Drohnenflugloch ?

  • Hallo Miteinander,


    um die unterste Zarge binnen 21 Tagen brutfrei zu bekommen, habe ich ein Absperrgitter eingelegt, und so die Königin in die zweite Zarge eingesperrt. Ein ausgeschleuderter Honigraum bildet die dritte Zarge, und dort ist schon wieder einiger Honig eingelagert worden. Da ich nun nicht die Absicht habe, weiteren Honig zu ernten, soll er den Bienen als Winterfutter dienen, sofern der Honig hell genug ist. Mit der Königin sind allerdings noch viele Drohnen in die zweite und dritte Zarge eingesperrt worden. Damit die nun abfliegen können, wie es ihnen beliebt, habe ich oben unter dem Deckel der Beute ein kleines Flugloch mittels eines bodenlosen Zwischenrings angebracht.


    Frage an die erfahrenen Imker: Ist das richtig gedacht ? Und wenn ja, ist das eine gute Position für ein Drohnenflugloch, oder wäre es direkt am Absperrgitter, also über der ersten Zarge besser aufgehoben ?


    Freue mich über sachdienliche Hinweise.


    Viele Grüsse von
    Benjabien

  • Nach meinen Erfahrungen finden die Drohnen das Abflugloch, egal wo es sich befindet.
    Ich persönlich hätte es nicht in den Deckel gemacht, sondern eher am oberen Zargenrand.
    Aber solange es überdacht ist, ist es wahrscheinlich Wurst ;-)


    Ich bevorzuge allerdings auch die "Deckellupfmethode" meines Vorredners
    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Zitat

    Habt ihr denn keine Bedenken wegen Räuberei, wenn ein zweites Loch in der Beute ist?

    Alte Magazine hatten immer ein Spundloch. Einerseits zum Abfliegen der Drohnen und zum besseren Trockenen des Honigs. Wenn das Volk genügend stark gibt es keine Probleme. Beim Demareeplan habe ich im oberen Brutraum auch ein Spundloch. Die Volksbeute nach Armbruster hatte in der Stirnseite einen Kanal nach unten für die Drohnen.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Die Erlanger Beute hatte auf jeden Fall ein Deckelflugloch, allerdings über den Nutzen oder die Integration in die Betriebsweise kann ich nichts sagen.
    Ich würde nur nicht meine Beuten anbohren wegen den paar Drohnen die noch drin sind. Einfach nach 3 Tagen mal für 5 min aufmachen und der Großteil sollte draußen sein.

  • Hallo,
    mein Freund lässt im Sommer immer das Spundloch offen. Ob das Sinn macht, weiß allein der oben. Die alten Hohenheimer Wanderbeuten hatten alle ein Spundloch. Allerdings kam der Specht nicht ran, weil davor der Balkon war. Funktioniert bei der Wanderung hat das nicht, denn die Bienen gingen nicht in den Balkon bei der Wanderung. Sie sind ab dem 5. Magazin verbraust.
    Hallo Doro,
    weil Dadant, ist im Winter das Volk nur im Brutraum und da ist in der regem kein Spundloch. Ausnahme ich, in meinen Bruträumen stopfe ich das Loch mit Papier zu. Ich bin da im Zweikampf mit dem Grünspecht. Der Schlägt aber gerne Löcher in die Griffmulden. Scheiß Griffmulden! Ich bin da ständig am reparieren. Griffmulde raus sägen, passendes Brettchen einfügen. So ist das Leben, wenn man nicht nur drei Völker hat und jeden Brutraum benötigt.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Das ist nicht zum Lachen. Der kann dir die ganze Beute zerlegen, wenn sie aus weichem Holz sind. Spechte schlagen nur bei einer geschlossenen Schneedecke zu. Also nichts Drohnen.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • ich wollte mich nicht über den Specht lustig machen,
    nur über das Wortspiel.


    Entschuldige bitte, wenn ich dich dadurch gekränkt haben sollte.


    Ich weiß,das Spechte Beuten zerlegen können und wie schlimm das ist,
    aber du hast angefangen mit dem Drohnenflugloch durch Spechte.


    Ich möchte lieber keine Löcher in den Zargen, weder durch Spechte noch selbst gebohrte.
    Die Deckel-lupf-Methode gefällt mir wesentlich besser.


    Gruß Doro

  • Der kann dir die ganze Beute zerlegen, wenn sie aus weichem Holz sind. Spechte schlagen nur bei einer geschlossenen Schneedecke zu.


    Da muss ich gerade an den nächsten Winter denken und an meinen Außenstand. Der steht auf dem platten Land an einem kleinen Wäldchen. Da bin ich nicht täglich und im Winter auch nicht wöchentlich (denke ich). Die BR sind aus Weymouthkiefer. Wie oft sollte man den nachschauen wegen der Spechte?


    Gruß
    Frank

  • eventuell ein Netz darüber spannen, vorsorglich,
    mit etwas Abstand.


    Wäre das eine Möglichkeit?


    Ich könnte mir vorstellen, dass ein Specht nicht Wochen dazu braucht,
    wenn er erst mal angefangen hat.
    Das schafft er sicher in kürzester Zeit.