Buchweizen

  • Hallo alle zusammen,


    Vorstellung Klappe die 2.


    Nachdem ich nun seit mehreren Jahren mit einigen kürzeren Unterbrechungen hier mitlese und mich Anfang 2010 auch schon einmal vorgestellt habe geht's nun in die 2. Runde.


    Mein Einstieg 2010 ist leider aus beruflichen Gründen geplatzt, bzw. hatte ich ihn damals einfach nochmal geschoben.


    Aber jetzt geht's definitiv los, die Bienen sind bestellt, Mitte - Ende Juli bekomme ich meine Kunstschwärme.


    Das wird bestimmt super, freu mich schon, auch wenn es noch jede Menge Vorbereitungen sind(Bau der Beuten, Einlöten der Mittelwände und ständiger Wissensausbau).


    Auch wenn ich hier schon jede Menge Informationen rausgezogen habe, wird es sicher die nächste Zeit noch jede Menge Fragen geben mit denen ich hier auf euch einstürme!


    Anfangen möchte ich mit einer Frage zum Thema Winterfutter.
    Ich habe die Möglichkeit meine Bienen in den Buchweizen zu stellen, bin mir aber nicht sicher, ob dies eine gute Idee ist.
    Wie seht ihr das? Schließlich wird der Buchweizen ja zumindest einen Teil des Winterfutters ausmachen (hoffe ich zumindest)
    Wie ich bereits gelesen habe, ist es in Lettland wohl keine so gute Idee, ist es in Deutschland möglich?


    Ich freue mich über jede Einschätzung oder Erfahrung1


    Viele Grüße aus dem südlichen Hessen


    Christoph

  • Hallo Christoph,


    ich möchte es dieses Jahr auch zum ersten Mal mit Buchweizen versuchen.


    Ganz allgemein kann ich Dir sagen, daß so ziemlich alles was Ende Juli an Nektar noch reinkommt locker verbrütet wird. Wenn ich hier in Brandenburg meine Völker nicht ab Anfang August füttern würde, dann würden sie hungern.


    Also ich würde den Buchweizen schleudern, wenn sie welchen eintragen und dann sachte auffüttern.


    Gruß Jörg

  • Hallo Jörg,


    danke für deine Antwort!
    Da ich aber mit Kunstschwärmen anfange, gibt es am Anfang noch nichts zum abschleudern.
    Genau das ist aber meine Sorge, kann es Probleme bei der Überwinterung geben, wenn ich den Buchweizen in der Beute belasse?


    Gruß
    Christoph

  • Hhm, Du kannst das ja noch im Herbst kontrollieren. Der Buchweizen ist ja sehr dunkel. Wenn Du davon ausgehst, daß sie das zuerst eingelagerte auch zuerst verbrauchen, dann sollte es schon gehen. Wie gesagt, ab August sachte auffüttern (einen Kunstschwarm besser sofort und permanent), Mitte/Ende September wiegen und den Rest geben.


    Gruß Jörg


  • .... Wie ich bereits gelesen habe, ist es in Lettland wohl keine so gute Idee, ist es in Deutschland möglich?...
    Christoph


    Hallo Christoph,
    auch in Deutschland ist Buchweizen ein denkbar schlechtes Winterfutter.
    Ich hatte schon 2 mal das "Glück" ein Buchweizenfeld, welches bei uns ab Ende August geblüht hat, in der Nähe gehabt zu haben.
    Man riecht sofort, wenn Buchweizennektar eingetragen wird. Diesen unangenehmen Geruch vergisst man nicht mehr.
    Die Völker koten übern Winter und im zeitigen Frühjahr sowohl in und außerhalb der Beute alles extrem voll.
    Mir ist zwar deswegen kein Volk eingegangen aber normal ist diese "Scheißerer" die der Buchweizen hervorruft nicht.


    Gruß
    Enrico

  • Selber habe ich noch nie auf Buchweizenhonig die Völker überwintert. Aber im Verein sagen die "Buchweizen-erfahrenen" Imker, dass Buchweizen ein denkbar ungünstiges Winterfutter wäre.


    Buchweizenhonig riecht und schmeckt nach meinem Dafürhalten nach Gülle ..... sorry, aber das ist kein Honig sondern "Jauchenverschnitt" :wink:


  • War das vielleicht kein Anbau zum Buchweizen ernten, sondern mehr so eine Wildäsungsfläche?
    Gruß Jörg


    Geerntet wurde der Buchweizen nicht. Ich denke mal, der wird als Gründünger angebaut. Im Frühjahr wurde er um-/eingepflügt.


