Bienenverluste durch Spitzmittel für kurze Getreidehalme

  • Jetzt geht es wieder los. Damit angeblich die Körner von Getreide größer werden, wird dieses gespritzt um die
    Halmlänge kurz zu halten. Der spritzte auch noch um die Mittagszeit.
    Ein Nachbarimker nun hatte extrem Flugbienenverluste und ist nun stinkesauer.


    Ich kann es nicht sagen, ob es sich bei meinen Bienen auswirkte.


    Was ist das eigentlich für ein Zeug? Weiß da jemand was drüber?


    Schönen Gruß.

  • Hallo


    Was für ein Getreide war das denn? Ich dachte die Halmverkürzung wäre längst abgeschlossen. Ich bin der Meinung, bei Weizen wird der Halm in den unteren Internodien gekürzt, also früh im Jahr und nur bei Gerste wird auch etwas später in oberen Internodien verkürzt. Aber jetzt steht doch alles Getreide schon in der Ähre, da denke ich eher an Insektizide oder Fungizide.


    Mittel zur Halmverkürzung heißen zum Beispiel CCC oder Moddus. http://www.landwirtschaftskamm…e-wachstumsregler-pdf.pdf

  • Moin, moin,


    sagen wir mal so: sie sollte das sein... Ist sie wahrscheinlich auch.


    Vielleicht aber dachte der schlaue Bauer, Halmverkürzung werde nicht auf so viel Skepsis stoßen, wie irgenwas gegen Blattläuse... Wenn es deutliche Bienenverluste gibt, ist das wahrscheinlich. Vom Ablauf her auch.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin,


    Würde auch auf Insektizid oder Fungizid tippen. Auf jeden fall tote Bienen einsammeln und proben von dem gespritzten Pflanzen einsammeln. Macht eine Schadensanzeige und sende die Sachen ins Labor. Bei diesen Landwirten ist nichts mehr mit Reden und bitten, da hilft nur noch eine Anzeige.


    Entschuldigt, aber mich kot.. es an das egal ob Unkraut im Getreide, Insekten die die Ernte evt. gefährden könnten, Pilze die dafür sorgen dass die Blätter nicht so schön aussehen oder gar irgendwelche anderen Sachen immer gleich mit hochwirksamen Spritzmitteln bearbeitet werden. Was war den Früher? Dort hatte man solche Sachen nicht und die Ernte war auch in Ordnung. Aber die gier um jedes Kilogramm dass mehr abgegeben wird zerstört das gesammte Gleichgewicht. Und wenn ein Imker zum Landwirt geht und sagt: "Ich möchte meine Bienen und den daraus resultierenden Schaden von dir ersetzt haben" dann kommt nur so was wie: "Ich habe keine Spritzmittel ausgebracht und wer weis woran deine Bienen gestorben sind, da hast du vielleicht was falsch gemacht"


    So jetzt ist es raus und mir geht's besser :daumen:



    Wie gesagt, geh und mach eine Anzeige bzw. Mitteilung an deinen zuständigen Vereinsvorsitzenden und zugleich beim zuständigen Amt bzw. Amtstierartzt.


    Gruß Gregor

    Lerne zuhören - günstige Gelegenheiten klopfen manchmal sehr leise an deine Tür!

  • Was war den Früher?


    Früher Arbeiteten über 50% Der Menschen in Deutschland in der Landwirtschaft.
    Im Jahr 1960 musste man Durchschnittlich 19 min für einen Laib Brot arbeiten, heute sind es gerade mal 10min.
    Bei Rindfleisch ist es noch krasser, 1960 waren es 2 Stunden die man dafür Arbeiten musste, heute ist es eine halbe Stunde.
    Die breite Masse ist doch nicht mehr bereit für Lebensmittel viel Geld aus zu geben. Der Normale Bauer im Familienbetrieb, hat aber nicht Plötzlich mehr Äcker, also versucht er eben mehr heraus zu holen aus den Flächen die er hat und glaubt den Versprechen die ihm die Agrochemie macht.
    Solange es vom Gesetzesweg erlaubt ist, Glyphosat auf erntereifes Getreide zu spritzen, damit dies Trockner wird, was willst du dem Bauern sagen? Das es mit deiner und meiner Moralvorstellung nicht geht, aber wenn es ihm erlaubt wird, wird es einige geben die es auf jedenfall machen.
    Vielleicht hat auch dieser Bauer alles gemacht was ihm von Gesetzeswegen erlaubt wird und auch B4 Mittel lassen Bienen sterben.
    Auf was sind denn die Bienen überhaupt geflogen, weil irgendwas muss doch mit kontaminiert worden sein, wenn es die Bienen aufnehmen.



