Komische Symtome ... eine Krankheit?

  • So BSV war da. Auf die Viren wollte er sich nicht festlegen. Ich soll Varroabefall per Auswaschen feststellen.
    Hm na gut.


    Nee, nicht gut.
    Spar Dir die Auswaschung.



    Mach so wie Markus schreibt.


    Vor zwei Jahren hatte ich die gleichen Symptome. Ein Volk kurz vor´m Schwärmen, welches dann nicht geschwärmt ist.
    Krabbelnde Bienen vor der Beute, Kotflecken auf´m Gras. Anschließend krankes Brutnestbild. Löcher in den Brutdeckeln, löchriges Brutnest. Verdrehte und verfärbte Maden in den Zellen.
    Meine erste Befürchtung war Vergiftung, Nosema oder EFB.
    Die Brutwabenuntersuchung in Kirchhain ergab....hoher Varroabefall (obwohl ich selber keine Milben bei der Auswaschung gesehen hab).
    Schwarze Bienen und Bienen ohne Flügel sah ich erst ein paar Wochen später.
    Bei dem Volk habe ich "radikal" reagiert. Brut und Waben komplett entfernt, KS mit neuer Kö.
    Die haben sich wieder berappelt .


    Nur....im nächsten Frühjahr waren es dann schon 8 Völker mit "LöcherBrutnest", welches bei der Imkerin Bauchschmerzen hervorrief.


    Ich habe alle umgeweiselt, mit "edlem" Kirchhainer Zuchtstoff. (obwohl ich große Zweifel hatte, das dies alleine hilft..)


    Dieses Jahr sieht es, bis jetzt, bei den Bienen gut aus.
    1000mal auf Holz klopf.


    Obwohl...z.Zt werde ich Pechmarie genannt.....bin gespannt was noch alles auf mich zukommt. :roll:


    viel Glück wünscht Dir
    Regina



    P.,S...wenn nur sehr wenige Bienen in der Beute sind (weil 2mal geschwärmt), dann würde ich nicht lange rumgeigeln, sondern dem Völkchen den "Gnadenschuss" geben.

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

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  • Ich habe dieses Problem der CPV auch. Allerdings war mir die Anfälligkeit für CPV bei dieser Zuchtlinie schon vorher bekannt. Ich habe sie in Kauf genommen, da die Zuchtmutter (Abstammung Universität Würzburg) einen Varroa Zuchtwert von 121 hat. Geschwistergruppe: 14 Reinzchtköniginnen angepaart auf Wangeroge. Klinischer CPV - Befund bei 3 Geschwistern, bei einem so massiv, das ich umweiseln musste und eine Bewertung nicht mehr möglich war. (siehe Video: https://www.youtube.com/watch?v=SJREazu_ilI ) So ein Befall ist aus meiner züchterischen Sicht vertret- und lenkbar.


    5 Wochen nach Umweiselung keine Symtome mehr.

  • Auffallend dass gerade VT Königinnen diese Anfälligkeiten zeigen.


    dD


    Das kann ich als Züchter in der AGT so nur bedingt bestätigen.
    Es ist richtig, dass das CPV bei mit nur innerhalb meiner Prüfgruppen, und da ist es egal, ob ich eigene oder fremde Königinnen prüfe, vorkommt.
    Aber eine direkt proportionale Abhängigkeit zum Varroaindex kann ich nicht feststellen. So sind Völker, die im Ausräumverhalten, sowie in der Befallsentwicklung überdurchschnittlich abschneiden, nicht automatisch auch anfälliger für das CPV.
    CPV - Völker werden sowieso abgekört und umgeweiselt.
    Jetzt könnte man diskutieren, ob es an den Aufzuchts- und Paarungsbedinungen liegt.
    Verbringt man an CPV klinisch erkrankte Völker nicht umgehend an einen isolierten Stand, wird es eh schwer, das sich erkrankte Bienen nach meiner Erfahung extrem verfliegen. Das erkennt man daran, dass man einzelne CPV - Bienen, in egentlich gesunden Völkern findet. Entfernt man das betroffene Volk, und schmeißt bei der Durchsicht alle erkennbar erkrankten Bienen (sind ja nur wenige) in den anderern Völkern raus, findet man bei der nächsten Durchsicht keine mehr.
    Instrumentell besamte Königinnen hatten bei mir, und ich spreche hier mal nur von meinen Erfahrungen an meinen Prüfständen, noch keine klinischen Symtome gezeigt.


    Grüße
    Andreas

  • ...eine direkt proportionale Abhängigkeit zum Varroaindex kann ich nicht feststellen...


