Schwarm wieder weg...


  • Auch hier gibt es offensichtlich 2 Lager:
    Die einen sehen keinen Grund für Kellerhaft eines Schwarms (unnötig, gar Bienenquälerei), die anderen sehen Gründe (Honigmägen leeren, hungriger Schwarm zieht nicht wieder aus nach dem Einschlagen usw.)


    Ist ein "Bienenfachwirt" so etwas wie eine glaubwürdige Instanz, weil er - im Unterschied zu den meisten Imkern - ausgebildet ist?

  • Hier hilft eine Bannwabe und fertig. Eine offene Brutwabe in die Beute hängen. Zur Not reicht auch eine offene Drohnenwabe. Die räumt auch gleich mit den Varroen auf.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Deine letzte Frage ist eine Berechtigte! Allerdings hat er klar viel mehr Erfahrung als ich und viele die ich kenne.


    Ich möchte mir Bienen züchten, mit denen ich gut arbeiten kann, die selbst zufrieden sind mit einem Imker wie mir und klar, Honig hätte sie auch noch gerne. Bei den vielen Betriebsweisen ist es ein große Aufgabe, das richtige für sich zu finden. Nicht nur was die verschiedenen Beuten angeht. Erst kürzlich habe ich festgestellt, dass es verschiedene Maße für eine Heroldbeute gibt! Und außerdem finde ich die Arbeitsweise eines "angepassten Brutraumes" von Hans Beer recht interessant, was mich als Zander Anfänger vor einen rießen Haufen Fragen stelle. Aber das gehört nicht in meinen Beitrag. Sollen ja noch andere im richtigen Zusammenhang lesen können.


    Mal sehen was in ein paar Jahren ist. Wie sagte Harald Lesch...
    "Früher war alles besser.... auch die Zukunft"!

  • Mir ist in zehn Jahren Schwarmimkerei noch nicht ein einziges Mal ein Schwarm wieder ausgezogen. Und das ganz ohne das Gedöns mit Bannwabe oder Ähnliches. Gib' dem Schwarm einfach keinen Grund, wieder abzuhauen.


    Wer ganz sicher gehen will, der käfigt die Königin unter Teigverschluß, klemmt den Käfig zwischen die Rähmchen und läßt den Schwarm einlaufen. Fertig.


    Hatte letztens einen Schwarm, der ist ganze 3 mal wieder ausgezogen. In 4 Tagen. Da wusste ich wirklich nicht mehr weiter. Eingeschlagen hab ich sie noch am selben Tag abends, mit Zwischenstopp für ein paar Stunden im Keller, da ich noch eine Beute herrichten musste. Fehler war vermutlich, dass ich zu dem Schwarm einen Mini-Faustgroßen Schwarm dazugekippt hab. Die haben sich einfach nicht verstanden. Auch ein kleines Stück Wabe mit junger Brut und Eiern drauf hat da nix geholfen. Am vierten Tag hab ich sie dann nochmal eingesackt und sofort gefüttert, 250ml Honigwasser haben sie in 10 Min weggetrunken. Hunger ist gar kein Ausdruck gewesen. Dann hab ich eine tote Kö auf dem Gitterboden gefunden und sie sind geblieben.


    Was ich damit sagen will, ist, dass es manchmal gar nicht so einfach ist zu erkennen warum ein Schwarm auszieht bzw. dass es auch mehrere Ursachen geben kann. In meinem Fall also die Vereinigung zweier Schwärme und dann vermutlich Hunger.

  • Wie hoch ist denn das Risiko einer Ansteckung, durch einen mit vollem Honigmagen eingeschlagenen Schwarm? Wenn die Bienen ihren alten Honig (worüber man nichts weiss) wieder in den neuen Waben einlagern, müsste man ja erst mal eine Futterkranzprobe nehmen, um sicher zu gehen!?


    Ich komme wie gesagt selbst aus der Landwirtschaft und weiss, dass Tiere unbekannter (selbst bekannter) Herkunft allerhand Krankheitserreger mitbringen können, was immer ein hohes Risiko darstellt. Meist merkt man es nicht sofort und rätselt später darüber, wieso gerade jetzt dies oder jenes eingetreten ist.