Bienenschwarm in Münster. Wer kann helfen?

  • Ich finde bei unseren Bereichsimkern und Bienenzüchtervereinen leider keine Hilfe und wende mich daher an die Forumsmitglieder.


    Wir haben seit gestern einen großen Bienenschwarm am Haus (Schornstein) - im Park um die Ecke sind angeblich mehrere Völker "entflohen". Damit sie sich nicht in den Schornstein setzen, haben uns der Bereichsimker und die Bienenakademie empfohlen, den Kamin zu befeuern, was wir den ganzen gestrigen Tag gemacht haben. Leider - und vor allem auch aufgrund der anhaltenden Regenfälle - ohne Erfolg. Zuständig fühlt sich für diese Bienen leider auch niemand.
     
    Die Bienen hängen in einer Traube am Schornstein (ich vermute, um die Königin zu schützen?), sind total durchnässt und fallen "in Trauben" herunter (direkt über unserem Hauseingang). Viele sind schon tot oder total entkräftet. Ich habe einige der durchnässten Bienen in einer Plastikdose eingesammelt und im Garten an einen geschützten Ort gestellt. Allerdings sind für heute Nachmittag wieder starke Regenfälle angesagt.
     
    Könnte mir jemand helfen, um eine möglichst hohe Überlebenschance zu gewährleisten?
     
    Vielen Dank für Ihre Hilfe!
     
    Mit freundlichem Gruß

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Karena ()

  • Bitte - jemand aus der Nähe sollte sich der Sache annehmen. Ich finde sowas immer furchtbar, wenn da keiner rauskommt. Eine Schande für die Bienenakademie.

  • Wer ist denn die "Bienenakademie"?
    Und was ist ein "Bereichsimker"?
    Und warum sollte jemand Kopf und Kragen riskieren, um einen Schwarm vom Schornstein zu pflücken? Das sind wahrscheinlich 8-10 Meter.
    Wenn das Schwärmen lassen wesensgemäß ist, dann ist das verrecken eines Schwarmes auch wesensgemäß.
    Natürliche Auslese halt.

  • Hallo Hubert,


    ich bin ehrlich gesagt ziemlich schockiert über diese Antwort. Ich als Laie wäre für INFOS schon mal dankbar. Kann man den Bienen Hilfestellungen geben? Warum wird das Bienensterben überall thematisiert, wenn es die Fachleute augenscheinlich wenig beeindruckt? Bei dem Regen ist es wie gesagt nur eine Frage der Zeit, bis die Traube herunterfällt - direkt über dem Eingang übrigens. Ist es im Interesse der Imker, ein Volk zu verlieren? Als Laie wende ich mich an Fachleute, in der Hoffnung Hilfestellungen zu erhalten. Mit Ihrem sarkastischen Unterton sind Sie leider weder Hilfe noch Vorbild. Sehr schade ... :/

  • Bienenakademien gibt es scheinbar überall in D. Das ist kein geschützter Begriff, da steckt u.U. nur ein Imker dahinter, ´der sich so nennt, manchmal aber auch viel mehr. In diesem Falle bräuchte man eine konkretere Aussage, um rauszukriegen, wer damit gemeint ist.


    Hubert, was soll Dein Posting? "Schwärme verrecken" zu lassen bezeichnete hier niemand als wesengemäß - wen hast Du jetzt damit gemeint? Und von Kopf riskieren hat auch keiner etwas gesagt.
    Hier fragt jemand nach einen Schwarm-Fänger, das ist gut und richtig so. Wenn es Leipzig wäre, würde ich mir das zumindest mal anschauen und nach einer Lösung suchen - das sollte jemand, der sich Bienenakademie nennt, sich auch zumuten. Ich hoffe, hier liest das bald jemand aus der Gegend!


    LG J.

  • In der Tat sehr schade. Vor allem der Seitenhieb auf die wesensgemäße Imkerei. Ganz ehrlich: die meisten Schwärme, die ich einsammel, die stammen aus konventionellen Imkereien. Die bemerken Schwärme nicht einmal. Oder wollen sie nicht bemerken. Das tut hier aber nichts zur Sache.


    Nun hängt der Schwarm nun mal da und da sollte man der Tiere wegen sich wenigstens die Sache vor Ort ansehen. Daß der Schwarm 8-10 Meter hoch hängt, ist doch ein billige Vermutung. Zumindest hängt der schon mal außen am Schornstein und von da muß man den eben abpflücken. Entweder per Seifert'schen Schwarmfangrohr oder per Feuerwehrleiter. Oder oder.


    Karena : Schick' doch mal Photos an bernhard@immenfreunde.de - dann stelle ich die hier ein.

