Ableger auf 1. Zarge

  • Hallo Zusammen,


    ich bin neu hier im Forum und auch ein Neueinsteiger in die Imkerei.


    Ich habe einen Ableger (Zander) Mitte Juni bekommen. Anfang Juli habe ich eine Mittelwand zum Ausbau hinter das letzte Rähmchen zugefügt; dies wird auch gut ausgebaut (momentan 6 Rähmchen).
    Nun habe ich gelesen, dass die Mittelwand aber neben das Brutnest kommen sollen?


    Wie stark sollte ein Ableger werden, damit dieser eine Chance hat über den Winter zu kommen?


    Danke für eine Antwort


    Grüße
    MixMax

  • Hallo MixMax,


    fütterst Du den Ableger regelmäßig? (Reizfütterung?)
    Ich hänge die MW mal als letztes, mal zwischen Honigwabe und Brutwabe.
    Beides funktioniert.
    Die Ableger geben jetzt noch mal richtig Gas .- ich denke deiner wird es die Größe betreffend sicherlich schaffen

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Zarge voll mit Mittelwänden machen und dünn füttern. Falls die am Brutnest anliegenden Waben voll Pollen sind, an den rand hängen und ans Brutnest die Mittelwände. Falls die das Brutnest flankierenden Waben gut zu bestiften sind, können die MW auch an den Rand. Versuchen, in Richtung Flugloch zu erweitern.


    Wenn er jetzt auf 6 Waben sitzt, brauchst Du nicht mehr einzelne MW geben, zumal bei Fütterung.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Ich klinke mich hier mal ein, da meine Ableger eine ähnliche Größe besitzen.


    Wie sieht da eigentlich mit einer Frühsommerbehandlung gegen die Vorroa aus?
    Aktuell fallen <1 Milbe/Tag bei meinen Ablegern. Ich fahre Ende nächster Woche in den Urlaub und würde dann erst Anfang/Mitte August behandeln. Jetzt noch möchte ich eigentlich nicht, da ich die sichtbare Aufwärtsentwicklung nicht bremsen möchte und der Milbenfall mir noch recht gering erscheint.
    Auf der anderen Seite bedeutet der Urlaub in dem Fall eine ganze Milbengeneration, was bei einem verhältnismäßig kleinem Brutnest möglicherweise größere Folgen hat.
    Daher meine Frage, ob ich doch nächste Woche eine einmalige Kurzzeitbehandlung durchführen sollte (Schwammtuch oben), um den Druck schonmal etwas zu minimieren und die Restmilben werden im August hoffentlich erledigt. Oder jetzt schon die große Keule mit einer Langzeitbehandlung schwingen, auch wenn die Königinnen dann wohl aus der Einlage gehen, was der Entwicklung wohl nicht besonders förderlich wäre. Oder gar nichts ... füttern (lassen) und nach dem Urlaub über die Entwicklung freuen.


    In den Büchern/Theorie ist Bienenhaltung so logisch (ich sage jetzt mal nicht Imkerei, aber das wäre ein anderer Thread) ...kaum steht man hinter den Ablegern ist vieles unklar und dann sieht man auch noch wie unterschiedlich zwei Ableger sein können.


  • Aktuell fallen <1 Milbe/Tag bei meinen Ablegern. Ich fahre Ende nächster Woche in den Urlaub und würde dann erst Anfang/Mitte August behandeln. Jetzt noch möchte ich eigentlich nicht, da ich die sichtbare Aufwärtsentwicklung nicht bremsen möchte und der Milbenfall mir noch recht gering erscheint..


    Genau so sehe ich das auch und deshalb würde ich es auch so machen. Die Aufwärtsentwicklung jetzt nicht bremsen.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Guten Morgen,


    danke für die Antworten. Ich füttere den Ableger mit Apiinvert-Sirup in regelmäßigem Abstand.


    Ich habe gestern noch ein Bienenvolk von einem Imker erhalten. Er hat dieses noch nicht gegen Varroa behandelt; das möchte ich aber jetzt tun.


    Der Imker riet mir für eine Schnellbehandlung 25 ml der 60 %igen Ameisensäure auf ein Schwammtuch zu träufeln und dieses in einer flachen Glasschale unter die Abdeckfolie zu stellen so ca. 24 Stunden


    Wäre das so richtig? Ein anderer Imker meinte, 50 ml Ameisensäure seien notwendig um eine ausreichende Wirkung zu erreichen.


