Halbe Honigräume

  • Hat jemand Erfahrung damit?
    Wir haben 2 halbe Honigräume (jede mit 5 Honigwabe) aufgesetzt. Sie sind von den Bienen angenommen werden und die Mittelwände sind mittlerweile ausgebaut worden und teil mit Honig gefüllt aber der Großteil der Honig wird im Brutraum gespeichert. Wir finden das nicht ganz normal und aus unserer Sicht nicht in Ordnung. Sind vielleicht die Bienen mit ihren Königin nicht zufrieden und wollen damit vermeiden, dass sie Eier legt?


    Wir imkern mit Buckfast Bienen in einer 12-er Dadant Beute.


    LG,
    Michele

  • Um diese Jahreszeit solltest Du lieber 4 anstatt 2 Honigräume drauf haben. Außerdem: wie ist bei Dir das Schied gesetzt?


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Hi Bernhard,


    warum noch zwei halbe Honigräume aufsetzen, wenn die erste zwei nicht komplett angenommen werden?
    Die Beute enthält 11 Rähmchen, die 2 am Rand sind Futterwaben. Das Schied hängt hinter dem rechten (aus Flugloch gesehen) Futterwabe.


    Grüße,
    Michele

  • Hallo Michele, wieso arbeitet ihr mit vertikal geteilten HR ? Ich dachte sowas gäbe es nur bei Zander. Hast du unten im Brutraum alles mit Waben voll `?
    Hast du richtige Buckfast oder nur Buckfastlandrasse ?
    Bei mir ist gar kein Platz mehr im Brutraum für Honig, habe die starken Völker auf 7-9 Waben DN 1,5 und die werden bebrütet.


    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Um diese Jahreszeit solltest Du lieber 4 anstatt 2 Honigräume drauf haben.......


    Mik973 schrieb:

    warum noch zwei halbe Honigräume aufsetzen, wenn die erste zwei nicht komplett angenommen werden?..


    Ich nehme an, sie sind abgeschwärmt und die neue muss erst ins (Brut)Geschäft kommen.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hi Marcus,


    wir dachten uns, dass es leichter wäre, 10 kg statt 20 kg hoch zu heben.


    Deine Frage wegen der Rasse unserer Bienen kann ich nicht beantworten. Wir haben das Volk als Ableger letztes Jahr gekriegt und uns wurde gesagt, sie Buckfast Bienen seien.


    Grüße,
    Michele

  • Die Beute enthält 11 Rähmchen, die 2 am Rand sind Futterwaben. Das Schied hängt hinter dem rechten (aus Flugloch gesehen) Futterwabe.


    Habe ich vielleicht deine Frage nicht richtig verstanden? Was möchtest du über das Schied noch wissen?


    Grüße,
    Michele

  • Die richtige Frage wäre wohl auch: welches Beutensystem?
    Bei Dadant ist derzeit ein Schied angebracht, sonst tragen die Bienen alles in den Brutraum mit ein ( weil zu viel Platz)



    Wenn Bienen mit Königinnen nicht zufrieden sind, dann weiseln sie um, tragen aber nicht die Bruträume voll Honig ;-)

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Danke Anni,


    heißt es, dass wir das Nest verkleinern sollten? Ich glaubte, dass es in dieser Jahreszeit normal ist, die Bienen auf 9 Rähmchen sitzen lassen.
    Imkerst du auch mit Dadant? Wie viele Btrutwabe hast du im Moment vor dem Schied?

  • Also im Prinzip haben die Bienen im Brutraum alle Waben bis auf eine Wabe hinter dem Schied?


    Dann ist es kein Wunder, daß der Brutraum verhonigt während oben nix ankommt. Eine Biene braucht zur Entwicklung vom Ei bis zum Schlupf 21 Tage und belegt während dieser Zeit die Zelle, in der sie heranreift. Eine Zelle ist somit 21 Tage lang besetzt. Nun legt die Königin ja nicht nur ein Ei sondern ganz viele. Und immer hintereinander/nacheinander. Die Königin zieht somit einen "roten Faden" durch das Brutnest, meistens in Spiralform von innen nach außen. Der sogenannte Legegang. Die Königin kann nicht unendlich viele Eier legen, sie legt ja schon das Mehrfache ihres Körpergewichtes - täglich! So 2.000-2.500 Eier am Tag sind wohl realistische Annahmen unter guten Bedingungen.


