Adam-Fütterer (Weber) nachbehandeln?

  • Hi,


    ich habe heute meine erste Lieferung Bienen-Zubehör bekommen, u.a. zwei Adam-Fütterer vom Bienenweber. Diese wurden ja empfohlen und ich habe sie u.a. gekauft, weil sie eben innen schon fertig beschichtet sind und ein durchsichtiger Aufstiegsschutz aus Kunststoff drauf ist.


    Die Teile sind tatsächlich schön ausgestrichen, keine Frage.


    Aber:


    Der Dom an sich ist doch aus sehr, sehr grobem Holz. Da scheint zwar auch beschichtet zu sein, allerdings ist das so rau, dass da sicher alles hängen bleibt und es sehr schwer sauber zu bekommen ist.
    Müsste der Dom nicht so glatt sein, wie Wände und Boden des Fütterers? Ist es womöglich sogar Absicht, dass die Bienen nicht abrutschen?



    Ich habe die Teile dann gleich lasiert und dann beim abwischen festgestellt, dass die Kanten der Hölzer innen und außen sehr spitz sind. Macht es hier nicht Sinn, die Kanten wenigstens zu brechen? Muss ja keine 5 mm-Fase sein, aber wenigstens etwas abnehmen?



    Danke und viele Grüße,
    Marcel

  • Hi,
    ich werde die Fütterer diese Jahr auch verwenden und meine sind am Dom ebenso rauh, ich bin mir daher sicher, dass das gewollt ist. Und was das Säubern angeht, das sollten die Bienen eigentlich selbst übernehmen, würde ich sagen. ;) 
    Du hast sie ja sicher nur außen lasiert, also was spricht dagegen, die Kante zu brechen, wenn sie dir zu sehr splittert? Das beeinflusst ja nicht den bienenbesetzten Raum.


    Grüße Tobias

  • Guten Morgen Marcel,


    ich habe auch 2 Füterrer vom Weber, was mich stört ist dass der Dom einen so großen spalt hat, dass wenn der futterspiegel soweit gesunken ist, die Bienen drunter durch passen.
    Das heißt wenn du nachfüttern willst, ist die ganze Zarge voller Bienen, da muss man dann den Dom abnehmen und 5 min warten bis sich alle verzogen habe.
    Ich hab die Abstandshalter nochmal nach bearbeitet, jetzt ist es ein wenig besser.
    Dass hat mich ein wenig gestört, deshalb ich bin jetzt auf seitlichen Aufstieg umgestiegen.


    Grüße,



    Max

  • Hallo zusammen,


    danke schonmal für eure Antworten. Ich werde die Fütterer nun nur noch außen streichen und sonst erstmal nichts weiter ändern.


    max : Was meinst du mit "muss man den Dom abnehmen und fünf Minuten warten, bis sich alle verzogen haben"? Wenn du die Domabdeckung wegnimmst, gehen die doch nicht schneller zurück, oder versteh ich was falsch? Oder nimmst du den ganzen Fütterer ab?


    Gruß,
    Marcel

  • Mein Problem damit war, dass ich immer am Abend nach der Arbeit Füttern geh und eigentlich schnell fertig sein will.
    Der Spalt bei meinen 2 war so groß dass die Bienen drunter durch kamen und die ganze Zarge schon ausschlecken.
    Wenn du jetzt aufmachst musst du warten bis sich alle Bienen zurück gezogen haben, ansonsten ertränkst du die ja.
    Hier ist die Empfehlung vom Weber ( irgendwo im Forum gelesen) den Dom abzunehmen und einfach 5 min zu warten, bis die Bienen sich aus der Zarge verzogen haben.


    Da ich ein alter schisser bin was die Räuberei angeht, hab ich dass so ungern gemacht. Daher bin ich jetzt auf den Seitlichen Aufstieg umgestiegen.


    Weitere Vorteil ich kann die Folie drauf lassen und zieh sie nur einen Spalt vor, so wird der Fütterer von unten nicht verbaut.