    Die Welt ist leider komplizierter als in schwarz / weiß Manier zu sagen, der Bauer der Spritzt ist unser Feind.
    Wir werden alle irgendwann an der Geiz ist Geil Mentalität ersticken.



    Viele Grüße,


    Maxikaner

  • ...Im Jahr 1960 musste man Durchschnittlich 19 min für einen Laib Brot arbeiten, heute sind es gerade mal 10min.

    Beim Drohn seinem Bäcker kostet das Brot 4,20€ das Kilo, würde dann einen Netto Stundenlohn von 25 Euro sein, also Netto Monatslohn von
    fast 4300 Euro:eek:

    Bei Rindfleisch ist es noch krasser, 1960 waren es 2 Stunden die man dafür Arbeiten musste, heute ist es eine halbe Stunde.

    Beim Rindfleisch muss der Drohn auch über zwei Stunden für das Kilo arbeiten...


    Sag mal Maxikaner, mit welcher Arbeit verdienst du soviel, dass es für Dich so billig wird? Auf alle Fälle weiß der Drohn nun, was er dir für eine Königin abverlangen kann:lol:


    dD

  • Auf jeden fall tote Bienen einsammeln...


    Auf keinen Fall tote Bienen einsammeln.


    Sammelt die noch lebenden aber im Sterben begriffenden Bienen ein! Krabbler, die zitternd am Boden liegen.


    In einer toten Biene zersetzen sich die Stoffe viel zu schnell. Dann wird entweder nichts gefunden oder nur in sehr geringen Konzentrationen. Für die Beweissicherung sind also die deutlich vergifteten aber noch lebenden Bienen von größter Wichtigkeit. Einfrieren und gefroren ins Labor schaffen. Rückstellproben behalten.

  • Auf keinen Fall tote Bienen einsammeln.


    Also wenn tote Bienen schöne Pollenpakete an den Beinen haben (auch wenn sie eine volle Honigblase haben), würde ich sie auch untersuchen lassen. Prinzipiell gebe ich Bernhard recht, im Körper einer tote Biene selbst sind viele Gifte sehr schnell nicht mehr nachweisbar.l

  • Beim Drohn seinem Bäcker kostet das Brot 4,20€ das Kilo, würde dann einen Netto Stundenlohn von 25 Euro sein, also Netto Monatslohn von
    fast 4300 Euro:eek:
    Beim Rindfleisch muss der Drohn auch über zwei Stunden für das Kilo arbeiten...


    Sag mal Maxikaner, mit welcher Arbeit verdienst du soviel, dass es für Dich so billig wird? Auf alle Fälle weiß der Drohn nun, was er dir für eine Königin abverlangen kann:lol:


    dD


    Der Drohn hat wieder einmal gar nicht so unrecht.


    Ich hab es nicht gegen gerechnet sondern die Daten von diesem Artikel übernommen


    http://www.manager-magazin.de/…en/karriere/a-892529.html


    Wobei der Durchschnittsverdienst in Deutschland relativ hoch ist mit 3300€


    Wobei das geht jetzt wieder arg am Thema vorbei, Tatsache ist aber dass der Großteil der Verbraucher lieber geiz ist geil Lebensmittel bevorzugen, auch wenn immer etwas anderes behauptet wird.

  • Moin Max,


    der Durchschnittsverdienst bedeutet aber auch, dass es viele gibt, die deutlich und noch mehr, die sehr deutlich drunter liegen... Bei denen ist es nicht unbedingt Geizgeilheit... Andererseits gibt es welche, die liegen sehr deutlich bis überdeutlich drüber... Der oft zitierte geringe Anteil der Ausgaben für Lebensmittel ist auch dadurch bedingt, weil er auch durchschnittlich gerechnet wird. Missdeutet wird er allerdings meist als Nationaleigenschaft.


    Wesentlich mehr über die tatsächliche Verteilung sagt der Median, vor allem im Vergleich zum Durchschnitt. Soweit ich es übersehe, ist der Wikipediaartikel zwar nicht erschöpfend, aber mit Stand von heute morgen übersichtlich und ohne gravierende Fehler.http://de.wikipedia.org/wiki/Mittleres_Einkommen . Stundelöhne liegen demnach zwischen 5,03 und 27,77 und haben in der ersten Dekade des neuen Jahrhunders für die unteren 80% abgenommen und nur für die oberen 20% zu... Nach oben schließen sich dann Berufe ohne Stnndenlöhne an...


    Auf dass das IF umfassend bilde...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...