    Ein ideales Brutnest ist so aufgebaut, daß die Königin nach 21 Tagen wieder an genau der "ersten" Zelle ankommt, wo gerade die Biene geschlüpft ist, wo die Zelle wieder geputzt wurde und wo sie diese Zelle sofort wieder bestiften kann. Der ideale Legegang beträgt also 21 Tage mal 2.000 Eier am Tag = 42.000 Zellen. Die Leistungen von Königinnen variieren, was aber mit dem Schied berücksichtigt werden kann.


    Was passiert aber, wenn zu viele Waben und damit zu viele Zellen der Königin für die Eiablage zur Verfügung stehen? Sprich mehr als 42.000 Zellen vorhanden sind? (Oder entsprechend weniger, je nach Leistungspotential der Königin.) Was dann passiert, ist das Folgende. Die erste bestiftete Zelle wird durch den Schlupf der Biene wieder frei. Diese Zelle steht dann erstmal leer, weil die Königin ja noch auf ihrem Legegang woanders unterwegs ist.


    Leerstehende Zellen sind den Bienen aber ein Dorn im Auge. Diese Zelle muß gefüllt werden. Je nach Jahreszeit und Verfügbarkeit, werden diese leerstehenden Zellen dann mit Pollen oder Nektar zugestopft. Das Ergebnis ist dann ein verhonigtes Brutnest. Die Königin hat immer weniger Zellen für die Eiablage zur Verfügung, weil sie ja zu spät kommt. Geht sie weiter, wird sie auf immer mehr Nektarzellen auf ihrem Legegang stoßen.


    Deswegen begrenzt man das Brutnest auf die Leistungsfähigkeit der Königin mit Hilfe des Schiedes oder auf andere Weise. Die Königin kommt in einem solchen Brutnest nicht mehr zu spät sondern ist immer zur Stelle sobald eine Zelle frei wird, um diese Zelle neu zu bestiften.


    Die vielen leeren Zellen im Honigraum jedoch führen dazu, daß der Honig vermehrt dort abgelagert wird. Mit dem Honig wandern die Jungbienen nach oben, die sich um den Ausbau der Waben und um die Honigverarbeitung kümmern. Dieser Effekt verstärkt sich von selbst. Das Brutnest und der Honigraum wirken im Zusammenspiel wie eine Honigpumpe, die Flußrichtung ist eindeutig. (Ganz anders im verhonigten Brutnest, da gibt es keine eindeutige Richtung, es wird einfach wahllos alles vollgestopft. Man hat dann Pollen, Honig und Brut alles wild durcheinander gemischt.)


    Die Situation kannst Du im Nachhinein nicht mehr so richtig retten, das hätte schon viel früher erfolgen müssen. Es bleibt nur der Versuch, den Brutraum wieder etwas trockener zu legen, indem Du eine weitere Honigzarge aufsetzt und die Bienen diesen annehmen und so den Honig nach oben bringen.


    Ich würde aus der Intuition heraus die überzähligen Pollenwaben (nur Pollen, keine Brut) entfernen und nur eine Pollenwabe drin lassen. Wenn Du zum Beispiel zwei solcher Pollenbretter im Kasten hast, würde ich eine davon rausnehmen und für Ableger mottensicher aufbewahren. Futterwaben würde ich ganz entfernen, solange keine Brut drauf ist. Vielleicht äußern sich die erfahrenen Dadantler noch mal dazu.


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Da kommen wir der Sache ja schon Näher ;-)
    Mehr als 8 Waben würde ich nicht besetzt halten.
    Wenn die Bienen erst mal einen Honigkranz über der Brut gemacht haben, werden sie nur schwer Honig darüber im HR anlegen.
    Pollenbrett sollte auch hinter das Schied.


    les mal die Broschüre von herrn Schwarz, daran kann man sich recht gut orientieren:
    http://www.imkerei-schwarz.de/…schuere-Dadant-A5-web.pdf


    Wie rum hast du die Honigräume drauf? Um 90° gedreht oder parallel zu den Bruträhmchen laufend?

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Danke Bernhard und Anni.


    Ich würde sagen, dass wir lernen müssen, wie das Schied benutz werden muss ... ;)


    Anni : die Honigwabe laufen parallel zu den Bruträhmchen. Die Broschüre von Schwarz habe ich schon gelesen, aber mit Sicherheit nicht verstanden. Ich werde sie noch einmal lesen.


    Danke und Grüße,
    Michele