Ab wann wird ein Schwarm umgesiedelt?

  • Hallo zusammen,


    wir haben am 22.05. erfolgreich unseren ersten (minikleinen) Schwarm gefangen:Biene::Biene::lol:.
    Imkern tun wir im dritten Jahr, aber bisher hatten wir nie einen Schwarm.
    Mit einer Futterwabe und einer Wabe Brut haben wir alles im Ablegerkaten (DNN, 6 Rähmchen) untergebracht. Die Mädels entwickeln sich toll: Inzwischen ist die Königin begattet und in Eilage :-D.
    Die Frage ist: Wann ist die Zeit gekommen in eine normale Zarge umzusetzten, d.h. zu erweitern. Aktuell wird das letzte Rähmchen ausgebaut.
    Und: Müssen wir weiter füttern, oder genügt das eingetragene Futter für das Völkchen?


    Herzlichen Dank für Eure Tipps!


    Gruß,
    die majamaus

  • Hallo Majamaus,


    herzlichen Glückwunsch zum Schwarm.
    Auch wenn ich mich etwas über die zugesetzte Brutwabe wundere, sieht ja alles prima aus.
    Ihr habt also vermutlich einen Nachschwarm gefangen, da die Königin unbegattet war.
    Es herrscht Trachtangebot - habt Ihr noch zugefüttert außer der Futterwabe?
    In der Regel versorgt sich ein Schwarm derzeit selbst.
    Es ist jetzt Zeit, diesen umzusetzten - dabei könnt Ihr Euch gleich von den Futtervorräten überzeugen.


    lG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.


  • Hallo majamaus. Zu deinen Fragen.

    Und: Müssen wir weiter füttern, oder genügt das eingetragene Futter für das Völkchen?


    Umhängen ? sofort ja, füttern ? ja /genügt das futter ? nein.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Ich sehe das genau wie Anni. Auf die Beigabe der Brutwabe hätte ich verzichtet und den Schwarm in seinem brutfreien Zustand mit MS oder OS behandelt.


    Gruß


    Herr Rübengrün

    Prüfet Alles und wählet das Beste!


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral!

  • Hallo !



    Auch wenn ich mich etwas über die zugesetzte Brutwabe wundere, sieht ja alles prima aus.


    Wofür die Brutwabe ? Gerade ein Nachscharm nimmt doch fast alles an, da braucht es jetzt eigentlich keine Brutwabe zum binden.



    Es herrscht Trachtangebot - habt Ihr noch zugefüttert außer der Futterwabe?
    In der Regel versorgt sich ein Schwarm derzeit selbst.


    Naja, Anni es ist wie so oft,
    hier im Imkerforum wird gefragt ohne das uns die Rahmendaten bekannt gemacht werden.


    Wir wissen nicht in welcher Region Deutschlands Majamaus ihren Schwarm gefangen hat,
    wir kennen Ihre ImkerlicheVita (Profil) nicht ....
    ... was will man da für Ratschläge geben ?


    Vielleicht herscht bei Ihr keine Tracht ... aber ohne Daten ....



    und den Schwarm in seinem brutfreien Zustand mit MS oder OS behandelt.


    Behandeln ? Das würde ich nicht tun, allerhöchstens im wirklichen Bedarfsfall.
    Pauschales behandeln hilft nicht gegen die Milbe und schädigt oft die Bienen mehr als das es gegen die Varroa hilft,
    einem Schwarm nimmt es die Agilietät.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Ich persönlich hätte trotz der Kleinheit (wie klein ist miniklein?) einen Maischwarm in eine komplette DNM- Zarge eingeschlagen (jedenfalls alles über 500g). Die Futterwabe war zu dem Zeitpunkt sicher nicht ganz verkehrt, erst nach dem Vatertag wurde (hier bei mir) wieder schönes Wetter.


    Konkret auf die Eingangsfrage würde ich antworten: Ein Schwarm wird umgesiedelt direkt aus der Schwarmfangkiste.


    Ich würde jetzt nicht unbedingt weiter warten (bis nenneswerte eigene Brut schlüpft), sondern jetzt Umlogieren. Wozu enghalten? Kann passieren, da hängen in drei Wochen die ersten Zapfen an den Waben...
    Wieviel Brut hat er denn jetzt bereits (verdeckelt: bestiftet)?
    Was wäre der Vorteil, noch zu warten? Jetzt zuwenig Bienen, um die Brut zu wärmen? Das wäre auf knapp 6 Waben ebenso der Fall. Der Ausbau schreitet mit der Volksentwicklung voran. Die werden ja nicht sofort die zusätzlichen MW ausgebaut haben und die Kö. die nicht sofort bestiften, so dass das Volk dann *dasteht* und *denkt*, uppps, wir können die Brut ja gar nicht versorgen....


    Futterzustand kontrollieren, Wenn wenig Futter, kontinuierlich kleine Mengen flüssig geben. (einen großen kann man auch mal nen ganzen Eimer geben) In Trachtlücken ebenso. Das ist wichtig, umso mehr, je schwächer das Ausgangsvolk. Flugloch klein halten. Vor allem beim Füttern.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Ja,
    genau so. Allerdings kann die Zugabe einer Wabe mit verdeckelter Brut in ein Minivolk den Milbendruck doch recht schnell in die Höhe jagen. Ich hätte in der dann Verdeckeltenbrutfreien Zeit mit 15% iger Michsäure behandelt, aber nur, weil eine Brutwabe zugehängt wurde.
    Viele Grüße und viel Glück
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.