    Grüße,


    Maxikaner

  • Der Dorn ist auch bei mir so rau und die Bienen kommen eigentlich auch ganz gut damit zurecht. Ich hatte mir die Fütterer damals auch bei Weber gekauft, da diese schon innen lakiert sind.


    Was den Punkt des Abstand betrifft finde ich das eigentlich ziemlich gut, sobald der Pegel gesunken ist putzen sie den Fütterer selbstständig aus bis auf den letzten Tropfen. Ich hatte bisher auch insgesamt nur einmal eine tote Biene im Fütterer. Ich hatte nach einem Thread hier im Forum aber auch die Aussenseite der Abdeckkappe mit Sandpapier aufgeraut. Falls nun mal eine der Damen früher durchschlüpft bevor alles trocken ist kann sie so auch im Notfall auf die Kappe klettern.

  • Hi,


    danke nochmal für die Antworten. Ich überlege nun, ob ich nicht die Auflagefläche des Abdeck-Kunststoffteils an den vier Ecken aussäge um eben auch hier das Teil auf den Boden oder mit Abstand stellen zu können. Aber ich denke, ich werde es erstmal so probieren, bis ich sehe, ob es überhaupt Probleme gibt!


    Gruß,
    marcel

  • Hallo Marcel,


    wenn Du das machst, hast Du zwar den Spalt minimiert, der eigentlich vorgesehen ist, weil die Abdeckhaube ja dann auf dem Boden aufliegt, andererseits hast Du dann die Bienen immer nur drunter und immer Futterrest im Fütterer.
    Das mag von Vorteil sein, wenn man in der Phase ist, wo man regelmäßig bienenfrei nachkippen will. Kommt man in größern Abständen vorbei und verfüttert womöglich auch noch keinen Sirup, dann gammelt es da drin und der ganze Fütterer muss runter zum Saubermachen.


    Wenn schon basteln, dann müsste man hier die Auflageflächen für die Kappe so abflachen, dass keine Biene drunter duch kommt aber ein Spalt bleibt fürs Nachlaufen des Futters und gleichzeitig in den Dom drei Schrauben so einbringen, dass man mit diesen auch einen höheren Sitz der Kappe regeln kann.
    So können sie bei Bedarf erst dann, wenn der Pegel ausreichend gesunken ist in den gesamten Fütterer und den sauber schlecken.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Die Lösung, in den Dom Ausparungen für die Distanzhölzer zu feilen, hat sich bewährt. Erst bei der letzten Fütterunf werden die Dome wieder si aufgesetzt, daß sie einen Bienendurchgang ermöglichen.



    Dennoch ist der Adamfütterer von Weber nurmittelprächtig, weil er sehr zügig undicht wird und der Sirup dann nach außen sickert. Selbst wachsbeschichtet ist das so. Man müßte ihn jährlich ausgießen

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Die Lösung, in den Dom Ausparungen für die Distanzhölzer zu feilen, hat sich bewährt. Erst bei der letzten Fütterunf werden die Dome wieder si aufgesetzt, daß sie einen Bienendurchgang ermöglichen.



    Genau so, ein Abstand muss bleiben, sonst tritt das ein Was Marion angesprochen hat.
    Ich hab nicht gefiel sondern ganz rustikal mit dem Taschenmesser geschnitzt :wink:

  • Hi,


    danke nochmal für die Erklärungen... Ich sehe, da gibt es wieder viele Möglichkeiten, wie es gehen kann. Werde aber vorab erstmal nix feilen, schleifen oder schneiden, sondern erstmal so probieren.


    Henry, du schreibst der Fütterer wäre nur mittelprächtig. Aufgrund fehlender Praxis würde ich gerne wissen, wie er besser wäre bzw. ob man ihn nachträglich verbessern könnte? Er scheint ja sauber ausgegossen zu sein, mit was für einem Material kann ich nicht beurteilen. "Lebensmittelecht und wasserdicht" soll es anscheinend sein.


    Ich persönlich hätte wohl aus Hygiene-Gründen auch eher ein Ausgiessen mit 2K-Harz durchgeführt. Aber wie oben erwähnt: Habe den praktischen Einsatz dieser Art von Fütterern noch nicht gesehen.



    Gruß,
    Marcel