Ableger erweitern mit Dadant

  • Moinsen zusammen!


    Ich habe mal eine Frage zu der Erweiterung von Dadantablegern. Dieses Jahr habe ich vier Ableger auf Dadant gebildet, die aktuell zwischen 5 und 8 Waben belagern und somit auch ausgebaut haben. Wie geht man hier nun weiter vor? Packt man irgendwann die ganze Beute mit den restlichen Waben voll und die Bienen bauen weiter aus oder gibt man immer nach und nach eine weitere MW hinzu?


    Wenn man mit einzelnen MW arbeitet, so habe ich die bisher meistens an den Brutnestrand gehangen. Aus der Erfahrung vom letzten Jahr weiß ich aber, dass die Bienen diese MW nur bis ca. Mitte August ausbauen. Ich würde so niemals alle 11 Rähmchen, die ich maximal einhängen möchte, voll bekommen.


    Bei Gerdes auf der Seite steht hierzu, dass er die bis zum Herbst immer nach und nach hinzu fügt. Es wird jedoch nicht beschrieben, an welche Stelle des Nestes er die hängt. Bei den Wirtschaftsvölkern macht er das ja immer an der dritten Position.


    Wie macht ihr das?


    Gruß
    Frank

  • Immer ans Nest dran halt.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • naja wenn die Ableger jetzt schon auf 8 Waben sitzen, dann ist das ja fast wie beim Wirtschaftvolk


    http://www.imkerei-gerdes.de/monatjuli.htm
    hier steht er füllt einfach auf 11 Rähmchen auf - wieder an Postion 3



    Ich hab grad auch einen starken Ableger einfach aufgefüllt - so wie es aussieht bauen die die Mittelwände super aus
    http://dadant-imkern.blogspot.…twabenableger-teil-7.html

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher

  • Moin


    Schau dir die zuletzt gegebene Mittelwand an. Wenn die voller Brut bzw. Stiften ist, hängst du die neue MW zwischen der zuletzt gegebenen MW und der Futterwabe. Sprich an die zweite Position. So kannst du Stück für Stück den Raum je nach Legeleistung der Kö erweitern. So mache ich es auf jeden Fall :)

  • Hallo Frank (Hobbit),


    ich arbeit mit DNM 1,5 - ist ja ähnlich...


    Die Ableger fülle ich zum Trachtende einfach mit MW auf, schiebe das Schied ganz nach außen oder nehme es heraus. Die MW kommen bei mir an den vorhandenen Bienensitz, bilden dann also die letzten 3 oder 4 Rahmen im BR. Eine gute Fütterung mit initial 10 Liter Sirup oder Zuckerwasser (3:2) beschäftigt dann den Bien und der Ausbau der neuen MW ist kein Problem. Und wenn die letzte Wabe dann nur halb ausgebaut und mit Futter gefüllt ist, können die ja im nächsten Frühling weiterarbeiten...


    Beste Grüße


    beemax

  • Hallo,


    das kommt wie immer auf die Region und die Tracht und das Wetter an, auch ob es Trachtvölker, Schwärme oder Ableger sind. Ob die mal aus der Bauphase in einen Stop geraten sind oder nicht, etc.


    Erstmal weiter an das Brutnest ran, dann aber auf der Schiedseite.
    (Brutnestfern wird das Futter eingelagert! Wo ist das Flugloch? Ist es einseitig angelegt/eingeengt?)
    Noch guckt man ja auch rein und kontrolliert, was Sache ist.
    Irgendwann würde man bei Position 3 evtl. Gefahr laufen, dass sie die nicht mehr richtig ausbauen, folglich auch nichts einlagern, wenn dies im Herbst der Fall wäre, dann hat man sich einen perfekten Schied an diese Position gesetzt:
    Die Mittelwand oder unfertig ausgebaute oder Leerwabe würde so wirken.
    Futterwaben, welche danach kommen, würde nicht mehr erreichbar sein für die wanderende Wintertraube.


    Also am besten vor dem ersten Futterstoß auffüllen (durch den Futterstoß wird meistens auch noch gut gebaut), später gucken, was und wieviel ausgebaut und eingelagert wurde, denn dann machen die Bienen das "chronologisch" und können den ausgebauten, eingelagerten Teilbereichen folgen.
    Nicht aber, wenn die irgendwo dazwischen hängen.
    Gar nicht oder kaum bebaute Rähmchen etnehmen.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Marion,


    dann geb ich mal ein paar Infos:


    Fluglöcher sind mit Schaumstoffstreifen eingeengt auf einer Seite. Ich hatte Anfangs den Ablegerkeil, den ich aber ab 5 Waben und auslaufender Brut ausgetauscht habe. Aktuell sind so rund 5 oder 6 cm offen. Futter hab ich halt zum Schied hin sowie Pollen zur Wand hin. Tracht hab ich fast nur noch vereinzelt. Noch blühen hier und da die späte Linde. Sonst nur noch ein paar Kornblumen und bald der Spargel. Wobei der nicht in direkter Nähe ist (also mehr als einen Kilometer weg). Je nachdem, wie es die Bauern gut mit mir meinen, wird direkt nebenan noch Senf eingesäht. Das Feld müsste bald abgeerntet werden. Hier könnte ich mit einer Tracht ab Ende August rechnen. Meine Imkerpatin meinte, dass ich das unbedingt beim Füttern berücksichtigen müsste. Sie füttert z. B. Apiinvert nur rund 8 Liter ein. Der Rest kommt vom Senf.


    Also ich würde dann meinen größten Ableger (der auf 7 oder 8 vollen Waben sitzt) auf 11 Waben in einen Rutsch voll machen. Dann rund 5 Liter Weizensirup und nach ein oder zwei Wochen mal gucken, wie weit die so sind. Die anderen erweitere ich so langsam wie bisher. Ab Ende Juli würde ich dann noch ein paar Waben am Rand geben und noch mal ne Gabe Sirup - je nachdem, wie es aussieht. Hattest du das so gemeint? Mitte September kann ich dann ja alles, was nicht ausgebaut wurde raus nehmen und die letzte bzw. erste Varoabehandlung machen (Ableger wurden mit MS behandelt).


    Mein Winterkeile sind ja mittig offen. Aktuell hab ich zu einer Seite hin offen. Wann würdet ihr die austauschen?


    Gruß
    Frank

  • Ja, so meinte ich das. Auffüllen und mit Futterschub und/oder Tracht machen lassen oder erst noch an der Futterseite am Brutnest erweitern.


    Winterkeile müssen rein, wenn sie sich schoneher zusammengezogen haben, es nachts kalt wird; da geht es schließlich um die Mäuse - und denen ist Schaumstoff nun mal ziemlich wurscht :wink:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper