Geplanter Einstieg sinnvoll?

  • Hallo,


    da ich neu bin im Forum, stelle ich mich zunächst kurz vor - auch mit meiner Erfahrung.


    Ich bin kompletter fast Einsteiger in die Imkerei. Ich habe jedoch den Entschluß gefasst mit der Imkerei zu beginnen. Ich habe zwar noch keinen Anfängerkurs besucht, wohl aber mit einem Imkerverein Kontakt aufgenommen und einigen Imkern mal über die Schulter geschaut. Auch habe ich mir einiges an theoretischem Wissen von Adam über Liebig und dem Forum angelesen. Einiges an theoretischem Grundwissen würde ich also als gegeben ansehen.


    Das es dieses Jahr, auf Grund des fortgeschritten Jahres, nicht mehr mit den Einstieg klappt, habe ich mittlerweile auch eingesehen, dennoch nutze ich die Zeit zur Vorbereitung des Einstiegs.


    Für den Einstieg nächstes Jahr habe ich mir folgendes überlegt und wollte mich erkundigen, ob das so erfahrungsgemäß sinnvoll ist:
    Nach vielen vielen Klinken die ich putzte, habe ich in räumlicher Nähe 3 mögliche Standorte aufgetan - was sich schon als schwieriger als gedacht erwies.
    Ich würde gerne nächstes Jahr an 2 Standorten mit je zwei Ablegern beginnen. Davon erhoffe ich mir Erfahrung/einen Vergleich von der Völkerentwicklung an unterschiedlichen Standorten zu erlangen. Zwei Ableger würden es mir auch ermöglichen diese bei schwacher Entwicklung ggf. zu vereinigen, um wenigstens ein Volk hoffentlich sicher über den Winter zu bringen...auch verteilt sich meine Neugier noch mehr.
    Langfristig würde ich anstreben, wenn es hoffentlich soweit kommt, bis auf je 4 Völker zu vermehren. Durch die zwei Standorte (3km Luftlinie von einander entfernt) erhoffe ich mir dabei eine einfache Ablegerbildung. Ableger von Standort A an B und dann sollte dieser sich doch entwickeln können, ohne das es zum Verfliegen kommt.


    Haltet ihr eine solche Planung für generell sinnvoll/erstrebenswert, oder habe ich etwas übersehen und ist es überhaupt erfahrungsgemäß sinnvoll für Neueinsteiger an zwei Standorten zu beginnen?
    Wenn man einen Imkerpaten an seiner Seite weis, ist dann ein Lehrgang überhaupt noch sinnvoll? Ggf. Wird mir dann dort dann eine andere Betriebsweise vermittelt.


    Grüße
    Chris aus Essen

  • Hallo Chris - und willkommen hier.


    Wenn Du die Möglichkeit für 2 Standorte hast, nutze sie.


    Imkerpate als Begletung und auf jeden Fall Lehrgang.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo ;)


    Also noch ist das Jahr nicht rum, noch mind 6 Monate bis Weihnachten. Wenn du jetzt 2-3 Ableger bekommen kannst, die auf ca 3-4 Waben sitzen, dann werden da noch gute Völker draus. Wenn du auch noch eine legende Königin drin hast, dann mit Sicherheit. Vernünftige Ablegerbetreuung geht, wenn man jemanden hat den man fragen kann, auch ohne Imkerkurs. Ebenso das Einfüttern und die Varroabehandlung.
    Wenn du dabei einem Imker über die Schulter schauen kannst, dann kannst du das gleiche zuhause 1:1 auch umsetzen. Man muss halt alles erst mal gesehen haben.


    Die Entwicklung von Völkern auf 2 Standorten, die 3km entfernt sind ist nicht sooo gravierend, als dass man da (vor allem als Anfänger) existentielle Unterschiede feststellen kann. Ich würde die Ableger der Einfachheit auf einem Standort stellen. Der andere Standort dann im nächsten Jahr als Ablegerplatz verwenden.