    Sehe ich auch so, keine Abhängigkeit vom VI, aber es ist auffällig dass die AGT Königinnen vermehrt den CBPV zeigen im Gegensatz zu Wald-&Wiesenmischlingen. Bei Buckfast kommt auch der CBPV bei Königinnen vor die besonders auf das Ausräumen hin selektiert werden, so meine geringe Erfahrung.
    Vielleicht hängt es auch mit den Drohnenvölkern zusammen.
    Welche Belegstellen besuchst Du? Gramschatzerwald?


    dD

  • Die meisten CPV - Königinnen habe ich aus Wangerooge, was nicht heißen soll, dass es da grassiert.
    Dieses Jahr beschickte und beschicke ich die VT - Belegstelle Hassberge und Spessart
    Ab nächstes Jahr übernehmen wir die Belegstelle Spessart. Die diesjährige Crew hört aus Altersgründen auf, aber macht noch das organisatorische, die Drohnenvölker allerdings stellen wir, Das Problem an der Belegstelle war, dass sie zwar mit wirklich hervorragenden (ich spreche aus Erfahrung) Drohnenvölkern besetzt war, das Material allerdings nicht definiert ist.
    Somit ist diese staatlich anerkannte Belegstelle für den Reinzüchter uninteressant. Aber um dieses jetzige Material zu sichern, haben wir diesjährig 30 Königinnen dort begatten lassse. 28 sind in Eilage und 15 gehen in die bayerische Leistungsprüfung je 5 nach Ascheleschwaig (Hochgebirge) nach Kringell (Mittelgebierge) und nach Schwarzenau (Flachland). Somit haben wir auch dieses Mateial gesichert und definiert.
    Aus der VT - Belgstelle Hassberge entstammt bisher übrigens bei mir noch keine CPV - Königin, und die VT-Eigenschafen sind in der diesjährigen Prüfgruppe top, obwohl es letztes Jahr dort keine definiert Anparung gab, da 3 Geschwistergruppen, aber egal...


    Gruß
    Andreas

  • Gilt ein

    ... "LöcherBrutnest"


    nicht als Symptom für CBPV? Von daher steht die Diagnose CBPV doch bereits fest, wenn


    Königinnen besonders auf das Ausräumen hin selektiert werden.


    Und wer solche Ausräumbienchen hält, schaut auch meist etwas genauer hin. Und nur dadurch fallen die zuckenden, schwankenden, torkelnden Bienchen überhaupt auf :wink:.


    Gruß Sven

  • Hallo Sven,


    Ein Löcherbrutnest kann zum einen auf einen hohen Inzuchtgrad zurück zu führen sein.
    Natürlich kann auch ein hoher Varroadruck eine Rolle spielen. So kann man das oft bei Völkern im Vitalitätstest beobachten.
    Völker im Vitalitätstest bedeutet, dass diese Völker nicht gegen Varroose behadelt werden (uch keine Brutentnahme oder Drohnenbrutschneiden) und auf einem isolierem Stand überwintert werden, der amtlich gemeldet ist.
    Das Nichtbehandeln ist in diesem Fall übrigens erlaubt, da genehmigt.

  • Hallo Andreas,


    mein AGT-Volk räumt auch vergiftete Brut sehr gut aus, was man an den Puppen mit herausgestrecktem Rüssel eindeutig erkennen kann. Ich denke mal nicht, dass das Ausräumverhalten auf einen bestimmten Grund begrenzt ist, da wird einfach alles rausgeschleppt, was nicht in Ordnung ist. Manche Brutwabe gleicht da momentan einem Schweizer Käse, aber eben auch nicht jede.


    Gibt es denn eigentlich auch schon Untersuchungen, dass solche ausräumenden Völker weniger anfällig gegen z.B. Faulbrut sind?


    Gruß Sven


  • Natürlich wird alles ausgeräumt, das nicht in Ordung ist, sonst würde ja der Nadeltest nicht funktionieren :-)


    Die gleiche Frage mit der Faulbrut stellte ich Dr. Cristoph Otten aus Mayen. Die Antwort: Ja, es ist anzunehmen, dass vermehrte Bruthygiene auch anderer (Brut-) Krankheiten außer die Varroose einzudemmen vermag. Untersuchungen gibt es noch nicht.

  • Also ich füttere die jetzt 3 Tage mit 1:1 und habe auch das Flugloch eingeengt. Gefühlt rennen am Flugloch heute keine zitternden Tiere mehr rum.
    Ich hatte vor 3 Tagen auch die Honigräume runter genommen und es war so gut wie kein Futter Brutraum.
    Die offene Brut habe ich aber nicht entfernt weil es recht wenig war. Die Frage für mich ist jetzt, was das jetzt war. Geht das so schnell?

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Ich habe dieses Problem der CPV auch. Allerdings war mir die Anfälligkeit für CPV bei dieser Zuchtlinie schon vorher bekannt. Ich habe sie in Kauf genommen, da die Zuchtmutter (Abstammung Universität Würzburg) einen Varroa Zuchtwert von 121 hat. Geschwistergruppe: 14 Reinzchtköniginnen angepaart auf Wangeroge. Klinischer CPV - Befund bei 3 Geschwistern, bei einem so massiv, das ich umweiseln musste und eine Bewertung nicht mehr möglich war. (siehe Video: https://www.youtube.com/watch?v=SJREazu_ilI )


    Hast du eine Zuchtbuchnummer? Ist da die Kirchhainer Linie drinnen? Wenn es wie dieses Jahr ist http://www.thomas-gromeier.de/…tammungsnachweis2014.jpeg wundert es mich nicht wirklich. Warum züchtet man denn von dieser Linie weiter, wenn "die Anfälligkeit für CPV bei dieser Zuchtlinie schon vorher bekannt" ist?