Dampfentsafter aus Aluminium


  • Hallo zusammen, in meinem ersten Jahr als Hobbyimker ist nun aus einem Volk einiges an Drohnenwaben angefallen. Das Wachs habe ich zunächst eingefroren. Ich würde dieses nun gerne mit einem Dampfentsafter aus Aluminium schmelzen. Könnte es hier ein Problem mit dem Aluminium geben? Konkrete Erfahrungen würden mich interessieren. Vielen Dank!
    :Biene:

  • Hallo !



    Könnte es hier ein Problem mit dem Aluminium geben? Konkrete Erfahrungen würden mich interessieren. Vielen Dank!


    Findest DU u.a. hier:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=9212


    Interessant fnde ich auch:
    Dr. Bogdanaov (Agroscope Liebefeld):
    http://www.bee-hexagon.net/fil…nprodukte/Bienenwachs.pdf
    "Die Qualität des Wachses darf bei der Wachsgewinnung nicht beeinträchtigt werden. Wird Wachs
    in Gefässen erhitzt, die Eisen, Aluminium, Zink oder Kupfer freisetzen, kann sich das Wachs
    dunkel verfärben."


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.



  • KANN! Hats aber bei mir nicht getan. Ich habe jahrelang mit so einem Dampfentsafter aus Alu meine Wabenreste eingeschmolzen. Ich hatte keinen Grund mich zu beschweren. Einzig die geringe Größe hat mich umsteigen lassen.
    Brummerchen

  • KANN! Hats aber bei mir nicht getan. Ich habe jahrelang mit so einem Dampfentsafter aus Alu meine Wabenreste eingeschmolzen. Ich hatte keinen Grund mich zu beschweren. Einzig die geringe Größe hat mich umsteigen lassen.
    Brummerchen


    ...bevor ich einen Alutopf für das Ausschmelzen von Altwaben verwenden würde (hier der direkte Kontakt mit dem Gut), würde ich mich erst mal erkundigen, was Alu für Auswirkungen auf dem menschlichen Körper haben kann. Und wenn ich damit fertig wäre, würde ich überlegen, ob ich das Gelesene auf Insekten hier auf Bienen übertragen kann. Das ich schon mein Fazit gezogen habe, sage ich nur: Nein danke.


    Jonas

  • Zitat

    was Alu für Auswirkungen auf dem menschlichen Körper haben kann.


    Jonas, kannst Du das bitte für uns kurz zusammen fassen?
    Irgendwie ist ja eine bestimmte Generation damit "groß geworden", also mit dem Alu....


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Hallo Zusammen,
    Alu-Dampfentsafter sind wie z.B. Alu-Geschirr zum kochen nach meiner Erfahrung chemisch stabile Teile auch für die Wachsausschmelzung. Ganz anders wie Eisengeschirre.
    Aluminium hat eine sehr gute Eigenschaft: Die Oberfläche wird sofern sie durch sägen, feilen oder kratzen durch den Luftsauerstoff eine stabile Oxidschicht gebildet.
    Es wäre sonst nicht möglich zum Beispiel die sehr säurehaltigen Früchter der Johannisbeere oder den Rabarber (OX-SÄure) in diesen Entsaftern zu bearbeiten und sehr schmackhafte Säfte zu gewinnen.
    Etwas ganz anderes ist Aluminium in Körperpflegemitteln (Deo) die sind seit längerem mit eine Fragezeichen versehen.
    Also der Dampfentsafter ist zwar auf Grund seiner Größe bzw. Fassungsvermögen eher ein "Spielzeug" aber nutzbar.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Hartmut,


    Jonas, kannst Du das bitte für uns kurz zusammen fassen?


    Vielleicht kann ich ein wenig abhelfen, Aluminium steht im Verdacht im menschlichen Körper gesundheitsschädliche Faktoren zu begünstigen. So unter anderem Alzheimer oder auch Brustkrebs.
    Derzeit wird schon für Deos ohne Aluminium geworben.


    Auch auf Arte gab es im Frühjahr einen interessanten Beitrag, hier ein Interview.
    Interessant ist auch Aluminium in Lebensmitteln.