    Stefan

  • Hallo Chris,


    da Du Dich ja schon soweit eingearbeitet hast würde ich einfach jetzt schon anfangen. Und ich würde zu Anfang nur einen Stand benutzen, sonst verzettelt man sich leicht und keine Vergleichsmöglichkeit zwischen den Völkern.
    Wenn Du dann evtl. mehr Völker hast oder Ableger bilden willst, dann würde ich einen 2. Stand aufmachen...


    Und willkommen hier bei den Bienenbekloppten!


    Gruß Jörg, der gerade wieder einen Stand aufgegeben hat

  • Hallo Chris,
    auch von mir ein herzliches Willkommen hier!
    Ich habe mir gestern einen Schwarm geholt und somit auch mein erstes Volk im Garten stehen :-)


    Grüße
    Chris

  • Hallo zusammen,


    würde den Thread gern für eine Querfrage nutzen:


    Was wäre denn der späteste Zeitpunkt um anfangen zu können?


    Wenn man sich nämlich dafür entscheidet und noch keine Beuten oder sonstwas hat ist bei der momentanen Liefersituation der meisten Hersteller damit zu rechnen, dass man erst Ende Juli sein ganzes Zeug beisammen hat. Wird's dann allmählich nicht auch sehr spät?



    Stehe grade vor der selben Entscheidung und bin nicht sicher, was jetzt die bessere Wahl wäre: Im Juli anfangen oder nächstes Jahr im April.


    Gruß,
    Marcel

  • Nächstes Jahr ist zu spät. Im Frühjahr vor der Rapsblüte sind die Völker am teuersten.


    Du kannst jetzt noch 5 Waben-Ableger starten oder später ganze Völker mitsamt Beute kaufen. Die Imker wollen ihr altes Zeug loswerden um diese Jahreszeit und dieses Jahr gibt es viele Schwärme und damit ein Überschuss an Völkern. Nächstes Frühjahr wird es zu wenige Völker geben, denn der nächste Winter wird ein verlustreicher Winter werden. So kündigen es die Bieneninstitute an und die wissen mehr als wir arme Irren. Da ist irgendwas im Busch.


    Kaufe am besten die doppelte Zahl an Völkern.

  • Eigentlich ist der Sommer die optimale Zeit, mit dem Imkern zu beginnen.
    Jetzt anzufangen senkt die Einstiegskosten. Ein Jungvolk ist jetzt deutlich billiger zu haben als ein überwintertes nächstes Frühjahr. Sind die Überwinterungsergebnisse schlecht, kann sich die Preisdifferenz noch deutlich erhöhen.
    Außerdem sind die für dieses Jahr noch anfallenden Arbeiten bei einem Jungvolk weniger anspruchsvoll als die Frühjahrs- und Frühsommerpflege. Bis dahin habt Ihr dann schon ein wenig Routine im Umgang mit den Bienen.


    Die Liefersituation sollte nicht das Problem sein. Die teuren Anschaffungen wie Schleuder oder Wachsschmelzer brauchst Du ja dieses Jahr noch nicht.


    Wolfgang


    (Da sehe ich gerade, war Bernhard schneller mit der gleichen Auffassung)

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von WFLP () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Vielen Dank für die Rückmeldungen.


    Dann werde ich mich schonmal mal ans Streichen der Beuten begeben und am Einlöten der Mittelwände versuchen.
    Ich denke ich werde dann wohl versuchen vielleicht doch noch dieses Jahr mich an einem Standort zu versuchen. Der Rest ergibt sich dann bestimmt.


    Grüße und Dank

  • Viele Grüße aus der Nachbarstadt und Willkommen bei den Bienenverrückten!


    Das wird schon werden. Ich hätte nicht noch einen Winter länger warten können. Hole dir schon jetzt ein/zwei Ableger und schaue wie sie wachsen :)
    Viel Spaß mit den Bienen!


    Carsten