Beispiele für Honigglasetiketten

  • Den einzigen Hinweis zur Herleitung von Sortenbezeichnungen habe ich beim DIB gefunden:....
    Demnach gehört das Wort Honig zwingend in die Sortenbezeichnung hinein.


    Nur weil der DIB das für seine Etiketten verlangt, heißt das doch nicht, dass das von Gesetzes Wegen so sein muss.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Nur weil der DIB das für seine Etiketten verlangt, heißt das doch nicht, dass das von Gesetzes Wegen so sein muss.


    Stimmt, andererseits steht diese Formulierung in dem Abschnitt des Dokumentes, der sich gerade auf die rechtlichen Randbedingungen bezieht. Das mag eine Auslegung seitens des DIB sein, das mag sich auf einen Passus beziehen, den ich im Gesetzestext noch nicht gefunden habe, oder auch auf einer älteren Fassung des Lebensmittelrechts basieren.


    Im Sinne einer einheitlichen Nutzung dieser Sortenbezeichnungen - tun die 5 Buchstaben Honig wirklich so weh?


    Gruß
    Ludger

  • Nein, weh tun sie nicht, aber sie benötigen unnötigen Platz. "Frühlingsblütenhonig" ist kein kurzes Wort. Das gibt bei dem DIB-Glas-Sortenfeld schon eine ziemlich kleine Schrift.
    Es ist einfach schwachsinnig, wenn das größte Wort auf dem Etikett sowieso das Wort "Honig" ist. Es dürfte sinnvoller und informativer sein, die Sortenbezeichnung ohne "honig" in lesbarer Schrift auf dem Etikett zu haben, als das ganze mit "honig" nur noch unleserlich klein. Aber Gesetzgebung hat ja öfter mit Vernunft nicht so viel zu tun.


    Ach so: die Sortenauflistung ist sehr interessant. Danke für das Nase drauf stoßen.

  • Hallo Berggeist,


    auf einem Neutralglas könnte ich mir vorstellen die Sortenhonigbezeichnung nach oben zu setzen:


    Frühjahrsblüten-
    Honig


    ob das tatsächlich akzeptiert wird, kann ich aber nicht garantieren.


    (nicht dass dann jemand auf die Idee kommt, das wäre nur die Sortenbezeichnung - und die Produktbezeichnung Honig fehlt ...)


    Gruß
    Ludger

  • Hallo,


    kurze Frage zum Thema Etiketten, da ich grad beim ausarbeiten meines ersten Entwurfs bin.


    Es muss ja die Herkunft des Honig deklariert werden. Ist es hierbei ausreichend wenn ich das Bundesland benenne oder muss Deutschland drauf stehen?



    MfG Max


  • @ Jörg, laut Morelabels und meinem Lebensmittelkontrolleur sollte ein e oder ...


    Das ist aber deren eigene -- höchst eigenwillige -- Interpretation der FertigPackV.


    Es gibt keine Verpflichtung, das EWG-Zeichen aufzudrucken.


    Dieses Zeichen hat nur dann eine Bedeutung, wenn Deine Produkte exportiert werden.


    Wenn dieses Zeichen angebracht ist, wird die Fertigpackung nur im Herstellland (bei Dir also vermutlich Deutschland) kontrolliert. In anderen Ländern wird nur kontrolliert, wenn sich ein Verbraucher beschwert.


    Fehlt dieses Zeichen, wird sowohl im Herstelland als auch im Land des (End-)Verkaufs kontrolliert.


    Wenn Du nicht exportierst, macht es keinen Unterschied, ob Du es anbringst oder nicht: geprüft wird auf jeden Fall.


    Verwendest Du das EWG-Zeichen, nimmst Du dem Eichamt die Möglichkeit, §27 Absatz (5) der FertigPackV anzuwenden.


    Zitat

    ... oder Inhalt, Gewicht, Füllmenge davorstehen.


    Wo steht das geschrieben?


    Das 'E' sollte größer sein, so groß wie die 500 g, weil eine techn. Maßeinheit, die mit der Größe der 500g zusammenhängt.


    Meinst Du hier das EWG-Zeichen? Kannst Du das etwas näher erläutern?


    PS: Wer bis hierhin aufmerksam miitgedacht hat, der stellt fest, dass das EWG-Zeichen eine Riesen-Lücke in den Verbraucherschutz reisst.

  • Was für Konsequenzen drohen bei Nichteinhaltung dieser ganzen sich ständig ändernden Regeln bezüglich der Etiketten?
    Wer wurde schon in Ketten gelegt oder zu anderweitigen Strafen "verurteilt"?


    Hab das Gefühl ich muss fast jährlich nen neues Etikett machen... :evil:

  • Was für Konsequenzen drohen bei Nichteinhaltung dieser ganzen sich ständig ändernden Regeln bezüglich der Etiketten?
    Wer wurde schon in Ketten gelegt oder zu anderweitigen Strafen "verurteilt"?


