Fütterung Ableger

  • Hallo,
    ich bin stolzer Besitzer von 2 5-Wabenablegern. Ziel ist es natürlich nun diese überwinterungsfähig zu bekommen. Leerwaben stehen mir leider nicht zur Verfügung (Anfänger) und auch aus dem Verein sind vorerst keine zu bekommen - eventuell nach dem Abschleudern.


    Jetzt will ich natürlich möglichst lange den Bautrieb aufrecht erhalten, damit die Mittelwände ausgebaut werden. Dazu füttere ich bisher in kleinen Portionen - quasi Tracht vortäuschen. Es herrscht auch noch ein reger Baubetrieb.


    Als Anfänger ziehe ich bei jeder Öffnung der Beute eh jedes Rähmchen. Um nun mich selbst zu disziplinieren und den Damen Ruhe zu gönnen, suche ich nach einer Möglichkeit langsam zu zufüttern.
    Mein Gedanke war daher ein Futtereimer mit Siebdeckel, wobei ich das Sieb deutlich verkleinern. Von der verkleinerten Fläche erhoffe ich mir eine geringere Futterabnahme, die das Brutnest nicht einschnürt, und für einen konstanten, langfristigen Futterstrom sorgt, um den Ausbau der Mittelwände möglichst lange aufrechtzuhalten.


    Klingt das bisher für erfahrene Imker plausibel und praktikabel, oder wird das nicht funktionieren?


    Grüße Chris aus Essen

  • Guten Morgen Chris!


    Ich würde weiterhin in kleinen Portionen zufüttern aber meine Neugierde zügeln.
    Wenn Du eine größere Menge anbietest, aber für langsamere Abnahme sorgst, läufst Du gefahr, dass das Futter verdirbt.


    Liebe Grüße und viel Erfolg: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Die Futtereimer kannst Du nur bei großen Völkern nehmen, da die immer ein bisschen tropfen. Bei kleinen Ablegern hast Du schnell Räuberei und dann werden die kleinen Babies plattgemacht. Kaufe Dir eine vernünftige Futterzarge!


    Mit was fütterst Du denn? Also, was für ein Futter?


    Viele Grüße aus der Nachbarschaft.

  • Als Futter verwende ich Zuckerwasser 3:2. Zuerst im Tetrapak. Da die aber abgeknabbert wurden bin ich auf eine lebensmittelechte Kunststoffschale umgestiegen. Eine Futterzarge wollte ich eigentlich vermeiden, da mit einer Leerzarge ich direkt die Varroabehandlung durchführen kann, ohne wieder Zargen zu transportieren und zu tauschen...zumal eine Futterzarge ja die meiste Zeit nur im Keller liegt...alles garnicht so einfach.


    Ich fahr erstmal zum Händler und lasse mich dort nochmal beraten. Vielleicht gibts ja noch Alternativen, die ich so nicht auf dem Schirm habe.

  • Bezüglich Futtereimer:


    Schon Bruder Adam verwendete ein solches System. Sinngemäß schrieb er in "Meine Betriebsweise":


    "Der größte Nachteil aber ist, dass sich bei starken Temperaturwechseln von der Nacht zum Tag häufig der letzte Liter im Ganzen über die Bienen sich ergiesst."

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Wo ist das Problem. Die Futterzarge bleibt das ganze Jahr drauf. Jetzt kannst Du die Leerzarge über die Futterzarge stellen und zur Behandlung einfach von oben nach unten tauschen.


    Die Futterzarge ist das einzig Wahre. Der Rest ist einfach nur nervig.