Ableger vorzeitig zurückholen?

  • Hallo!
    Am vergangenen Freitag habe ich einen Saugling und daraus am letzten Samstag einen Ableger gebildet. Diesen habe ich dann „außerhalb des Flugkreises“ aufgestellt. Der Standort ist vollsonnig, d.h. auf den Ablegerkasten scheint von morgens bis abends die pralle Sonne. Ich habe hier an anderer Stelle gelesen, dass das kein Problem sein sollte. Für das Wochenende aber sind im Schatten bis zu 30° u. ggf. mehr angesagt und da könnte es möglicherweise wohl für die Bienen doch ein wenig zu heiß werden? Der Ablegerkasten hat ja als Belüftung nur das kleine Flugloch und fächeln können davor auch immer nur 3-4 Bienen.
    Kann ich die Kiste am Donnerstag wohl schon wieder an den halbschattigen Ursprungsort (in direkter Nachbarschaft vom Altvolk) zurückholen, oder würde ich da einen Fehler machen (Nachschaffungszellen, erneutes Einfliegen etc.)?


    Für einen Tipp bin ich dankbar.

  • Hallo Dido,


    hier gibt es ja mehrere Ansatzpunkte.


    Als erstes natürlich: ein anderer Boden für den Ablegerkasten.


    Dann könntest du über eine Beschattung des Ablegerkastens nachdenken.


    Verstellen des Ablegerkastens mit dem Prinzip "Verstellen auf kurze Distanz". Verstellen am jetzigen Standort in den Schatten


    oder verstellen an den Ursprungsort. Auch hier mit dem Einlegen eines Zweiges in das "Miniflugloch" damit sich die Flugbienen neu einfliegen.


    LG Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

  • Ich habe auch in meinem ersten Jahr einen Ableger gebildet, und nach ausserhalb des Flugkreises verstellt. Allerdings war der neue Stellplatz deutlich kälter und viel windiger, der Ableger kümmerte, so dass ich ihn nach rund 1 Woche zurück geholt habe.
    Ohne Zugwind und bei besserer Temperatur hat sich der Ableger erholt und ist auch zu einem guten Volk geworden.


    Nach meinem Verständnis fliegen doch eh nur die eingeflogenen Bienen weg, und bei einem Saugling sind das doch eh nicht so viele (eingeflogene)?
    Wenn dann das Volk noch etwas stärker gebildet wurde als notwendig, sehe ich nach meinen Anfänger-Erfahrungen keine Probleme auf Dich zukommen.


    Achso, hast Du keinen Gitterboden als zusätzliche "Belüftung"?

  • Die von mir erworbenen Ablegerkästen haben nie Gitterböden gehabt, ist das überhaupt üblich?
    Wenn ich so recht drüber nachdenke, kann das schon ganz schön warm werden, bei der kleinen, zur Verfügung stehenden Fluglochöffnung

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Styroporplatte drauf, mit Abstandsklötzchen darüber eine Beschattung. Offener Gitterboden und dann sollte es klappen. In der Nähe eine Bienentränke. Flache Schale mit Steinen und Moos ausgelegt und mit Wasser aufgefüllt.

  • Leider hat der Ablegerkasten ja keinen offenen Gitterboden (ich werde ihn für künftige Aktionen aber wohl umbauen). Ich könnte allerdings in eine komplette Beute mit Gitterboden umlogieren. Geht das bei einem neuen Ableger denn problemlos nach so kurzer Zeit oder ist das egal?

  • ...oder verstellen an den Ursprungsort. Auch hier mit dem Einlegen eines Zweiges in das "Miniflugloch" damit sich die Flugbienen neu einfliegen.


    LG Olivia


    Hallo Olivia,


    ich denke es ist das Beste, wenn ich Deinem Vorschlag folge und Sie zurückhole. Ich hab' da - wie ich jetzt gelesen habe - einen Fehler gemacht und nicht darauf geachtet, dass der Ablegerkasten auch einen Gitterboden hat. Das werde ich ändern, aber es war kein anderer zu bekommen. Ich Blödmann hätte ja wohl den Ableger auch direkt in eine Beute packen und das mit dem sch... Ablegerkasten ganz lassen können. Die hat nämlich nicht nur einen Gitterboden sondern auch statt Folie einen Zwischenboden mit Gitter oben drauf. Jetzt bin ich nur gespannt auf die Antwort, ob ich jetzt auch direkt dorthinein einlogieren sollte, ober ob sich das jetzt nicht empfiehlt. Ich befürchte nämlich, dass ich mit zu viel Aktionismus (Ableger wieder ins Auto, zurück in den "Heimathafen", einlogieren, sich neu einfliegen lassen...) den Tieren mehr schade, als gut zu tun. :roll:

  • Verschlimmbessern noch bevor ein Problem aufgetreten ist. :daumen:


    So nun habe ich "verschlimmbessert", mein Ableger ist zurück. Bin Olivias Vorschlag mit dem Geäst vorm Loch gefolgt und stellte erst mal fest, dass heute morgen und im Laufe des Tages im Gegensatz zu den anderen Völkern bei meinen Mädels überhaupt kein "Flugbedarf" vorhanden war und wurde natürlich als Anfänger erst einmal nervös. Sind die überhaupt noch da? Was ist falsch gelaufen? Oder liegt es daran, dass es sich ja um Jungbienen handelt (Saugling), die noch gar keine "Fluggenehmigung" haben?? Dann gerade reingeschaut - Entspannung! Das verabreichte Futter war "verarbeitet", schöne Futterkränze, volle Waben, friedliche Bienen - und - mindestens 5 verdeckelte Weiselzellen!! Dann habe ich sie noch rasch in eine Beute umlogiert (die Hitze kann kommen):cool:.
    So nun aber zu meiner Frage:
    Ich lese auf der einen Seite, man solle nun alle Weiselzellen bis auf eine ausbrechen. Auf der anderen Seite lese ich, man solle den Ableger einfach sich selbst überlassen nach dem Motto: Die Stärkere (Kö) setzt sich durch und sticht die anderen ab. Was ist denn nun richtig und wozu ratet ihr mir?:roll:
    Freue mich auf Eure Ratschläge.

  • .....wozu ratet ihr mir?:roll:


    Man kann beides machen.


    Bei der ersteren Methode kanns passieren, man lässt die Zelle stehen, in der die Kö. z. B. abgestorben ist.
    Bei der Zweiten kanns passieren, er schwärmt, Dein Ableger.


    Manche wollen das Risiko aus Variante 1 minimieren und lassen deshalb zwei Zellen stehen.
    das Risiko aus Variante zwei ist dennoch vorhanden.


    Was ist DIR wichtig?


    edit: Manche entnehmen die überzähligen Schwarmzellen und bilden zumindest temporär Kleineinheiten damit. Als Backup sozusagen, falls Variante 1 schiefgeht.


    Ich persönlich mach 1. Und wenns schiefgeht, vereinige ich mit einem anderen.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)