Gartenhaus als Imkerhaus

  • Hallo Helene, du hast weder einen Land. noch einen Forstwirtschaftlichen Betrieb. Also bist du nicht privilegiert. Sonst hält sich jeder ein Schaf und baut munter im Aussenbereich.
    Bis bald
    Marcus

    48 Völker 32x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 6xDadant US und 5x Zander und einmal Warre :O)

  • Sorry Helene,
    dass die Antwort die Du hören wolltest noch nicht dabei war. Vielleicht solltest Du einfach noch einige andere Leute fragen.
    Der Gesetzestext, den Du zitiert sagt eigentlich schon fast alles.
    Im Außenbereich darfst Du nur bauen, wenn Du ein Land- oder Forstwirtschaftlicher Betrieb bist. Das bist Du wohl nicht.
    Du darfst grundsätzlich davon mal abgesehen nur bauen, wenn dein Grundstück in ausreichender Länge direkt an einer öffentlichen Straße liegt, die Erschließung gesichert ist oder die Zuwegung öffentlich-rechtlich gesichert ist, z.B. durch Leitungs- und Überfahrtsrechte. Das ist bei dir wohl nicht der Fall.
    Der kleine Geräteschuppen ist nur im im Zusammenhang bebauten Bereich zulässig, also nicht im Außenbereich.
    Bei der Ernte und Verarbeitung deines Honigs musst Du dich an hygienemaßnahmen halten. Die wichtigste dabei ist ein vorhandener Wasseranschluss mit heißem Wasser. Natürlich nicht für den Kaffee danach, sondern für das säubern der Gerätschaften vor und nach der Nutzung.
    Guck mal, vielleicht findest Du im Kleinrevolutzerforum andere Antworten oder im Anarchistenblog :-).
    Ansonsten waren hier viele gute Antworten dabei.
    Viele Grüße
    Wolfgang, bis vor wenigen Tagen noch Architekt

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Da kommen mir so Ideen grad mit Hütte auf knapp 6000qm mit Bachlauf, Waldrand am A der Welt.
    Weil isch landwirtschaft. Isch Betriebsnummer?
    Isch dann noch Zaun und Kameruner, die dürfen da immer Urlaub und wir nur ab und zu ;-)))


    Nie mehr Diskussionen um olle Pauschalreisen - yeah!

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Und um eben das zu verhindern,
    darum gibt es diese Gesetze. In Teilen von Frankreich kann man sehen wohin das führt. Hier bei uns will man mit der Deklarierung von Innenbereich und Außenbereich eine Zersiedelung der Landschaft verhindern. Die dritte Einteilung sind Grundstücke in einem gültigen B-Plangebiet.
    Ganz einfach. Im B-Plan-Gebiet muss ich mich an die geltenden Vorschriften für diesen Bereich halten.
    Im Innenbereich muss ich mich an der umgebenden Bebauung orientieren.
    Und im Außenbereich geht garnichts, außer Landwirtschaftliche Betriebe ( die will man ja oft nicht direkt neben seinem Wohnhaus haben ), Autobahnzubringer und Atomkraftwerke :-). Dann aber mit B-Plan.
    Wie Henrys Methode scheitern kann haben wir ja im letzten Jahr gesehen. Erst bau ich mir ein Schlösschen, natürlich ohne Pläne und Genehmigung. Dann berufe ich mich darauf, dass ich Imker bin ( früher durfte ich noch Armbrust tragen und ich darf auf jedes Grundstück ) und dann noch die Pädagogenkarte ausspielen ( Ist ja für Schulungen von Jugendgruppen :-), Hi Hi, ich kann nicht mehr ).
    Hat alles nichts genutzt, und am Ende ist man dann beleidigt und schimpft auf unseren Unrechtsstaat.
    Nur zur Erinnerung, grundsätzlich haben Gesetze ihre Gründe und Behörden und Verwaltungen arbeiten für uns. Kein Grund, Angst zu haben, sie werden von uns bezahlt.
    Ausnahmen bestätigen die Regel.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.