    Mittlerweile gibt es auch schon einige Seiten die das Thema herunterspielen, ganz vorne ist dabei Unilever.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht


    Mit einem Entsafter aus Edelstahl .....

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo,
    zur Ergänzung: Aluminium bildet mit Luftsauerstoff Aluminiumoxid.
    Das "gefährliche" Aluminium ist das in der Kosmetik verwendete Aluminiumchlorid.
    Leider wird wie in vielen ähnlichen Fällen alles in einem Topf geworfen.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Jonas, kannst Du das bitte für uns kurz zusammen fassen?
    Irgendwie ist ja eine bestimmte Generation damit "groß geworden", also mit dem Alu....


    Hartmut, der Bereich ist sehr weit und ich weiß nicht wo ich beginnen soll.
    Es trifft sich gut, dass gerade eine neue Veröffentlichung durch das "Bundesministerium für Gesundheit" herausgegeben wurde.


    http://www.bmg.gv.at/cms/home/…aluminium_studie_2014.pdf


    wem das zu lang ist, hier ein Kurzfassung:
    http://diepresse.com/home/lebe…/Finger-weg-von-Aluminium


    'Alu' sollte im Lebensmittelbereich, gerade bei der Verarbeitung von sauren Lebensmitteln, NICHT eingesetzt werden.
    Die Auswirkungen einer Aluminium-Vergiftung erfolgen nicht sofort, weshalb man sich schwer tut, die Ursache zu erkennen.
    Es gibt weitere unzählige Kommentare und Veröffentlichungen darüber.


    Ich weiß nichts konkretes (z.B. eine Studie) über die Auswirkungen von Wachs welches in einem Alukessel mit Wasser aufgekocht wurde. Auch nichts über Altwaben die aus Völkern kommen, die mehrere Jahre mit AS oder OS behandelt wurden. (Achtung: die Aufhellung der Wachs erfolgt mit Säure. Auch wenn es nur Zitronensäure sein kann.) Ich schließe nicht aus dass es Blödsinn ist, die Folgen einer Aluminium-Vergiftung des Menschen auf unsere Bienen zu übertragen. Und Histerie will ich auch keine provozieren.


    Ich werde mich aber diesbezüglich - was die Zusammensetzung/Legierungen von Aluminiumtöpfen betrifft und deren Problematik - nun erkundigen. Es gibt ja z.B. noch genügend Hersteller die Alu-Töpfe/Geräte für den Küchenbereich anbieten und welche KEINE Warnmeldungen auszeichnen.


    Jonas


    Nachtrag:
    Ich habe auch schon Versuche in einem großen Alutopf aus der Großküche gemacht - mit und ohne 'Aufhellung' des Wachses - und das Wachs ist nicht dunkel geworden. Insofern kann ich den Kommentar unten bestätigen.


    Nachtrag 2:
    Zitat aus der Studie "...Daher empfehlen Behörden und Expertengremien, einen längerfristigen Kontakt von stark sauren oder salzigen Speisen und Getränken mit Aluminium zu vermeiden...." Was mir nicht bekannt war ist, das Salz auch dazu gehört.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von jonas () aus folgendem Grund: Nachtrag 1 u. 2

  • Camping (kochen) ein Problem. Da verwendet man seit den 60er Jahren Alutöpfe und das weltweit


    Na das erklärt Einiges.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Selbstgemachte Säfte aus den Dingern trinken ist scheinbar okay, aber der Wachs ist schon krebserregend?
    Gott sei Dank, halte ich nichts vom hundertjährigen Wachskreislauf und gieße im Winter lieber Kerzen, was mir etwas zehnmal mehr bringt als der Imkerbedarfshändler mir gutschreiben könnte. Aber vermutlich sind die Kerzen mit dem Wachs aus einem Alu-Wachsschmelzer auch hochtoxisch, was der Grund dafür sein könnte, dass meine Kinder längst erblindet sind. – Ach stimmt ja, ich habe ja gar keine Kinder!!!


    Viele Grüße,


    vic

    «Kasseler Stadthonig» – Ertragreiche und sanftmütige Buckfast-Bienen in 10er-Dadant, rund 30 Völker auf verschiedenen Dächern in der Kasseler Innenstadt.