    Gruß Enrico

  • Gedroschen wird der Buchweizen, an den ich meine Bienen stellen wollte auch nicht. Blühen wird er wahrscheinlich von Mitte August bis September. Eigentlich ideal für einen starken Völkeraufbau und ein bisschen Einsparung an Winterfutter (hatte ich mir zumindest so gedacht).


    Wenn aber die Gefahr besteht, dass es den Bienen nicht gut tut, dann werde ich das lieber lassen.


    Zitat

    Die Völker koten übern Winter und im zeitigen Frühjahr sowohl in und außerhalb der Beute alles extrem voll.


    Könnte es auch sein, dass das normal ist, man es nur auf Grund der dunklen Honigfarbe besser sieht?


    Gruß Christoph

  • Na dann werd ich mir mal nen anderen Standort für meine Bienen suchen, schade!


    Was würde sich denn für August und September als bester Standort eignen? Was sollte sich in der Nähe befinden?


    Ab Oktober möchte ich die Bienen dann zu Weiden und Pappeln stellen, damit sie im Frühjahr gut ins Jahr kommen.



    Gruß Christoph

  • Hallo,
    erstmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich das Thema nochmal rauskrame!


    Ich werd meine Bienen jetzt an nen Standort stellen, der verschiedene Pflanzen bietet.
    Aber auch hier haben wir neben Phacelia, Ölrettich, Senf etc. auch wieder Buchweizen geplant.
    Wie groß darf der Anteil Buchweizen aus eurer Sicht maximal sein?


    Gruß Christoph

  • Damit ich jetzt nicht einen neuen Thread aufmachen muss.


    Hab auf meinem Privatacker ca.50 m2 Buchweizen angebaut. Boden ist lehmiger Sand, hält das Wasser bei bedecktem Boden schon gut. ABER obwohl sich die letzten Tage warmes, feuchtschwüles "Nektarwetter" mit Regengüssen abgewechselt hat, interessiert der Buchweizen keine einzige Biene. Nichtmal Hummeln gehen ran! Im Grunde fliegt da wirklich fast gar nichts. Sowas hab ich eigentlich bei fast noch keiner Blühpflanze gesehen, schon gar nicht bei einer die so massiv blüht. Jemand ne Idee was da los sein kann? Ich will doch dass die Sch****pflanzen bestäubt werden =/


    Thx!

  • Jemand ne Idee was da los sein kann?


    Wird wohl etwas anderes attraktives in der Nähe sein. Bei mir haben sie im letzten Jahr noch nicht mal die Phazelia beflogen. Keine Sorge, Du wirst bestimmt ernten können, die Hummeln übernehmen die Bestäubung garantiert!

  • Wir hatten auch mal ein kleines Stück Buchweizen ausgesät. Auch nie eine Biene dran gesehen. Später habe ich dann irgendwo gelesen, das Buchweizen nur ganz früh morgens beflogen wird. Vielleicht schaust Du ja mal vorm Frühstück, wie es dann ausschaut. Viele Grüße, Brigitta

  • Wird wohl etwas anderes attraktives in der Nähe sein. Bei mir haben sie im letzten Jahr noch nicht mal die Phazelia beflogen. Keine Sorge, Du wirst bestimmt ernten können, die Hummeln übernehmen die Bestäubung garantiert!


    Ja, Springkraut. Daran liegts aber nicht, weil Kürbis, Gurke, Ringelblume und was sonst noch so blüht wird angeflogen. Und wie ich schrieb - es sind weder Hummeln noch Bienen dran zu sehen. Nur ein paar Schwebfliegen und Käfer.


    brigitta : Danke für den Tipp! Kann leider nicht so früh schaun, das Grundstück ist 20km entfernt...

  • Ich war heute mal früher aufm Acker. Und siehe da! Es waren zuhauf Bienen und anderes Fluggetier dran. Ab ca. 12 Uhr war dann aber wieder schluß, Buchweizen wird also wirklich, wie brigitta sagt, vorzugsweise frühmorgens bzw vormittags beflogen! Interessant fand ich auch, dass auch Kürbis und Gurke wohl noch besser als unter tags gehonigt haben. In einer Blüte sind da schon mal 4 Bienen auf einmal gehockt =)