen mit allerlei Sporen paralytisch und schwarzsüchtig abgeglaubt wurden, weil sie nicht auffliegen konnten wegen der deformed wings und der vier Milben am Bauch und in den Tracheen ...


    Fragt Euch mal in was für Völker so Königinnen eingesetzt werden und was die warum dort retten sollen! Manchmal sind die Begleitbienen die, die aus hygienischen Gründen behalten werden sollten.


    Wer Waben zwischen den Völkern tausch, Brut und Futterwaben aufhebt, Futtergeschirre von Volk zu Volk wechselt oder gar Völker im Frühjahr ausgleicht oder Sammelbrut erst sammelt und dann aufteilt, sollte mal lauschen, ob da im Dorfe noch irgendwo ne Glocke schlägt! Bienen aus hygienischen Gründen umzubringen gibt es - ich wünsche es keim - noch genug Anlaß. Da dürfen ja wenigstens die notgedrungen Treuesten auf Überleben im neuen Volke hoffen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder


  • "Die Begleitbienen könnten Nosema übertragen, die Königin aber nicht,
    die von den Begleitbienen begleitet wurde?"
    LG


    Hi,
    Die Antwort inwiefern, resp. ob überhaupt die K. Nosema übertragen kann, überlasse ich Laborleuten.


    Mir geht es hier vor allem um eine rechnerische Verkleinerung der Gefahr.
    Du hast eine Mannschaft, sagen wir mal von 7 Begleitbienen + K., also 8.
    Entfernst Du 7 Begleitbienen, hast Du die Gefahr um 7 Achtel verkleinert, aber nicht ganz ausgeschlossen.
    Wenn ich eine neue einweisele tu ich das sowieso nicht im fraglichen, verkoteten Reise-Plastik-Käfig, sondern
    im sauberen (Thorpe) Drahtgitterkäfig, der horizontal auf ein Rahmenoberteil aufgelegt und nicht eingehängt wird.
    Das schützt unter anderem die Beinchen der Lady vom weggebissen werden.


    Wieso jetzt an anderer Stelle Sentimentalität wegen einiger kurzlebiger Begleitbienen aufkommt, die ich im übrigen nicht murkse, sondern abfliegen lasse, ist mir ein Rätsel.


    Ein echter Imker schaut nach echten Werten. Setzt man eine Weisel ein, geht es um die Zukunft eines Volkes, des Biens.
    Alles andere ist Quatsch !

    Ciao, Norbert

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.


  • Und waren es unterschiedliche Rassen...


    => zu viele Faktoren, warum es nicht klappen kann. Ohne Begleitbienen geht das besser und unter fast allen Umständen.