Lagerung von leeren Honigraumwaben über den Winter

  • Moinsen zusammen!


    Ich bin anscheinend zu Blöd für die Suche, habe die falschen Suchwörter verwendet oder jemand muss mir mal nen Grundkurs für die Suchfunktion geben? Ich finde das nicht....


    Also ich habe meine Honigräume nun weitestgehend leer und ausschlecken lassen. Nun möchte ich die Winterfertig wegstellen. Hierfür hatte ich mir überlegt, dass ich die auf einem Beutenständer (ca. 30 cm hoch) in die Garage stelle. Unten einen Boden, bei dem das Flugloch verschlossen ist. Ich bin mir wegen der Schimmelbildung unsicher. Die Garage ist halt nicht gedämmt und das Fenster hab ich wegen Suchbienen aktuell immer zu. Leider habe ich kein Gitter, welches ich als Deckel auflegen kann. Bin daher am überlegen, ob ich einen anderen Boden umgekehrt als Deckel auflege. Dann kann die Luft etwas zirkulieren. Reicht das aus?


    Es sollen übrigens 7 HR auf diese Weise in einem Turm zusammen gestellt werden. Ich verwende hier 11 Rächen. Also kleine Dickwaben.


    Gruß
    Frank

  • Hallo Hobbit,
    ich lagere meine leeren HR auch in einer Garage (kein Auto drin, nur Imkerzeugs), geht sehr gut, auch keine Probleme mit Schimmel nur gegen die Wachsmotten musst Du was machen!!! Ich lege alle 4 Wochen bis Oktober Schwammtücher mit Ameisensäure 85% in den HR-Stapel. Seit dem ist das Wachsmottenproblem gelöst :-)
    LG Frank

    Hätten wir was getan, als noch Zeit war, bräuchten wir uns nicht vorzustellen, wie es wäre, wenn wir was getan hätten, als noch Zeit war.

  • Hallo (auch) Frank,
    das dachte ich auch mal - vergiss es! Die sind überall, ich hab die auch schon in frischen (verpackten) Mittelwänden gesehen :-(
    LG Frank

    Hätten wir was getan, als noch Zeit war, bräuchten wir uns nicht vorzustellen, wie es wäre, wenn wir was getan hätten, als noch Zeit war.

  • Hallo Hobbit,


    also Garage kommt mir schon extrem unhygienisch vor.


    Da ist doch allerhand Staub und Dreck, Gummiabrieb, Zeugs das vom Auto runtertropft (Salzwasser im Winter etc.) usw. auf dem Boden, auch wenn man gelegentlich sauber macht. Dann wird die Garage dauernd geöffnet und bei jedem Mal kommt eine andere, im Winter meist feuchte Luft rein. Vom Autoabgasen ganz zu schweigen!


    Machst du das wirklich? Oder nur so wie Frank Korn es beschrieben hat, also mit einer Garage die nicht mehr als solche benutzt wird, das wäre natürlich was anderes und voll ok?


    Ich habe ein extra Bienenzimmer im Haus, im Sommer 20°C, im Winter allmählich auf 15°-13°C sinkend.


    Meine Waben lagere ich so:
    Einen Beutenboden mit offenem Gitterboden und Flugloch, darauf ein Wandergitter, darauf ein oder zwei Leerzargen, dann viele Zargen mit den leeren Honigrähmchen (immer mit Abstand) und oben drauf wieder Leerzargen und dann als Abschluss ein weiteres Wandergitter.
    So entsteht ein hoher Turm mit Kamineffekt, das trocknet die Waben bis zum Frühling weiter aus, die werden wirklich furztrocken und den minimalen Luftzug durch den Kamineffekt mögen auch die Motten angeblich nicht, wobei die wegen der Wandergitter eigentlich gar nicht rein können sollten.
    Ohne Luftzug und Luftzirkulation würde ich die Waben aber lieber nicht lagern, weil am Anfang sind sie ja immer noch restfeucht, auch nach dem Ausschlecken, für Schimmel und Hefezellen könnte es reichen.


    Solche Türme werde ich dann wohl zwei oder drei bauen müssen, aber es ist erstaunlich platzsparend.


    So nach 1-2 Monaten werde ich auch mal auf Wachsmotten kontrollieren, denn auch ich glaube, wenn sie doch irgendwie reingekommen sind, werden sie natürlich auch in unbebrüteten Honigwaben aktiv werden, sie können ja nicht anders.