  • Nur zur Erinnerung, grundsätzlich haben Gesetze ihre Gründe und Behörden und Verwaltungen arbeiten für uns. Kein Grund, Angst zu haben, sie werden von uns bezahlt.


    Hast Du letzteres schon mal einem Verwaltungs-Mitarbeiter mitgeteilt? Dass Du/wir ihn bezahlen und er für uns arbeiten soll? Und konnte sich einer von denen auch daran erinnern? :confused:


    Aber das Thema Gläubigkeit ist hier eher OT...

  • Wolfgang, genau so seh ich's auch. Und wenn dann der Rückbau angeordnet wird, weil man eben doch mal ne kleine Bienenhütte im Außenbereich gebaut hat ohne zu fragen, dann ist das Geheule wieder groß!

  • Ich weiß von einem Fall, da musste der Bauwagen entfernt werden.
    Er hatte keine Baugenehmigung (Außenbereich)


    Im Bauwagen waren Arbeitsgeräte und Futtermittel.


    Begründung:
    "Auch ein Bauwagen drückt mit seinen Rädern auf die Erde und braucht deshalb eine Baugenehmigung"


    Gruß Doro


    PS: das war auf einer Weide eines lw. Betriebes

  • Das mit dem Bauwagen kenne ich aus dem Bekanntenkreis, die mußten den auch wieder von der Wiese ziehen.

  • Hallo !



    Bauen im Außenbereich


    (1) Im Außenbereich ist ein Vorhaben nur zulässig, wenn öffentliche Belange nicht entgegenstehen, die ausreichende Erschließung gesichert ist und wenn es
    1. einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb dient und nur einen untergeordneten Teil der Betriebsfläche einnimmt,


    Soetwas steht in fast jedem Baugesetz oder der zugehörigen Verordnungen eines jeden Budneslandes,
    die Auslegung ist aber teils recht unterschiedlich.
    So gibt es Bundesländer in dennen die Agroindustrie munter bis 100qm baut, ohne Genehmigung.
    ... nur weil hier "Hauptgebäude" doppelt soviel Scheunenplatz steht, kommt da aber der Imker ...


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Ein weg zum amt wird mir wohl nicht erspart bleiben. Die werden mir dann hoffentlich genau mitteilen können was ich ohne Baugenehmigung aufstellen darf oder eben auch nicht.
    Nochmals danke für die gutgemeinten ratschläge
    Gruß
    Helene

  • ...und wenn man nun das Grundstück einfach an einen Landwirt "verpachtet", der dann -ups- ein kleines Gebäude braucht, um dort Geräte unterzustellen, mit denen das Gartenland bewirtschaftet wird? Eine Sense wird man ja noch unterstellen dürfen und was man sonst zum Heu machen braucht. Kein Landwirt ist gezwungen, wirtschaftlich maschinell zu arbeiten. Die Zuwegung über den Feldweg sollte als Erschließung reichen. Und dann, warum nicht eine Baugenehmigung einholen?


    Selbst wenn keine Baugenehmigung notwendig ist, kann z.B. eine naturschutzfachliche Genehmigung einzuholen sein, über die dann, je nach Größe Deiner Hütte, noch Bodenschutz und Denkmalschutz beteiligt werden. Wäre aber wohl eher der Form halber, bei so kleinen Vorhaben.


    Viele Grüße
    Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • Was mich immer wieder erstaunt,
    und hoffnungsvoll in die Zukunft der Varroabekämpfung, unserer Bienen und unserer Natur blicken lässt, ist der Ideenreichtum wenn es darum geht irgendein Gesetz zu umgehen. Über den Sinn dahinter muss man sich ja keine Sorgen machen, ist doch egal, Hauptsache ich kann was Verbotenes machen. Und das erste was in dieser Hütte stehen wird ist nicht die Schleuder, sondern das IKEA-Bettsofa. Schließlich muss man sich ja auch mal setzen. Hoffentlich wendet ihr diesen Erfindergeist auch im Bezug auf eure Bienen oder eure Familie an, ich geh mal davon aus.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der sich fragt was schlimmer ist, fremde Völker durchzuschauen, fremde Kühe zu melken oder bundesweit geltende Baugesetze zu brechen.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.