    Viele Grüße
    MixMax

  • Ich meine, dass bei den - zumindest hier herrschenden Temperaturen von um die 30° - derzeit gar keine AS-Behandlung statt finden sollte ;-)

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Der Imker riet mir für eine Schnellbehandlung 25 ml der 60 %igen Ameisensäure auf ein Schwammtuch zu träufeln und dieses in einer flachen Glasschale unter die Abdeckfolie zu stellen so ca. 24 Stunden


    Hallo,


    das würde ich auf gar keinen Fall machen. Es würde wohl die gesamte offene Brut, möglicherweise auch viele Jungbienen und die Weisel umbringen.
    Mit AS und dem Schwammtuch habe ich erdenklich schlechte Erfahrung. Ich würde jetzt zu Thymovar raten.


    Gruß
    KME

  • Wäre das so richtig?


    Verrat uns doch mal, wo Du imkerst. Varroabehandlungsmöglichkeiten gibt es viele, die Wetterbedingungen müssen je nach Mittel stimmen. Hier http://www.bienenkunde.rlp.de/Internet/global/inetcntr.nsf/dlr_web_full.xsp?src=C5X80AJE01&p1=05Y4210002&p3=D2KEU5C709&p4=XF10F330RV kannst Du den günstigsten Zeitpunkt für das Mittel Deiner Wahl für Deinen Standort aussuchen. Ich würde Dir auch zu einem Thymolprodukt raten.

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Hallo zusammen,
    auch ich bin ein neu Einsteiger.
    Ich hänge mich hier mal dran weil ich auch einen Ableger auf einer Zarge habe.
    Bekommen habe ich den letzten Mittwoch den 16.
    Es sind 9 Rähmchen die alle rappel voll sind. Auf allen Gassen ist Hochbetrieb.
    Der Imker von dem ich den Ableger habe sagte ich sollte erst mal ordentlich füttern.
    Am besten mit Zucker 3:2 und mindestens 15 kg.
    Ich habe sich schon 3 Kilo Zucker angemischt und hinein gestellt.
    Nach1.5 Tagen war alles weg.
    Heute morgen habe ich mal hinein geschaut wie es aussieht.
    Das Futter ist auf allen 9 Rähmchen verteilt worden.
    Die mittleren 4 Rahmen sind in der Mitte etwas mehr als die Hälfte verdeckelt. Drum herum das Futter und Pollen.
    Die äusseren sind Bis zum Rand mit Futter und Pollen voll.
    Die Königin krabbelt munter hin und her.
    Ich Frage mich ob ich nun ob ich weiter füttern soll oder etwas warten damit die Königin wieder freie Waben findet um neue stifte zu legen.


    P.S. er sagte auch das ich nach dem Füttern auch noch einmal mit AS behandeln soll. Zur Zeit finde ich auf dem Einschub ca. 10 Milben am Tag.


    Ich Danke für Antworten


    Chris

  • Hallo Chris,


    mit dem Füttern ist so eine Sache. Ich habe aktuell vier Ableger (allerdings Dadant - also etwas größer als Zander). Die sitzen auf 6-11 Waben. Bei dem mit 11 Waben (Futter um die 6-8 Kilo) hab ich das Füttern erst mal eingestellt. Der hat genug und es kommt bei uns noch etwas rein. Bei den kleinen, die auch noch Waben ausbauen sollen, füttere ich jede Woche noch nen Liter oder so nach.


    Also bei deinem Ableger solltest du nicht alle 15 Kilo auf einmal anmischen. Schaue erst mal, was aktuell noch so im Kasten ist. Wenn ich das richtig verstehe, hast du ein Brutnest, welches über 4 Rähmchen geht und diese halb mit Brut sind? Das finde ich etwas wenig. Meine Ableger gehen auch über 4-7 Rähmchen - dann aber bis an die Ecken und noch Dadant (bestimmt 30% größer als Zander). Wie sehen die Futterwaben danaben aus? Sind die komplett verdeckelt oder mit Pollen zu? Wenn ja, könnte sich ggf. jemand von den erfahrenen Zanderimker melden, ob er hier etwas am Brutnest ändern sollte? Die Bienen erweitern dann nur sehr schwer das Brutnest. Wenn du dann noch 15 Kilo Zucker einfütterst, wars das mit dem Brüten erst mal. Ich denke, dass der Imker meinte, dass du 15 Kilo bis Mitte / Ende September füttern sollst. Je nach Futterstand in kleinen Gaben.


