Wandern zwischen verschiedenen Standorten

  • Hallo an alle,


    noch habe ich ja keine Bienen, mache mir aber jetzt schon so meine Gedanken über das Management in den nächsten Jahren. Und da kommen bei mir bezüglich der "Wanderung" der Völker von Standort zu Standort Fragen auf.
    Unser Garten ist innerorts und nicht besonders groß, soll aber sozusagen der "Kernstandort" werden. ich habe aber mindestens zwei weitere mögliche Standorte in petto. Der eine ist im gleichen Stadtgebiet, allerdings außerhalb des Flugradius (was, wie ich gelesen habe, ja bei manchen Ableger/Kunstschwarmarten wichtig ist), der andere ebenfalls außerhalb des Radius, aber im Nachbarort (also auch anderes zuständiges Veterinäramt). Wie läuft das dann mit der Meldung/Genehmigung und ähnlichem? Melde ich solche Standorte gleich vorsorglich mit meinem "Kernstandort" an? Muß ich jede Verbringung dann melden, und brauche ich dann jedesmal, wenn ich Völker von A nach B bringe, ein Gesundheitszeugnis? Oder mache ich mir zu viele Gedanken, und alles läßt sich mit einem Standort meistern?
    Versteht mich nicht falsch, es geht mir nicht um Wandern in die Tracht xy, sondern lediglich um die vielleicht auch nur vorübergehende räumliche Trennung von Völkern.
    Eine Betriebsnummer habe ich bereits und bin auch bei der Tierseuchenkasse gemeldet, weil ich stolzer Halter von drei Chinesischen Zwergwachteln ("sonstiges Geflügel ohne Beitrag") bin...


    Vielen Dank schon mal fürs Mit-Denken und -Teilen


    beehivequeen

  • Das Vet.-Amt ist die einzig richtige Adresse für Deine Frage. Das Bundesgesetz hilft Dir wenig, da jeder Amtstierarzt in seinem Bezirk den König gibt. Es kann also sein - was ich sehr begrüßen würde - daß Du jedes Frühjahr eine Seuchenfreiheitsbescheinigung beibringen und die Binenbewegungen anzeigen mußt. Es gibt aber auch den Fall, daß das kein nich intressiert. Dann bemerkst Du die eingeschleppte Faulbrut erst, wenn alles zu spät ist.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Bei uns muss mittlerweile alles angegeben werden und für jede! Wanderung oder anderweitige Verbringen ein Gesundheitszeugnis vorgelegt werden.
    Also nachfragen. Werden wie ich meine empfindliche Strafen verteilt.

  • Mach es so wie Henry sagt und Frage das Vet Amt.
    Ich habe dieselbe Problematik wie du. Meine 2 Standorte sind 3 Km auseinander jedoch sind 2 Veterinärsämter dafür zuständig.
    Du brauchst auf jedenfall ein Gesundheitszeugnis, bzw. eine Ausnahme Genehmigung nach § 5 Abs.3.
    Diese ist dann 9 Monate gültig. Am besten reden Veterinäre mal miteinander, dann ist das kein Problem.
    Nach 9 Monaten muss ich es eben wieder neu Beantragen.


    Viele Grüße,


    Maxikaner

  • Eine Henry wünschte ich mir hier. Am Niederrhein herrscht mehr oder weniger Anarchie. Hier wandern sie zum Beispiel die Kastanie sogar aus Hannover an. Russen, Rumänen und Türken, kaum einer davon irgendwo im Verein. Aus Holland kommen sie mit ganzen Vereinen in den Raps. Hier gibt es sehr viele Bienenbewegungen. Faulbrut zum Glück kaum. Alle Vereine beproben regelmäßig jedes Jahr bei den Mitgliedern. Auf der anderen Rheinseite, Richtung Essen und Ruhrgebiet, da hört man von vielen Faulbrutausbrüchen, aber von da wandert zum Glück keiner an den Niederrhein. (Außer einem Fall, aber dessen Faulbrutausbruch wurde relativ schnell entdeckt und eingedämmt.)