*Neuling* - hat einige Fragen

  • Hallo, wir haben heuer mit diesem schönen Hobby begonnen, einen Kurs besucht und bei unserem Paten über die Schulter geschaut. Trotzdem bleiben noch ein paar Fragen offen, die ich bisher noch nicht beantwortet bekommen habe.


    1. Wir haben am letzten Freitag einen Ableger bekommen, diesem am Samstag früh in unseren Bienenkasten einziehen lassen (Liebig/Zander). Der Kasten steht jetzt in unserem Garten, (zuerst) ohne Beschattung - inzwischen haben wir einen größeren Pappkarton über dem Kasten befestigt, dass zumindest ein wenig Schatten auf den Bienenkasten kommt. Man kann ja, nahdem sich die Bienen eingeflogen haben, den Kasten nicht mehr innerhalb des Gartens verstellen, oder doch?
    Soll noch mehr beschattet werden, oder verträgt der Ableger die Hitze genauso, wie ein normales Volk?


    2.Unser Pate meinte, wir sollten Ende nächster Woche eine weitere Mittelwand (der Ableger ist momentan auf fünf Waben) einhängen und auch ein wenig zufüttern. Dazu wäre es sinnvoll a) ein Trennschied zu verwenden und b) eine Futterzarge einzusetzen - meine Frage ist, wo gibt es explizit einen Bauplan für ein Trennschied (Zander) und einen Bauplan für eine Futterzarge, ebenfalls auf Zander? Leider brachte mich meine Suche per Forum/Google nicht an mein Ziel.


    3. Wie sieht es mit einem Wasserangebot aus? In ca. 5 m Entfernung steht extra ein Gefäß (wie eine Vogeltränke 30 cm Durchmesser, 4-5 cm tief) mit Wasser. Ist das ausreichend, oder sollte es größer sein und näher am Kasten?


    Vielen Dank für Eure Antwort/en.


    Thomas

  • 1) Nein, verstellen ist nicht mehr. Außer Du verstellst nach außerhalb des Flugradius (und dann 3 Wochen später wieder zurück), oder im Winter wenn die Bienen nicht fliegen. (evtl schaue auch mal hier im Forum unter "Verstellen im Flugkreis", da gibt es Tipps wie man evtl doch noch umstellen könnte)


    2) (Trennschied) Kannst Du machen, musst Du aber nicht. Ich für meinen Teil fülle direkt die Zarge komplett mit Mittelwänden auf, dadurch habe ich nur einmal Arbeit an dem Volk und verpasse mit Sicherheit nicht die rechtzeitige Zugabe weiterer Mittelwände.
    Für Futter, falls das wirklich nötig ist, nehme ich 2 Rähmchen heraus und Stelle ein aufgeschnittenes Tetrapak rein. Fertig ist mein "Fütterer". Bei einem 5 Waben Volk würde mich aber wundern, wenn die nicht schon für wenigstens 1-2 Wochen Vorräte drin haben.


    3) Don't panik! Deutschland ist fast überall feucht genug, so daß man sich kaum um Wasser Sorgen machen muss. Wenn die Bienen die 5 Meter zu der Vogeltränke nicht schaffen, gehören sie erschossen. Bei Tracht sollte der frische Nektar zudem genügend Wasser enthalten, so daß nur bei Nektar-Mangel Wasser nötig sein sollte.

  • Hallo Thomas,


    willkommen im Forum.


    Hat der Ableger einen offenen Gitterboden? Wenn ja, sollte der Ableger mit Deiner Beschattung ausreichend versorgt sein. Wichtig ist, dass er genug Belüftungsmöglichkeit hat. Dann regeln die Bienen das Klima im Kasten.


    Die Tipps Deines Paten finde ich gut. Es gibt Trennschiede und Trennschiede. Ein umlaufbarer Trennschied und ein nicht umlaufbaren. Durch den Trennschied sitzen die Bienen enger und können wegen der geringen Bienenmasse den kleinen Raum besser klimatisieren. Hier ist ein umlaufbarer Trennschied richtig. Diesen kannst Du einfach aus einem Rähmchen machen, indem Du die Mitte des Rähmchen mit einem Brett oder sonstigem verschließt. Statt Wachs -> Brett.


    Eine Futterzarge ist ein angenehmes Zubehör. Zunächst kannst es machen wie Chris gesagt hat. Den Bienen ist es vermutlich egal, wie das Futter gereicht wird. Eine Schwimmhilfe wäre hier angebracht, damit die Bienen nicht in dem Flüssigfutter ertrinken. Hier gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten wie Korken, Stroh, lange Grashalme.


    Genauso wird die Schwimmhilfe in der Tränke benötigt. Man kann Steine oder Moos reinlegen. Ein Brett, dass immer nass ist wird auch gern genommen. Ich habe das Gefühl, dass die Bienen Quellen in einem größeren Radius um die Beute besser annehmen, als direkt am Standort.


