• Ich war gestern Abend, als ich 6 meiner Völker zur Wanderung auf den Hänger lud sehr stolz auf mich.
    Dieses Jahr kein Schwarm und superstarke Völker - hatte ich noch nie.


    Gegen 23:30 Uhr kam ich nach Hause und stellte den Hänger mit samt Beuten in die Einfahrt.
    Die Nacht war nicht wirklich warm, die Beutenböden offen...


    Heut gegen 09:00 Uhr - die Beuten standen bis dahin im Schatten - geh ich zum Auto. - Sch... - Honig tropft vom Hänger...


    Ich fuhr trotzdem schnell zum neuen Standort.


    Als ich die Beuten öffne kommt nur aus einer das erwartete Begrüßungskomando.
    Die anderen fünf sind voll mit verklebten toten und fast toten Bienen.


    Ich hatte Tage zuvor die ausgeschleuderten Honigwaben mit reichlich kandiertem Rapshonig wieder aufgesetzt, da die Völker fast trocken waren.
    Durch die Volkshitze der sehr starken Völker verflüssigte sich dieser Honig wieder, die Waben wurden weich und rissen teilweise ab. Die verklebten Toten verstopften das Bodengitter ...


    Das Volk, welches überlebt hat, war etwas schwächer und der Honig noch nicht vollkommen verflüssigt.


    Jetzt hab ich die Bruträume von drei der toten Völker auf das eine überlebende gesetzt - falls noch Brut schlüpft - und den beiden anderen Völkern hab ich je einen HR mit Bienen vom Überlebenden aufgesetzt.


    Dieses Erlebnis wünsche ich Niemandem - Haufen toter verklebter Bienen, abgerissene Waben, alles klebt ...


    Und die sollten mir eine lang geplante Ernte aus der Robinie bringen.


    So richtig realisiert hab ichs glaub ich noch nicht.


    Jedenfalls werden als nächstes Wandergitter gebaut, da wird nix durch tote Bienen verstopft.


    -----


    Als kleiner Hoffnungsschimmer wurde ich vorhin zum Schwarmfangen gerufen...

    MfG André

  • Und warum hast Du die Völker gestern Abend nicht richtig versorgt. Wolltest Du die heute Vormittag bei der Hitze erst freilassen.
    Das passiert Dir nicht nochmal, aber man lernt auch aus Fehlern.
    Bein Transport wird viel Hitze frei und sofort nach dem Transport werden am neuen Standort die Fluglöcher geöffnet.
    Wenn die nach dem Transport noch zusätzlich eng stehen, schaukeln die sich gegenseitig hoch.
    Gruß Peter

  • Hallo Andrè, hätte auch keine Bedenken gehabt, sie auf dem Hänger zu lassen, bis morgens zum Sonnenaufgang, dann hätte ich sie aufgestellt.
    Bis bald
    Marcus, dem einmal ein Schwarm verbraust ist

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo,
    das tut beim Lesen richtig weh.
    Auch Danke für das Einstellen hier.


    Oben steht übrigens, dass sie erst noch gewandert werden sollten...

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Andre'!
    Mein Beileid.
    IMMER mit Wandergitter.
    Und das ist auch keine Garantie.
    Falls es wie derzeit so heiß ist, gebe ich noc zusätzlich Wasser von oben durch die WANDERGITTER.
    Die Belüftung von unten ist NICHT ZUVERLÄSSIG.
    Nur zur Beruhigung für den Imker.
    Wird schon wieder.
    Im übrigen sind auch mir schon einmal jeweils ein Volk verbraust.
    Einmal hatte ich kein Wandergitter drauf im kalten Frühjahr aber dann war Stau auf der Autobahn (Vollsperrung).
    Das zweite mal war es bei der Wanderung vom Raps in den Wald. Da hatte ich Wandergitter drauf aber es regnete wegen eines starken Gewitters. Habe die Völker mit einer Folie gegen den Regen geschützt. Ein starkes Volk in der Mitte hat es nicht überlebt.
    Seitdem IMMER OBEN OFFEN EGAL WAS KOMMT.
    Die Völker packen das.
    Kopf hoch!

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Oben steht übrigens, dass sie erst noch gewandert werden sollten...


    Huch ich sehe es, dann war es wirklich fahrlässig, die Wanderung erst um 9 zu beginnen.


    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Ich hatte mein Verbrauseerlebnis des Stärksten Volkes unter ganz ähnlichen Bedingungen hier beschrieben, in der Hoffnung, daß auch andere die Fehler nicht mehr machen. Diese Hoffnung starb zuletzt.


    Sonnenaufgang war wann?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Relative Sicherheit beim Bienentransport hat man in der Nacht.
    Sollte aber nicht gerade tropisch sein.
    Man sollte um spätestens 8.00 Uhr am neuen Aufstellort sein.
    Noch besser früher.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • War halt nach dem Motto - es hat immer so geklappt.


    Ich hatte halt auch noch nie so starke Völker.


    War ´ne teure und emotionale Lehrstunde. Aber ebend deshalb schreib ich´s hier rein, damit´s Anderen erspart bleibt.


    MfG André

  • Wie siehts aus ohne Wandergitter, dafür mit Trommelraum ???
    Habe Wanderimker gesehen die wieder vom Wandergitter abrückten und welche die nie eins angefaßt haben...

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • N`Abend Andrè!


    Herzliches Beileid zu dem Mist und Hut ab für die Courage, deine Erfahrungen hier zu schildern.
    Ich wandere wegen der Angst vor derlei Erlebnissen immer abends an und lasse nie nimmer nicht Völker auch nur eine Sekunde länger zu als nötig.
    Bin mir aber sicher, dass du daraus gelernt hast und zukünftig entsprechend andere Vorkehrungen treffen wirst.
    Schad`natürlich um die Tiere.


    Aufmunternde Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!