    10 Milben am Tag ist so die Grenze - gerade bei Ablegern. Da wäre eine genaue Prüfung bzw. AS Behandlung wichtiger als das Füttern. Hat er dir auch verraten, wie du behandeln sollst? Ein mal mit Schwammtuch ist zu wenig. Eine genaue Erklärung der Methoden findest du hier http://www.staff.uni-marburg.d…arroa_unter_kontrolle.pdf


    Ach ja, vielleicht macht es noch Sinn, auf eine zweite Zarge zu gehen. Aber hier bitte jemanden Fragen, der sich mit DN / Zander auskennt.


    Schönen Gruß
    Frank

  • Ich persönlich finde die AS Schwammtuch Methode - gerade bei Ablegern, die auf einer Zarge sitzen - mehr als bedenklich.
    Ist doch der Abstand zur Brut viel zu gering und Brutschädigungen, ja sogar Königinverluste nicht selten.
    Daher sitzen meine Ableger inzwischen schon alle auf 2 Räumen (sie haben je einen ausgeschleuderten Honigraum bekommen) und werden aktuell mit ca. 5 Litern Sirup über Adamfütterer gefüttert.
    (Ich muss dazu gestehen, dass meine Ableger immer recht kräftig mit mind. 2-3 Brutwaben gebildet werden).
    So können sie sich in aller Ruhe ein Futterpolster über den Köpfen anlegen und werden tatsächlich erst behandelt, sofern die Grenze von 5 Milben/Tag erreicht wird.
    In der Regel werden die Ableger zusammen mit den Wirtschaftsvölkern erst Ende August/anfang September mit AS behandelt. Und dann mittels Liebig Dispenser oder Nassenheider Horizontal.


    Aktuell wird EIN Wirtschaftsvolk behandelt, da hier der Milbenfall bei ca. 20/Tag liegt. Alle anderen sind im grünen Bereich und werden regelmäßig kontrolliert.


    Ich finde es ist - gerade bei Ablegern - ganz wichtig sie nicht mit Säure in Ihrem Aufwärtstrend zu stören und nur im äußersten Notfall vorzeitig einzugreifen. Wenn die im brutfreien Zustand mit Milchsäure behandelt wurden, dann ist meißtens JETZT noch keine Behandlung notwendig.


    Aber auch hier haben 3 Imker 5 Meinungen ;-)


    Grüße,
    Carsten

  • Hallo Frank, hallo Carsten.
    Danke für euere Antworten.
    Ich war heute bei einem Imker in unserer Nachbarschaft.
    Am Sonntag wird er sich meine Beute einmal anschauen. Gestern und Heute hat es sehr stark geregnet da mochte er nicht auf die Wiese gehen.
    Ich soll erst einmal weiter Füttern. Alle 2 Tage 1,3 Liter hat er mir geraten.
    Dazu habe ich mir eine Glasschale besorgt die ich in die zweite Zarge, die ich aufgesetzt habe, hineingestellt.
    Die Plastikwanne hat mir nicht gefallen da nicht Lebensmittelecht.
    ICh bin Gespannt was ich am Sonntag alles neues erfahren werde.


    Grüße
    Chris

  • Hallo Zusammen,


    ich habe mittlerweile meinen starken Ableger mit dem Liebig Dispenser und einer 60 %igen Ameisensäure behandelt. Die Anwendung ist einfach. In den ersten 24 Stunden sind nicht viele Milben gefallen, dafür aber in den letzten 2 Tagen der Behandlung. Geraten hat mit mein Imkerpate zu der Behandlung, da er selbst seine eigenen Völker behandelt hatte und über die Anzahl der Milben entsetzt war. Vielleicht liegt das an unserem Klima hier im Südbadischen. Am Verhalten der Bienen kann ich keine Veränderung bemerken, bin aber auch Anfängerin, so dass ich das vielleicht gar nicht richtig einschätzen kann. Ich hoffe jetzt nur, dass ich den Aufbau des Volkes nicht gebremst habe.


    Zum Trost für die Bienen fange ich jetzt an unregelmäßig zu füttern.


    Grüße
    MixMax