    Das mit den Ketten war im Mittelalter. :-D In unserer modernen Zivilisation regelt man das über den Geldbeutel ;-)


    Zitat

    Hab das Gefühl ich muss fast jährlich nen neues Etikett machen... :evil:


    Jetzt übertreib mal nicht. Wer sich vorher Gedanken über seine Etiketten gemacht hat, für den ändert sich mit der jüngsten Novelle eigentlich gar nichts. Nur wer das MHD nicht taggenau angeben möchte (warum?), für den wird die Losnummer zur Pflicht. Alles andere war vorher auch schon so wie jetzt.

  • Hier gleich noch eine Frage, zur Füllmenge. In der Verpackungsverordnung sind ja die max. Mindermengen geregelt. Kennt einer eine Verordnung in der die zuviel eingefüllten Mengen (unlauterer Wettbewerb) geregelt sind?

    Wer stets begreift was er tut, lebt unter seinen Möglichkeiten. Und. Ich leide nicht an Realitätsverlust, ich genieße ihn.

  • ... Kennt einer eine Verordnung in der die zuviel eingefüllten Mengen (unlauterer Wettbewerb) geregelt sind?


    Das ist meines Wissens nicht mengengenau geregelt.
    Laut Fertigverpackungsverordnung muss man ja die Sollmasse im Mittel einhalten, d.h. es muss zum Ausgleich von Minusmengen bei einzelnen Packungen auch eine "Überfüllung" mögich sein.
    Solange für den Kunden nicht erkennbar ist, dass das Produkt mehr Menge enthält als ausgelobt, kann ja aus meiner Sicht kein Problem mit dem Wettbewerbsrecht (Verschenken von Ware) oder Irreführung von Verbrauchern bestehen.
    Schwierig dürfte es dagegen dann werden, wenn der Hersteller / Imker, dem Kunden zusichert, dass im Glas mehr drin ist als draufsteht oder wenn es für den Kunden offensichtlich zu erkennen ist.
    kelte

  • Guten Abend ist ja eine Endloskiste geworden.
    Als jemand der dienstlich mit der FPV arbeitet möchte ich nochmal was zum "e" dem stilisierten EWG Zeichen sagen. Wer dieses "e" aufbringt unterwirft sich in etlichen Paragraphen der Fertigpackungsverordnung ,FPV.
    Hier nochmal der Gesetzestext der FPV zum "e" :


    Verordnung über Fertigpackungen (Fertigpackungsverordnung)
    § 21 EWG-Zeichen für Fertigpackungen (e)
    (1) Das in Anlage 9 wiedergegebene EWG-Zeichen darf auf Fertigpackungen gleicher Nennfüllmenge aufgebracht werden, wenn die in den §§ 6, 7, 18 Abs. 1 und 4, § 20 Abs. 1, §§ 22, 26, 27 und 29 Abs. 1 festgelegten Anforderungen erfüllt sind und die Nennfüllmenge nicht weniger als 5 Gramm oder Milliliter und nicht mehr als 10 Kilogramm oder Liter beträgt. Ist neben der gesamten Füllmenge auch das Abtropfgewicht anzugeben, so bezieht sich das EWG-Zeichen nur auf die gesamte Füllmenge.
    (2) Das EWG-Zeichen muß im gleichen Sichtfeld wie die Angabe der Nennfüllmenge liegen.


    Alle fett markierten Paragraphen der FPV müssen erfüllt werden. Ist dies nicht der Fall ist das ein Verstoß gegen die FPV ,eine Ordnungswidrigkeit und wird mit einem Bußgeld belegt, welches sich im 4 stelligen Bereich bewegt.
    vereinfacht gesagt ist das "e" ist für größere Hersteller gedacht ,es bestätigt seinen Kunden das man sich in allen Punkten der FPV unterwirft, also wenn man so will ein Qualitätsmerkmal für den Abfüller. Für den kleinen Imker der nicht exportiert ist der Bürokratieaufwand zu umständlichund das aufbringen des e NICHT nötig.
    Sollte bei einem Hersteller das "e" ungerechtfertigt aufgebracht sein gibt es ein Bußgeld und die Etiketten dürfen mit dem "e" nicht weiter verwendet werden.
    Ich hoffe das ist jetzt endlich klar .
    Also lasst das "e" runter

    Schon die fünfte Saison mit den niedlichen Damen:love:

  • Möchte da keltes Meinung bekräftigen. Wir hattens dazu neulich im Imkerverein. Etwas zuviel generell ist nicht schlimm, solange damit nicht geworben wird. Ein "ich mach immer einen Extraschluck rein" an den Kunden fällt schon darunter. Es irgendwo draufschreiben erst recht. All so etwas gilt dann als unlauterer Wettbewerb. Eine festgelegte Grenze vom "zu viel" gibt es da meines Wissens nach nicht. Obwohl doch auch das irgendwie geregelt sein müsste. Ich denke zwar nicht, dass irgendwer ein 500g-Glas mit 250g beschriften wollen würde, aber so etwas sollte hoffentlich doch auch irgendwie nicht erlaubt sein.

  • Wer dieses "e" aufbringt unterwirft sich in etlichen Paragraphen der Fertigpackungsverordnung ,FPV.

    Diese Paragraphen sind aber auch ohne das "e" einzuhalten. Insofern macht das in der Praxis wohl kaum einen Unterschied. Wenn man mal von der Höhe des Bussgeldes absieht.