Vorlagern trotz niedriger Temperatur

  • Gestern abend wieder große Bienenbärte bei 18 Grad. Nach dieser Nacht mit 54 mm Niederschlag und 13 Grad am Morgen -> noch vorlagernd (vernäßt und klamm), aber weniger als am Vortag. Allerdings ist der Bienenbart beim "Kontrollvolk", bei dem ich die Windel belassen hatte, wieder am größten. Relative Luftfeuchte immer noch knapp 100% (absulut weniger, da Temperatur niedriger), aber heute kein Nebel mehr und windig. Warum setzen die Vorlagernden sich solcher Lebensgefahr aus? Mehr Feuchtigkeit brächten die doch nicht in die Beute ein, wenn sie drin blieben (ist ja schon 100%); sie können die relative Luftfeuchte nur nicht senken - oder irre ich da? Könnte das Vorlagern Folge eines zu hohen CO2 - Gehaltes in der Stockluft sein, der ggf. mit der Luftfeuchte korreliert/schlechter regulierbar ist o.ä.? - Gottfried

  • Ich beobachte dieses Verhalten auch. Im Detail:
    Mein Volk Nr. 4 kam als letztes und ist am stärksten (1 Zarge, Ausbau 2. Zarge begonnen, also reichlich Platz). Das Vorlagern machen sie jeden Abend und offenbar auch über Nacht (unabhängig von Temperatur und Niederschlag), erst wenn es morgens wieder warm wird löst sich die Party auf.
    Volk Nr. 2 steht direkt daneben, und ich habe am Abend der Ankunft von Volk 4 das Vorlagern erstmals beobachtet. Meine erste Schlussfolgerung war: "Wir zeigen Flagge für die neuen Nachbarn!" Das Verhalten hat sich dann verloren.
    Beide Völker haben genug Tracht, und auch Futter bekommen. Beide haben gleich große Fluglöcher und leben auf 2 Zargen. Volk 4 ist Kaltbau ZA, Nr. 2 Warmbau DN.
    Das Vorlagern ist also entweder genetisch, oder vom alten Standort erlernt. Ich werde beobachten ob es sich legt, wenn ein "Generationenwechsel" vollzogen ist...


    PS: Fragt bitte nicht, warum 2 neben 4 steht!