  • Hallo Hubert,


    ich bin ehrlich gesagt ziemlich schockiert über diese Antwort. Ich als Laie wäre für INFOS schon mal dankbar. Kann man den Bienen Hilfestellungen geben? Warum wird das Bienensterben überall thematisiert, wenn es die Fachleute augenscheinlich wenig beeindruckt? Bei dem Regen ist es wie gesagt nur eine Frage der Zeit, bis die Traube herunterfällt - direkt über dem Eingang übrigens. Ist es im Interesse der Imker, ein Volk zu verlieren? Als Laie wende ich mich an Fachleute, in der Hoffnung Hilfestellungen zu erhalten. Mit Ihrem sarkastischen Unterton sind Sie leider weder Hilfe noch Vorbild. Sehr schade ... :/


    Hallo Karena,


    leider gehen viele hier davon aus das alle die hier schreiben schon alles kennen und wissen.


    Das Schwärmen der Bienen gehört zu Ihren ureigenen Trieben. Durch Zucht wird zwar versucht dieses zu minimieren,


    aber es sitzt halt drinne. Durch das Schwärmen und das Verhalten danach fand ursprünglich eine natürliche Auslese statt.


    Von daher ist die Kernaussage nicht falsch. Vor allem wenn man nicht weiss wie gut man an die Bienen herankommt und ggf.


    sogar seine eigene Gesundheit gefährdet.


    Falls Du ggf. gut an die Bienen herankommen kannst, ohne Dich oder andere zu gefährden, wäre es ein Versuch wert Sie


    in einem Papierkorb aus Gitter zu fangen, diesen abzudecken und kühl und dunkel zu lagern.


    Allerdings brauchst Du spätestens dann weitere Hilfe. Gerne auch hier im Forum.


    Ansonsten wirklich den Schwarm hängen lassen wenn sich niemand findet, auch wenn es in der Seele wehtut.


    Gruss Joachim

  • @ Hubert


    Was soll diese Antwort? Wenn es Bienenführerscheine gäbe, dann wäre der Lappen jetzt weg. Das sowas hier schreibt....


    @Münsteraner
    Bitte nehmt Euch der Sache an, wir haben reichlich User aus dieser Gegend....



    Beste Grüße
    Hartmut

  • Naja, ein paar Infos für Karena:


    Dass sich ein Schwarm in einer Traube (mit der Königin mittendrin) anhängt, ist normal. Er sendet ständig Bienen aus, die nach einer neuen Behausung suchen - denn ein Schwarm ist nicht "entflohen", sondern ein neu geborenes Volk.
    Ist das Wetter aber so schlecht, kann der Schwarm kaum etwas finden und schon gar nicht wieder losfliegen. Da er nur begrenzte Vorräte bei sich hat (Vorrat in den Honigmägen für ca. 3 Tage), ist der Schwarm tatsächlich gefährdet. Er geht dann langsam ein, was immer sehr schade ist.


    Wenn es möglich ist (bei der Lage wohl schwerlich), könnte ein Regenschutz etwas Aufschub bringen. Aber es muss sich bald ein Imker finden, der den Schwarm birgt.


    Vielleicht ist es helfend, wenn es noch ein paar Angaben dazu gibt, wie der Schwarm erreichbar ist: Welche Höhe, kann man an ihn ran, gibt es eine Aufstiegshilfe (sichere Leiter) etc.


    Schade, dass es soweit weg ist ... hier ist aber auch herrliches Wetter, Null Regen.
    Ich drücke dem Schwarm den Daumen und vielen Dank für das Engagement für dieses Volk!


    J.

  • Vielen Dank für die vielen konstruktiven Antworten! :daumen:


    Ich habe nach stundenlangem Hin und Her endlich einen Imker vor Ort gefunden, der mir hilft. Mit einer Art Apfelpflücker und vor allem einer Schwarmkiste und Imkerschutzanzug, über die ein Laie nun mal nicht verfügt. Wie es aussieht, werden wir in der Lage sein, das Volk doch noch zu retten, bevor der große Regen einsetzt.

  • Hallo Karena,
    habe das hier verfolgt.
    Freut mich sehr, dass Du Erfolg hattest. Du hast ein Bienenherz, wie wärs mit einem Imkerkurs?
    Gruss,
    Christian (der noch keinen Schwarm hängen ließ, allerdings sind mir zwei ausgebüxt)
    Münster wäre mir aber zu weit. :-)

  • So ganz unrecht hat der Hubert aber dennoch nicht.


    Auszug aus der Broschüre der lw. Berufsgenossenschaft "Arbeitssicherheit bei der Bienenhaltung":


    "Bei allen Schwarmfangarbeiten ist das akzeptable Risiko genau abzuschätzen, ggf.den Schwarm hängen oder fliegenlassen."


    zugegeben, er hat es hart ausgedrückt....

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)