zu viele Gedanken um das Wohlergehen?

  • Hallo,
    wie handhabt Ihr denn das Abwandern von einem Platz wo weit und breit nix zum Einbetteln da ist bzw. wie geht es Euch so, wenn immer noch paar fleißige Bienchen spät nach Hause kommen....


    Kiste zu und weg - oder doch bis zum letzten Büchsenlicht abwarten .... gerade jetzt fliegen se ja fast noch bis nach dem Dunkelwerden.


    Es trifft ja die Emsigen - kommen heim und das Haus ist weg.... :Biene:
    Ich stelle eine kleine Kiste hin - mit einer Wabe drin - und hole die am nächsten Tag "ab" (heim).


    Würd mich über Meinungen freuen!


    Grüße
    Klaus

  • Ich wandere am Liebsten in den Morgen Stunden, vorausgesetzt ich muss keine 500Km fahren.
    Im Dunkeln hin, Fluglöcher zu. Dann schnell Aufladen und los. Im Bestenfall kommst du mit dem Sonnenaufgang am neuen Standort an und kannst entspannt aufbauen. Und wenn dann die Sonne richtig zum scheinen beginnt, sind deine Fluglöcher schon wieder offen.
    Es werden aber immer einige Bienen zurück bleiben, da es auch welche gibt die über Nacht draußen waren, allerdings sind das nicht soviele.

  • Hallo Klausi,
    ich vermute mal, Du gehörst wie ich zu der Altersgruppe, die bei Dunkelheit gerne zu Hause ist, wie sich das für alte Männer gehört :-). Aber für das Umsetzen der Bienen ist es halt besser, bis zur Dunkelheit zu warten und, wie wir in einem anderen Bericht lesen konnten, ganz früh damit fertig zu sein. Ganz einfache klare Regel. Jetzt kann man natürlich mit allerlei Ideen und unter Aufbringung von Ingenieurswissen versuchen, es irgendwie auch anders hinzubekommen. Oder, man hält sich einfach dran. Ich empfinde das immer als kleines Abenteuer und Ausflug in meine Jugend. Zwar soll es ja hier im Osten wieder Wölfe geben, drauf gechichen, was solls, ist doch schon Jahrzehnte her, dass man sich nachts im Wald rumtreiben durfte.
    Natürlich hilft dabei die nötige Ausstattung wie schwenkbare Flutlichtanlagen oder Rundumleuchten, aber im Notfall eben auch die eigene Frau mit einer Taschenlampe, die beim Rückwärtsfahren den dunklen Weg als Vorauskommando " erleuchtet ". Und das alles nur, weil deine Rückfahrleuchte nicht leuchtet und dein Licht zu schwach ist.
    Also freu dich auf die Nacht, warte den Schlusspfiff des letzten WM-Spiels ab, und die Nacht gehört dir. Dir und den Wölfen.
    Viele Grüße
    Wolf - gang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Wenn machbar, einfach eine Beute stehen lassen und zu einem günstigeren Zeitpunkt abholen.
    Ich habe gerade erst 6kg Flugbienen eines Wanderimkers eingesammelt.
    Auch, wenn ich jetzt ein weiteres Wirtschaftsvolk habe, war die Aktion eher von Mitgefühl bestimmt.
    LG Elk

  • N`Abend, Klaus!


    Sich "zu viele Gedanken" um das Wohlergehen deiner Haus- und / oder Nutztiere zu machen ist kaum möglich.
    Denn: Jeder Gedanke in diese Richtung ist die drauf verwendete Energie wert! Immer! Ausnahmslos!


    Wissentlich die eigenen Tiere in eine mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit tödliche Situation bringen, DAS ist...nicht so toll. Wenn dies dann noch aus Bequemlichkeit und / oder zeitlichen Gründen geschieht, um so schlimmer.


    In diesem Zusammenhang: Ich habe keinerlei Verständnis für "Imker", die am hellichten Tage meinen wandern zu müssen und die dann idealerweise einen Lumpenfänger zurücklassen, schlimmer aber noch, die "6 Kilo Bienen" einfach zurücklassen und einem Imker sagen, er könne sich der Tierchen annehmen.


    Meine Vorgehensweise ist quasi die selbe wie die von wald & wiese: Warten, bis es tatsächlich richtig dunkel ist und dann die Fluglöcher verschließen. Dauert länge, ja, ist auch logistisch evtl. nicht optimal, aber im größtmöglichen Maße tiergerecht.


    Und: Wandern mit Bienen ist ein Abenteuer, egal ob zum ersten oder zum 20sten Mal. Man wird zwar routinierter, aber kritische Faktoren und Unabwägbarkeiten gibt es immer. Und Abenteuer sollten dem Abenteurer Spaß machen!


    Abenteuerliche Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!