    Viele Spaß mit Eurem neuen Hobby.


    LG Olivia


    PS: Beim Füttern aufpassen, dass nichts daneben geht, sonst lockst Du andere Mitesser an, die Deinen Ableger ausräubern könnten. Sollen die Bienen bauen, ist flüssiges Futter am besten. Kleine Mengen geben, z.B. halben Liter am Tag, damit der Brutraum nicht mit dem Futter blockiert wird. Man kann auch mit Futterteig füttern. Ich lege einfach ein 2.5 Kg Paket Apifonda unter. (Bekommst Du bei der Raiba/Baywa) Nur einen schmalen Streifen oben aus der Folienverpackung schneiden, z.B. 1 x 15 cm breit. Futterteig durftet nicht so verführerisch für Räuber.

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

  • wo gibt es explizit einen Bauplan für ein Trennschied (Zander)


    Hallo,


    frag mich gerade, warum will ich bei Zander mit Schied arbeiten?
    Bzw. warum fange ich nicht gleich mit Dadant an, wenn der Schied mein Mittel der Wahl sein soll...
    Gerade als Anfänger kann ich doch gleich auf das System setzen, was mir am besten passt.

  • Hallo Hesse,


    hier geht es doch nur darum, den kleinen Ableger erst mal eng zu halten, damit er sich in Ruhe entwickeln kann. Ich habe bei einem alten Imker auf DN gelernt. Der hat immer den gesamten Leerraum mit Strohschieden ausgefüllt.


    LG Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

  • Hallo Freunde,
    eng halten muss man den Ableger zur Zeit nicht. Eher würde ich ihm großzügig Platz einräumen und nicht so oft stören. Das Schied ist bei Zander nicht nötig und bei diesem Wetter zu dieser Zeit des Jahres für einen Ableger sowieso nicht. Mit dem Dadantler-Spielzeug brauchst Du erst garnicht anzufangen.
    @ Dadantler, isch liebe eusch alle.


    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Ja, Ja,
    eng halten, auch so'n Dadantlerding, ergibt natürlich nur Sinn für Dadantler, genau wie das Schied, beides meist in Kombination.
    Weil Du ja Jungimker bist, eine kurze Erläuterung zum Unterschied zwischen Dadantlern und Imkern mit DN oder Zander-Magazinbeuten.
    Dadantler haben ein Brutbrett, so groß wie ein Biedermeierkleiderschrank und sie dürfen jede Woche mit dem Schied spielen.
    DN oder Zander-Magazinbeutenimker haben keinen kleinen Elvis, sie haben einen Long-Dong-John.
    Viele Grüße
    Wolfgang, ( Thomas ist männlich, er verstehts )

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.


  • Weil Du ja Jungimker bist, eine kurze Erläuterung zum Unterschied zwischen Dadantlern und Imkern mit DN oder Zander-Magazinbeuten.


    Noch ein unterschied: DN und Zander Imker jammern gerne, dass der Honig in ihren 2 Bruträumen versickert, da denken die anderen schon lange ans Schleudern.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Wir engen auf die verschiedensten Art und weisen ein, wenn es die Situation verlang.
    Mit einer Pappe, mit einer Folie, mit einem auf ein Rähmchen geklebten Holzplatte - alles Möglich geht.


    Füttern:
    Ableger bekommen von mir auf die Zarge eine Folie mit Loch.
    Auf das Loch kommt ein umgedrehtes Konsevenglas, in dessen deckel mit dem Milchpiekser einige kleine Löcher gepiekst sind.
    Aufgefüllt mit Zuckerwasser 1:1 in kaltem oder lauwarmen Wasser aufgelöst.
    Auf die erste Zarge eine Leerzarge, darauf den Deckel.
    Klappt prima, ohne dass auch nur eine Biene ertrinkt.
    Aufpassen. Löcher nicht zu groß, sonst kleckert es!


    Zu Punkt 3 Wasser:
    Kommt drauf an, wie und wann der Ableger gebildet wurde:
    Am selben Stand vor kurzem? (Dann sind die Flugbienen kaum oder nur gering vorhanden)


    Es hängt also davon ab, wie viele Wasserholerinnen parat stehen.
    Ansonsten eine Leerwabe in Wasser tauchen, abtropfen lassen und zuhängen, oder auch einfach nur einsprühen.


    LG. Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Freunde
    @ Elbino, Treffer
    @ Marcus, und versenkt. Ist tatsächlich eines meiner kleinen Problemchen, aber jammern tu ich doch nicht, ich doch nicht, ich? kann ja garnicht sein, wiewo, ich jetzt.
    Viele Grüße
    Wolfgang, keiner versteht mich

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.