    Honigfeucht einlagern wie einige es hier machen - brr - das wird bestimmt gammelig und gärig und wandert dann gleich in den Frühlingshonig im nächsten Jahr.:oops:


    So habe ich übrigens auch überzählige Futterwaben gelagert, die im Winter nicht verbraucht wurden und die ich im März entnommen habe. Da das auch bereits bebrütete Waben waren und es Sommer war, musste ich öfter auf Wachsmotten kontrollieren und ein paar waren auch da, trotz der Wandergitter, aber wenn man aufpasst und vielleicht etwas abschreckendes (Essig, Ameinsensäure, Walnussblätter etc.) auf- und unterlegt, sollte es besser klappen, habe ich diesmal noch nicht gemacht.
    Bis heute sind die Waben tip-top in Ordnung, momentan hänge ich sie gerade bei Bedarf wieder ein, z.B. als Ersatz für eine Einfütterung vor der Varroabehandlung.


    Gruß
    hornet

    Ja, spinn' i oder bien i?

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  • Moinsen Hornet,


    keine Sorge. Auch ich habe eine extra freie Garage. Wir haben den Luxus in einem drei Familienhaus zu wohnen, bei dem ich zwei Garagen nutzen kann. Aktuell steht in einer alles mit Beuten usw. voll. In der anderen arbeite ich an Rähmchen, Beutenstreichen usw. Also alles für die Bienen.


    Was allerdings sein kann ist Kondenswasser. Gerade bei Wetterumschwüngen kann es passieren, dass die dann feuchte Luft von draußen in der Garage kondensiert. Dann ist der Boden halt feucht. Keine Ahnung, ob das dramatische Auswirkungen hat.


    Einen extra Raum im Haus hab ich leider nicht. Selbst für den Honig selber bin ich mir noch nicht sicher, wo der in Zukunft am besten stehen soll. Bin immer am messen wegen Luftfeuchtigkeit etc. Irgendetwas passt nie richtig. Entweder passend kalt, aber zu feucht oder anders herum :-( Keller ohne Trocknung ist doof....

  • Selbst für den Honig selber bin ich mir noch nicht sicher, wo der in Zukunft am besten stehen soll. Bin immer am messen wegen Luftfeuchtigkeit etc. Irgendetwas passt nie richtig. Entweder passend kalt, aber zu feucht oder anders herum :-( Keller ohne Trocknung ist doof....


    Hobbit - du bist mein 1:1 Problem-Bruder! :p
    Exakt das selbe treibt mich auch gerade um!


    Das erwähnte Honigzimmer ist z.b. ziemlich hell, daher für den Honig nicht so dolle. Und überhaupt habe ich da drin nicht mehr so viel Platz :p:p

  • Na deinen Platz kann ich ja nicht beurteilen. Aber wegen Helligkeit ist doch kein Problem. Es gibt Rolläden oder ich packe die bisher in die Transportkästen der Gläser. Dann kann ich die auch schön von außen beschriften oder mal schnell nen Karton rausnehmen wenn jemand mehr haben will. In den Kästen ist es doch auch dunkel.

  • Leider habe ich kein Gitter, welches ich als Deckel auflegen kann. Bin daher am überlegen, ob ich einen anderen Boden umgekehrt als Deckel auflege. Dann kann die Luft etwas zirkulieren. Reicht das aus?


    Kauf Dir doch einfach ein Stück Metallgaze und spann das über die oberste Zarge. Wegen der Luftfeuchtigkeit würde ich mir nicht solche Sorgen machen, meine Waben stehen in einem (belüfteten) Wabenschrank in einem Schuppen, wo es auch ab und zu mal feucht ist- ein Schimmelproblem hatte ich noch nie. In der Zeit, wo noch Gefahr besteht, daß suchende Bienen durch's Fenster gelangen können, könntest Du ja zumindest Nachts lüften.

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Wir haben unsere -natürlich unbebrütete- Honigleerwaben mal im Schuppen draußen aufbewahrt. Sie kamen mir im Frühjahr sehr brüchig vor.
    Nun lagern sie im Haus auf dem Dachboden ( ausgebaut und als Schlafzimmer genutzt), in Zargen, oben und unten mit Fliegengitter "dicht" gemacht.
    Das klappt wunderbar.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Na deinen Platz kann ich ja nicht beurteilen. Aber wegen Helligkeit ist doch kein Problem. Es gibt Rolläden oder ich packe die bisher in die Transportkästen der Gläser. Dann kann ich die auch schön von außen beschriften oder mal schnell nen Karton rausnehmen wenn jemand mehr haben will. In den Kästen ist es doch auch dunkel.


    Luftfeuchtigkeit sollte doch eigentlich auch kein Problem sein, der Honig lagert doch verschlossen.

  • Die meisten Gläser und Hobbocks sind nicht wirklich luftdicht. Vor allem, wenn man sie stapelt, biegen sich die Deckel auf.


    Des Weiteren befindet sich immer etwas Luft im Gefäß und in der Luft befindet sich Feuchtigkeit. Wenn es im Glas wärmer als außen ist, schlägt sich die Luftfeuchte an der Außenwand/des Deckels ab. Läuft herunter und landet als Film auf dem Honig.